Lego Rockband

Lego Rockband

Publisher: Warner
Genre: Musikspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 27.11.2009
USK 0

Lego Rockband   27.11.2009 von Panikmike

Seit Jahren bewährt sich das Prinzip, auf einer Gitarre oder mittlerweile auch auf dem Schlagzeug rumzu reschen bzw. zu spielen. Das aber nicht willkürlich, sondern so wie es das Spiel haben will. Farbliche Klötze fallen dem Spieler entgegen und zur richtigen Zeit muss dieser dann richtig drücken. Macht es immer noch Spaß? Gibt es immer noch neue Features? Lest weiter…

Okay optisch sieht man natürlich sofort einen großen Unterschied zu den vorherigen Spielen. Da es eine Lego Edition ist, kommen natürlich alle Details auch mit den bunten Klötzchen daher. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur Kinder die ganzen Lego Spiele lieben sondern auch eine große Fangemeinde an älteren Gamern. Star Wars und Indiana Jones sind nur zwei Settings, die bisher umgesetzt wurden. In Zukunft wird es noch viel mehr geben, angekündigt wurde zum Beispiel schon Harry Potter. Also warum dann nicht auch ein Musikspiel programmieren, welches auf dem Prinzip von Rockband bzw. Guitar Hero basiert?

Ich erläutere hier nicht wieder das Spielprinzip, es sollte jedem Spieler so bekannt sein, dass ich mir das hier sparen kann. Wenn es dennoch Leute gibt, die es wissen wollen, diese sollten unsere Artikel zu Rockband oder Guitar Hero lesen. Das Spielprinzip hat sich bei Lego Rockband nicht verändert. Allerdings frage ich mich an dieser Stelle, ob es auf dem Musikmarkt nicht einfach schon zu viele Spiele dieser Art gibt. Alleine dieses Jahr wurden die Spieler überhäuft mit diversen Games. Rockband Beatles, Guitar Hero 5, Guitar Hero Greatest Hits sind nur ein paar, die 2009 erschienen sind. Kann an dieser Stelle Lego Rockband eine Alternative bilden oder ist es wie immer dasselbe, mit der Ausnahme, dass hier alles im Lego Universum spielt?


Ein großer sichtbarer Unterschied ist der Schwierigkeitsgrad. Klar richtet sich die Grafik eher an die jüngere Generation, aber das ist nicht das Einzige. Es gibt einige Hilfen, die hier eingebaut wurden, um den Gelegenheitsspielern oder sogar den Neuanfängern Einiges zu erleichtern. Denn diese hatten bei den meisten bisher erschienenen Musikspielen ein Problem mit der Schwierigkeit. So gibt es zum Beispiel einen Automatismus, der das Basspedal automatisch drückt. Für einen richtigen Schlagzeuger ist dies natürlich Hochverrat, aber man muss es ja nicht aktivieren. Ebenso wurde der neue Schwierigkeitsgrad „Superleicht“ eingeführt. Spieler, die wirklich neu anfangen und nicht so viel mit dem Gitarrenkontroller anfangen können, dürfen hier ein wenig üben, denn nun ist es wirklich kinderleicht. Lasst euch allerdings nicht davon leiten, denn es Profis erwarten einige Songs, die nicht ganz so einfach sind und sie sogar fordern werden.

Leider gibt es im gesamten Spiel nur 45 Songs, die Auswahl ist bei den großen Brüdern um einiges höher. In meinen Augen ist dies ein Frevel, denn wenn es andere vorher erschienene Musikspiele schon gut vormachen, so sollte man auf diesen Zug auch aufspringen. 60 hätte ich mindestens erwartet! Allerdings muss ich zugeben, dass die Musikauswahl in meinen Augen mehr als gelungen ist. Neben den Kaiser Chiefs mit „Ruby“ gibt es auch „We will rock you“ von Queen, den Crocodile Rock von Elton John und auch gute Lieder von anderen Interpreten wie The Hives, Bryan Adams, David Bowie und Pink!

Nebenbei kann man aber auch die Lego Rockband Songs exportieren, so dass man sie in Rockband 2 spielen kann. Allerdings ist dies, ebenso wie bei Teil 1, kostenpflichtig. So kann man dann alle 45 Songs importieren, ist aber auch 800 Microsoft-Punkte los. Generell find ich es okay, allerdings bekommt man beim Export von Rockband 1 mehr Songs für den gleichen Preis.

Natürlich kann man sich online neue Songs downloaden, die meisten kosten 160 Microsoft Punkte, es gibt aber immer Schnäppchen, die es günstiger gibt. Kennt man den Song nicht, so kann man ihn vorher Probehören, so dass man keinen Mist kauft. Die Auswahl ist mittlerweile unglaublich groß, so kann man sich jederzeit seine eigenen besten Songs downloaden, wenn das Geld im Geldbeutel stimmt.

