La Zona

La Zona

Genre: Thriller
Regie: Rodrigo Plá
Hauptdarsteller: Maribel Verdú • Daniel Giménez Cacho • Alan Chávez
Laufzeit: 95 Minuten
FSK 16

La Zona   27.02.2009 von derstefan

Willkommen in der unwirklichen Welt von „La Zona“, wo alle Menschen glücklich und zufrieden leben wollen. Und wie soll das funktionieren? Indem man sich von der Außenwelt so weit wie möglich abgrenzt und sich quasi einen Elfenbeinturm baut, nur diesmal mit Stacheldraht und Überwachungskameras...

 

Der Filmtitel bezieht sich auf eine fiktive luxuriöse Wohnanlage in Mexiko City. Es ist eine Aneinanderreihung von bezaubernden Häuschen, mit perfekt gepflegten Rasen und Kindern in Schuluniformen. Damit diese kleine Idylle nicht vom angrenzenden Slum gestört wird, wird diese durch einen schwer bewachten Hochsicherheitszaun und von Security sowie Überwachungskameras penibel überwacht. Die normale Polizei wird hier eigentlich gar nicht gebraucht, sie ist eigentlich nur störend, da sie nicht hart genug durchgreift. Die Regierenden in dieser vermeintlich perfekten Idylle sind die Bewohner, die sich dank guter Verbindungen zu Richtern keine Sorgen müssen, dass Ihnen durch Selbstjustiz etwas passieren könnte.

In einer stürmischen Gewitternacht stürzt ein Stahlmast um und ermöglicht drei Jugendlichen den Einstieg in die Luxuswelt „La Zona“. Diese Gemeinschaft wird jetzt zu einem blutigen Schauplatz, als eine wohlhabende Frau ausgeraubt und totgeschlagen wird. Zwei der drei Jugendlichen Einbrecher werden unweit des Tatorts von den bewaffneten Einwohnern erschossen, nur Miguel (Alan Chávez), nur der jüngste des Trios kann entkommen und befindet sich nun auf der Flucht. Nur wie kann er aus dieser Festung entkommen? Die Einwohner begeben sich nun auf die Jagd auf den jugendlichen Delinquenten und eine brutale Hetzjagd beginnt...

Dieser Film ist anders. Es ist ein eindringlicher Thriller, der mit einer unsentimentalen, fast schon coolen Attitüde sowohl gegenüber den Opfern sowie den Tätern überrascht. „La Zona“ ist ebenso eine scharfsinnige Studie über Gruppendynamik. Eigentlich beschreibt er eine fiktive Situation, doch das Setting schrammt nur haarscharf an der Realität vorbei, so dass man sich alles sehr gut in einer beliebigen Großstadt vorstellen kann. Lange braucht man sicherlich nicht mehr warten, bis dieser Stoff in einer Hollywoodfassung zu sehen ist.


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Mir saß den ganzen Film über eine Bedrücktheit im Nacken. Der Film wurde zu Recht mit einigen Filmfestivalpreisen überschüttet. Auch die bisher weitgehend unbekannten Darsteller können überzeugen und die Emotionen und gewünschte Stimmung hervorragend rüberbringen: Es kann einfach keine perfekte Idylle geben. Definitiv kein „Feel good“-Movie, sondern ein Film zum Nach- und Mitdenken. Klarer Tipp für Filmliebhaber!


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