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Lee Cronin´s The Mummy
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BEWERTUNG |
08.07.2026 von MarSNachdem das geplante "Dark Universe" von Universal Pictures bereits nach dem katastrophalen Einspielergebnis der ersten Neuverfilmung von Die Mumie im Jahr 2017 gescheitert war, folgten mit Der Unsichtbare und Wolf Man zwei unabhängige Universal-Monster in ihrer Neuinterpretation durch Blumhouse Productions. Nun wagte man tatsächlich noch einmal den Schritt, auch The Mummy neues Leben einzuhauchen...
Der Journalist Charlie Cannon (Jack Reynor) lebt gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Larissa (Laia Costa) und ihren Kindern Katie (Natalie Grace) und Sebastián (Shylo Molina) in Kairo, wo er eisern an seinem großen Durchbruch arbeitet. Das Leben der Familie wird jedoch plötzlich auf den Kopf gestellt, als Katie am hellichten Tag von einer mysteriösen Frau entführt wird und spurlos verschwindet. Acht Jahre später, als die Cannons jegliche Hoffnung bereits verloren und sich mit ihrem neuen Leben in Albuquerque arranigiert haben, wird Katie schließlich völlig unerwartet nach einem Flugzeugabsturz gefunden. Doch das Mädchen, dass in einem uralten Sarkophag transportiert wurde, befindet sich in einem katatonischen Zustand, ist mit Wunden übersäht und neigt dazu, sich selbst und andere zu verletzen. Die Freude über das unverhoffte Wiedersehen weicht schon bald einer unangenehmen Gewissheit, denn während sich Katies Zustand nur schleppend zu verbessern scheint, wird Charlie und Larissa schmerzhaft klar, dass Katie nicht mehr das Mädchen ist, dass sie einst verloren haben...
Spoilerwarnung: Auch wenn der folgende Text grundsätzlich spoilerfrei gehalten ist, kann vom aufmerksamen Leser die ein oder andere Information über die Handlung gefunden werden...
Und wieder macht eine Mumie die Heimkinos unsicher. Und wieder wird sie - zumindest von den Kritikern - böse abgestraft. Irgendwie auch verständlich, denn so richtig viel hat Lee Cronin´s The Mummy nun wirklich nicht zu bieten, was eben diesen Titel rechtfertigen würde. Statt Ägypten gibt es die meiste Zeit Albuquerque im amerikanischen New Mexico zu sehen. Statt einer eingewickelten Leiche gibt es ein entstelltes, fieses Kind. Und statt eines uralten Fluchs gibt es dämonische Besessenheit. So richtig erinnert also kaum etwas an das einstigen Universal-Monster, das hier eigentlich neu interpretiert werden sollte. Dafür darf man sich allerdings eines Gewiss sein: Der Name Lee Cronin steht nicht umsonst vor dem eigentlichen Titel, denn was der Evil Dead Rise Regisseur hier abliefert, das ist wirklich harter Horrorstoff, der zarte Gemüter recht schnell an seine Grenzen bringen dürfte. Dabei setzt Lee Cronin´s The Mummy nicht wirklich auf Innovation oder Einfallsreichtum, sondern vielmehr auf einen brachialen, kompromisslosen Mix aus Der Exorzist und dem bereits erwähnten Evil Dead, wobei die Inszenierung keinerlei Rücksicht auf schwache Mägen nimmt, sondern diese durch unzählige Ekel-, Blut- und Goreeffekte regelrecht herausfordert. Das ist äußerst effektiv und wirkt nach, kann hinter der Fassade aus Körperflüssigkeiten und Schockmomenten aber nicht verbergen, dass Lee Cronin´s The Mummy nicht sonderlich kreativ oder einzigartig ausgefallen ist. Dem gegenüber steht wiederum ein souverän agierender Cast, wobei hier die Jungdarsteller in den meisten Szenen ihren älteren Kollegen mühelos die Show stehlen. Für Fans hochwertig inszenierter und durchaus wirkungsvoller Ekel-Horrorfilme - wie eben beispielsweise die Evil Dead Reboot-Reihe - ist das Alles aber zweifellos ein gefundenes Fressen und absolut unterhaltsam. Als "echter" Mumien-Grusler funktionert Lee Cronin´s The Mummy allerdings nur bedingt, denn dafür ist das gesamte Geschehen einfach viel zu weit entfernt von ägyptischer Mythologie (immerhin ist sogar das Böse im Film rein fiktiv und wurde eigens für den Film erdacht) und bietet auch viel zu wenig Verbindung zur titelgebenden Leiche im Wickelgewand...
Details der 4K UHD
Bildtechnisch zeigt sich die 4K Disc von bester UHD-Seite und punktet sowohl durch ihren erweiterten Farbraum wie auch den kräftigen Kontrastumfang. Farben wirken durchwegs satt und natürlich, und wurden an die jeweilige Location beziehungsweise Szenerie angepasst - Ägypten ist dementsprechend in warme, erdige Farben getaucht, wogegen die Szenen in Amerika, vor allem in den zahlreichen dunklen Sequenzen, oftmals eher zurückhaltend und reduziert erscheinen. Allgemein ist das Bild sehr scharf und detailreich, ebenso wird alles sehr sauber und mangelfrei dargestellt. Der Schwarzwert ist sehr ausgeprägt, ohne dabei Details zu verschlucken. Leider wird jedoch wie inzwischen bei Warner üblich die deutsche Synchronfassung (sowie die übrigen Sprachfassungen) auch bei Lee Cronin´s The Mummy mit einer Abmischung in Dolby Digital 5.1 abgespeist, während die Originaltonspur Dolby TrueHD 7.1 beziehungsweise sogar Dolby Atmos bietet. Zwar liefern auch die Synchronfassungen ein dynamisches, kraftvolles und räumliches Erlebnis ohne gröbere Mängel, in Sachen Druck, Raumwirkung und Atmosphäre haben sie im Vergleich zur Originalfassung jedoch kaum eine ehrliche Chance. Cover & Bilder © Plaion Pictures / Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. Das Fazit von: MarS
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