La La Land

La La Land

Originaltitel: La La Land
Genre: Musical • Drama
Regie: Damien Chazelle
Hauptdarsteller: Emma Stone
Laufzeit: DVD (123 Min) • BD (128 Min)
Label: Studiocanal
FSK 6

La La Land   21.05.2017 von Born2bewild

La La Land zählt zum neuen Rekordhalter in Sachen Oskar-Nominierungen. Von den vierzehn Nominierungen erhielt der Film immerhin sechs Stück und durch einen Fehler sogar fast einen siebten für den „Besten Film“. Ob wir uns den Lobpreisungen der Academy anschließen oder ob wir der Meinung sind, dass bei dieser Verleihung vielleicht sogar mehr Fehler passiert sind, erfahrt ihr in unserem Review…

 

Es ist Winter und Mia (Emma Stone) steht inmitten des Berufsverkehrs. Sie ist in das Einstudieren einer Rolle für ein Casting vertieft als sie von einem rücksichtslosen Autofahrer angehupt wird. Nach diesem Erlebnis fährt sie wie gewohnt zu ihrem Arbeitsplatz in einem Cafè im Warner-Bros.-Studio. Durch ihre Arbeit finanziert sie sich ihren Lebensunterhalt, während sie immer wieder auf Castings geht, um ihren Traum vom Leben als Schauspielerin zu erfüllen. Doch leider laufen die Castings nicht wie erhofft. Unterdessen ist der rüpelhafte Autofahrer Sebastian (Ryan Gosling) an seinem Ziel angekommen. Ein Club, von dem er träumt, ihn eines Tages zu kaufen und wieder einen Jazzclub daraus zu machen. Denn vor einiger Zeit war hier schon einmal ein Jazzclub, aus dem auch Jazzlegenden wie Bud Powell und Thelonious Monk hervorgegangen sind. Als Sebastian zuhause ankommt, wartet unerwartet seine Schwester auf ihn. Sie bittet ihn, nicht nur vom eigenen Club zu träumen, sondern auch sein Leben zu leben und Geld zu verdienen. So kehrt Sebastian wieder zu einem Restaurant zurück, in dem er schon einmal Klavier gespielt hat, das ihm aber eigentlich gar nicht behagt. Dort darf er nämlich keinen Jazz spielen, sondern eine fertige Setlist mit Weihnachtsliedern. Doch er kann nicht lange an sich halten und spielt ein selbstkomponiertes Lied, was dazu führt, dass ihn der Chef zu sich ruft und feuert.

 

Unterdessen war Mia bei einem erfolglosen Casting und ist etwas niedergeschlagen auf dem Heimweg, als sie an diesem Restaurant mit dieser wundervollen Klaviermelodie vorbeikommt. Sie betritt das Restaurant und erkennt den Autofahrer Sebastian wieder, ist aber von seiner Musik so begeistert, dass sie es ihm gleich mitteilen möchte. Er jedoch rennt sie nach seinem Gespräch mit seinem Chef einfach über den Haufen. Im Frühling lässt sich Mia dazu überreden, auf eine Party zu gehen, wo sie wiederum auf eine Band trifft, in der Sebastian mitspielt. Sie realisiert sofort, dass die gespielte Musik nicht sein Stil ist und zieht ihn mit einem Musikwunsch noch etwas auf. Im Endeffekt führt dieses Treffen dann dazu, dass sich Mia und Sebastian ineinander verlieben und von nun an gemeinsame Wege gehen und sich in ihren Träumen gegenseitig bestärken. Bis zu dem Moment als sich Sebastian einer erfolgreichen Band anschließt und die Situation zwischen den Beiden eskaliert…

 

Wird es Mia gelingen ihren Traum als Schauspielerin zu erfüllen? Wird Sebastian eines Tages seinen eigenen Jazzclub besitzen? Haben die zwei als Paar eine Zukunft?

