Lady Bloodfight

Lady Bloodfight

Originaltitel: Lady Bloodfight
Genre: Action • Martial Arts
Regie: Chris Nahon
Hauptdarsteller: Amy Johnston • Muriel Hofmann
Laufzeit: DVD (97 Min) • BD (97 Min)
Label: EuroVideo
FSK 18

Lady Bloodfight   03.03.2018 von MarS

Längst sind Kampfsportfilme keine Männerdomäne mehr und auch Frauen dürfen sich nach Herz und Laune auf die Mütze geben. Auch in Lady Bloodfight dreht sich alles um das weibliche Geschlecht, und wir haben uns für Euch angesehen, was uns im neuesten Film von Regisseur Chris Nahon erwartet. Dieser war 15 Jahre zuvor immerhin für den hervorragenden Kiss of the Dragon mit Jet Li und Bridget Fonda verantwortlich...

 

Inhalt

 

Vor Jahren standen sich die Kampfsportmeisterinnen Shu und Wai im Finale des geheimen Turniers "Kumite" in Hongkong gegenüber, der Kampf endete jedoch mit einem Unentschieden. Um eine Entscheidung über den Sieg zu erlangen sollen beide nun eine auserwählte Kämpferin trainieren, die an ihrer Stelle in einem neuen "Kumite" antritt. Während Wai in der rebellischen Ling eine würdige Kandidatin findet und diese unerbittlich antreibt, trifft Shu auf die Amerikanerin Jane, die beim "Kumite" antreten will, um das Preisgeld für sich und ihre Mutter zu gewinnen und damit ein neues Leben anzufangen. Doch ist Jane wirklich die richtige, um an Shus Stelle anzutreten? Es kann nur einen Weg geben, das herauszufinden...

 

Ein geheimes Kampfsport-Turnier, ein Meister der Kampfkunst (oder in diesem Fall zwei Meisterinnen), ein widerspenstiger Schüler mit Potential (oder in diesem Fall zwei Schülerinnen)...was Einfallsreichtum und Innovation angeht läuft Lady Bloodfight im Bereich der Handlung nicht gerade über. Doch irgendwie gelingt es dem Film, diese Tatsache als völlig belanglos erscheinen zu lassen, denn Martial Arts Fans dürften sich hier eher freudig an Jean-Claude van Dammes Durchbruch Bloodsport erinnern, als sich daran wirklich zu stören. Und so nutzt Lady Bloodfight seine nicht sehr versteckten Parallelen als solides Grundgerüst für die viel wichtigeren Kampfszenen, die hier äußerst ansprechend in Szene gesetzt wurden. Rasante Schnitte, schnelle Kamerafahrten und tolle Choreografien beherrschen diese Szenerien, unterstützt von einer realistischen und dadurch noch viel härter wirkenden Darstellung. Einen weiteren positiven Aspekt stellen die Hauptfiguren dar, denn auch wenn die Charaktere größtenteils eindimensional bleiben und darstellerisch keine Höchstleistungen abgerufen werden müssen, so sind diese allesamt sehr überzeugend und vor allem interessant - nicht zu vergessen auch hübsch anzusehen. Während Shu und Jane die ruhige, sympathische und eher emotionale Seite darstellen, funktionieren Wai und Ling perfekt als brutaler, ehrgeiziger Gegenpol, wodurch beide Seiten den Film auf ihre Weise unterhaltsam und ansprechend gestalten. Und wenn es dann in den Fights ordentlich zur Sache geht, dann dürfte jeder Kampfsport-Fan absolut zufrieden und auch angespannt im Sessel sitzen, auch wenn die hektische Kameraführung den ein oder anderen Schlag vielleicht untergehen lässt.

 

Bildergalerie von Lady Bloodfight (8 Bilder)

Details

 

Auf Grund des vorliegenden Pressestreams entfällt eine Bewertung der Bild- und Tonqualität der finalen Scheibe. Bereits der Stream hinterlässt aber in beiden Bereichen einen sehr guten Eindruck.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Lady Bloodfight bedient sich ohne es zu verstecken an gängigen Kampfsport-Klischees, vor allem aber ganz offensichtlich am Klassiker Bloodsport, weiß dafür aber seine Stärken anderweitig auszuspielen. Handwerklich trotz merklich kleinem Budget sehr gut umgesetzt sind es vor allem die Darstellerinnen sowie die tollen Fights, die hier für ordentliche Unterhaltung sorgen. Lady Bloodfight ist simpel gestrickt, aber äußerst ansprechend umgesetzt, und deswegen ohne Zweifel ein sehenswerter Beitrag zum Kampfsport-Genre.


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