Wie bei Rockband kann man einzelnen Songs spielen, eine Karriere eingehen oder aber im Mehrspielermodus gemeinsam rocken. Vorher sollte man sich seinen Rocker und seine Band erstellen. Hier gibt es eine Auswahl an verschiedenen Legofiguren, die ich dann einkleiden kann und mir im Spiel noch mehr Klamotten und Gimmicks freispielen kann.

Auch wenn die ganzen Musikspiele alle nach dem gleichen Schema ablaufen, so macht das ganze Spiel doch unglaublich Spaß, natürlich zusätzlich weil alles in Lego Grafik dargestellt wird. Es gibt einige Anspielungen auf das Musikgeschäft, da bleibt kaum ein Auge trocken. Die Lachmuskeln werden zwar nicht strapaziert, jedoch kommt man immer wieder ins Schmunzeln. Alleine wenn man Queen als Legofiguren sehen kann, kommt zu 100% ein Lächeln ins Gesicht!

In Lego Rockband ist alles ein wenig anders aufgebaut. Klar kann man, wie bei den anderen Musikspielen auch, eine Rockband gründen, die Klamotten auswählen, die Band umbennenen und so weiter, aber hier gibt es ein wenig mehr. Man ist in einem großen Keller, das ist unser Bandmenü. Dort kann ich nicht nur meine Tour fortsetzen, sondern auch verschiedene Mitarbeiter einstellen, die mir jeweils einen Vorteil bringen. Sobald ich einen Manager habe, steht nichts mehr im Weg. So gibt es Gimmicks, die mir mehr Punkte (=Legosteine) bei jedem Auftritt geben. Oder ich stelle eine Person ein, die mir mehr Fans zu den Auftritten bringen kann. So bekommt das Spiel eine kleine taktische Komponente. Sehr gut gemacht! Ach ja, übrigens bekommt ihr nicht nur Punkte bzw. Steine nach jedem Auftritt, sondern ihr könnt auch diverse Extras freispielen.

Neben den normalen Sopngs gibt es einige Bosskämpfe zu absolvieren. Hier ist euer Ziel zwar wieder die bunten Klötzchennoten zu treffen, aber im Hintergrund ist eine Mission zu erfüllen. In einer müsst ihr eine Krake besiegen, in einem anderen Level ein Hochhaus zum Einsturz bringen. Nebenbei seht ihr im Hintergrund sehr gute Animationen, die das Ganze schön untermalen. Die Grafik generell ist sehr liebevoll gemacht, man darf sich zwar kein High-Tech-Wunder erwarten, aber für ein Legospiel ist alles sehr schön gemacht. Über den Sound gibt es nicht viel Worte zu verlieren. Ich finde die Trackliste zwar zu klein, aber dafür sind in meinen Augen die Songs unglaublich gut ausgewählt. Alles in Allem ist der Ausflug ins Klötzchenuniversum wieder gut gelungen.

Leider muss ich auch ein großes Manko aufzeigen, denn es gibt keinen Onlinemodus. Man kann zwar bis zu viert an einer Konsole spielen, doch gibt es keinerlei Möglichkeit, mit den anderen Spielern aus dem World Wide Web zu zocken. Sehr schade, so ein Partyspiel lebt eigentlich davon, das gibt definitiv einen Abzug!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

YEAH. Ich liebe ja die Legospiele und ebenso auch die ganzen Musikspiele. Einfach die Gitarre oder das Schlagzeug auspacken und los geht’s. Die Songauswahl ist gering, aber sehr gut. Die Animationen sehen sehr gut aus, der Humor ist vorhanden, was will man mehr? Ich bin zwar der Meinung, dass es langsam reicht, die Musikspiele einfach zu kopieren, ohne dass man wirkliche Neuerungen einbaut, aber die Fangemeinde wächst und wächst. Deshalb sollten alle Musikbegeisterten, die auch Rockband oder Guitar Hero ihr Eigen nennen, auf alle Fälle zugreifen. Schön gemacht, ich hoffe Teil 2 kommt dann aber mit wirklichen Innovationen!


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positiv negativ
  • Sehr gute Songs
  • Geile Legoumsetzung mit typischen Humor
  • Schöne Zwischensequenzen
  • Schöne Personalisierung
  • Neue Spielehilfen für Anfänger
  • Coole Bosskämpfe
  • Keine Rockband 2 Importfunktion
  • Kein Onlinemodus!
  • Songexport kostenpflichtig
  • Schwierigkeitsgrad zu leicht





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