 

Auch wenn La La Land in den ersten Minuten sehr schwungvoll mit einer Musicaleinlage auf einem Freeway in L.A. beginnt, so verliert der Film diesen Schwung gleich wieder und beginnt mit einer relativ tristen Standardstory. Erst etwa ab dreiviertel des Films bis zum Ende hin nimmt das ganze Fahrt auf und die Geschichte hat auf einmal mehr Inhalte als in der noch verbleibenden Zeit verarbeitet werden kann. Dabei wird hier versucht, Musicaleinlagen mit einem Hollywoodfilm zu vermischen, wobei zumindest was das Ende angeht, nicht das passiert, was der Zuschauer vielleicht erwartet.

 

Bildergalerie von La La Land (10 Bilder)

Technisch gesehen weiß die Umsetzung der Blu-ray zu überzeugen. Die Bildqualität weißt eine ausgezeichnete Schärfe auf und der Kontrast sucht seinesgleichen. Ist er doch im sehr bunten und kontrastreichen Film auch ein Stilmittel. Soundtechnisch bekommt der Zuschauer auch einiges auf die Ohren und erfährt einen hervorragenden Raumklang. Abgerundet wird das Ganze noch durch eine Menge Extras in Form von Featurettes, die zwar größtenteils dieselben Filmausschnitte bieten, dafür aber auf der Audiospur und bei den Interviews interessante, wenn auch vor Eigenlob strotzende Hintergrundinformationen beinhalten. Außerdem gibt es neben obligatorischen Trailern den Audiokommentar des Regisseurs und des Komponisten. Zusätzlich zu den genannten Extras erhält der Käufer der „Soundtrack“-Editionen neben dem Soundtrack auf CD noch zwei Poster sowie ein sehr ausführliches, etwa dreißig Seiten umfassendes Mediabook, das ebenfalls eine ganze Menge an Hintergrundinformationen bereithält. An dieser Stelle kann man Studiocanal auf jeden Fall ein Kompliment für die gekonnte Umsetzung aussprechen.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Eigentlich würde ich mich als Fan von „Musical“-Filmen bezeichnen, doch La La Land konnte mich nicht so recht überzeugen. Für mich hat der Film im Wesentlichen zwei gute Momente, die Musicaleinlage am Anfang und eine Art Traum am Ende. Ansonsten braucht er einfach viel zu lange, um in Schwung zu kommen und hat aus diesem Grund nicht mehr genug Zeit, um auch noch den Rest der Geschichte zu erzählen. In meinen Augen versucht der Film das Musical und den Hollywoodfilm miteinander zu verbinden, schafft dies aber leider, wie die meisten Multifunktionsgeräte, nur bedingt. Er kann zwar beides, aber das in meinen Augen nur im Mittelmaß, aber vielleicht hat man gerade bei dem Hype durch die Oskars vorher auch etwas höhere Erwartungen an den Film, der in meinen Augen leider nur sechs bis sieben Punkte verdient hat. Eigentlich schade, würde der Soundtrack und das Talent der Schauspieler doch mehr ermöglichen und ist die Umsetzung fürs Heimkino sehr gut gelungen.

 

Josi:

Ich muss im Gegensatz zum Alex sagen, dass mich die in den Interviews hochgelobte Anfangsszene nicht begeistert. Allerdings muss man sagen, dass es für die Tänzer zwei sehr harte Drehtage bedeutete. Das sollte man zumindest honorierend hinnehmen. Vom Film selbst habe ich eigentlich gar nichts erwartet, wurde dennoch enttäuscht. Ganz besonders schlimm fand ich, nachdem ich einen für mich eher mittelmäßigen Film gesehen habe, die überberstenden Lobpreisungen der Beteiligten für den Film. Vielleicht hat man die Interviews ja nach den ganzen Preisverleihungen gemacht, anders kann ich mir diese „Arroganz“ nicht erklären. Die Story plätschert, geträllert von den Hauptdarstellern, dahin und ist eigentlich auch eher 0815. Immerhin ist das Ende für Hollywood untypisch. Die schauspielerische Leistung der Darsteller hingegen ist wirklich sehr gut, wenn man bedenkt, dass Ryan Gosling die ganze Zeit über das Klavier selbst gespielt hat. Wenn Emma Stone singt, hat mich die Mimik allerdings doch eher verschreckt als verzückt, auch wenn sie selbst gesungen hat. Für mich nicht geeignet und daher nur 5 von 10 Punkten.


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