Let´s Tap

Let´s Tap

Publisher: Sega
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 19.06.2009
USK 0

Let´s Tap   05.07.2009 von Panikmike

Das neue Spiel von Sega präsentiert sich zwar mit einer relativ unspektakulären Grafik, allerdings ist die Steuerung unglaublich einfach. Hier müsst ihr nicht die Fernbedienung in die Hand nehmen, sondern ihr legt sie einfach auf einen Karton und trommelt auf diesen. Wie das alles funktionieren soll, einfach weiter klicken…

Let´s Tap ist eigentlich sehr schnell erklärt. Ihr nehmt euch einen Schuhkarton, legt eure Wii-Fernbedienung mit den Knöpfen nach unten drauf und schon habt ihr eine neue Steuerung. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Ihr navigiert euch durch das Spiel und die Menüs durch einfaches Klopfen auf die Schachtel. Der Controller fängt die Stärke der Bewegung auf und rechnet sie um. Einmal klopfen ist im Menu einen Punkt nach unten fahren, zweimal schnell klopfen ist dann bestätigen (ähnlich wie ein Doppelklick).

Let´s Tap ist aber mehr als eine neue Steuerung, es sind verschiedene Minispiele, die man eben nur so steuern kann. Die Innovation ist ein großer Vorteil für Neulinge oder Anfänger in Sachen Wii spielen. Man muss nicht viel können, um hier auch einen großen Erfolg zu haben. Es ist keine Erfharnung im Umgang mit den Controllern notwendig. So können auch unerfahrene Spieler einfach mal loslegen, denn auf einen Karton schlagen kann jeder.

Die Minispiele sind typisch Sega, minimalistische Grafik, aber einfach passend. Ihr habt nur fünf Spiele zur Auswahl, wobei sich das letzte in fünf Teile teilt.

Trommelrennen

Hier müsst ihr in verschiedenen Levels einfach von links nach rechts laufen. Habt ihr einen schönen Trommelrhythmus drauf, so läuft eure Figur schneller. Kommt ihr raus, so läuft sie zwar weiter, aber dementsprechend langsamer. Wenn vor euch Hindernisse auftauchen, so solltet ihr einfach ein wenig heftiger auf den Karton schlagen, dann springt euer Läufer darüber. Schafft so einfach den Parcours, um in den nächsten Level zu gelangen. Am meisten macht das natürlich mit mehr Spielern Spaß, alleine legt ihr schnell den Controller zur Seite. Also Leute einladen und auf geht´s…

Immer im Takt
Dieser Modus ist der einfachste, jedoch irgendwie auch der schwierigste. Wie bei den typischen Musikspielen (Rockband oder Guitar Hero) kommen Noten von einer zur anderen Seite geflogen. Im richtigen Augenblick müsst ihr die Note treffen. Es gibt drei verschiedene Stärken, also müsst ihr nicht nur einfach schlagen, sondern mit dem richtigen Gefühl. Genau das ist aber die Schwierigkeit. Dieser Modus macht sehr viel Spaß, jedoch erfordert er auch viel viel Übung.

Stabile Blöcke
Dieses Spiel kennt man vom realen Leben, es gibt ein ähnliches Brettspiel. Man hat vor sich einen Turm mit verschiedenen Blöcken. Ziel ist es einfach, gleichfarbige Blöcke zusammenzubringen. Diese lösen sich dann auf und bilden einen neuen Block. Bekommt man wiederum die Blöcke der neuen Farbe zusammen, bekommt man wieder eine neue Farbe. Dieses wird edler und edler (es beginnt mit Bronze, dann Silber, und so weiter!). Spielt man gegeneinander, so gewinnt der Spieler, der zuerst den vorgegebenen Zielblock erschaffen hat. Doch wie entfernt man die Blöcke? Ganz einfach, erst sucht man sich durch schlagen auf den Karton einen Spielstein aus, dann erneut schlagen um die Richtung zu definieren und dann vorsichtig rausziehen. Also nicht gewaltvoll draufhämmern, sondern vorsichtig trommeln. Ist einem dieser sogenannte Alchemie-Modus zu schwer, so kann man auch einen anderen Modus wählen, in dem die Sache mit den Farben und neuen Blöcken entfällt.

Sphäriker
In diesem Modus muss man sich gegen ein anderes Flugobjekt behaupten können. Das Trommeln bringt euch in Bewegung, verschiedene Sonderobjekte helfen euch gegen den Gegner. Wenn ihr stärker draufhaut, so schießt ihr auf euren Gegner eine Rakete. Wenn man den Gegenspieler vernichtet hat, so gewinnt man die Runde.

Illustrator
Dies hier ist der seltsamste, aber irgendwie netteste Modus. Man hat fünf verschiedene Spielchen zur Auswahl. Feuerwerk, Farbe, Fluss, Ballkammer und Tinte. Die Spiele sind eher sinnfrei und zum Ansehen gedacht. Man kann hier per Trommeln zeichnen, Bälle in Gläser hüpfen lassen, wieder zeichnen, Feuerwerksraketen zünden oder Fische in einem Fluss zusehen und Kreise im Wasser erscheinen lassen. Ich finde diesen Modus zwar irgendwie unsinnig, jedoch beruhigt er ungemein. Für Kinder ist das auch sehr spaßig, besonders wenn man sie einfach mal auf dem Karton rumtrommeln lässt. Denn der Lerneffekt ist durchaus da, was passiert, wenn ich bei „Malen“ stärker oder schwächer schlage. Es ist ein wenig wie die Virtualisierung beim Windows Media Player, allerdings interactiv!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich finde alleine die Idee schon gigantisch. Es ist mal was anderes als immer den Controller in die Hand zu nehmen. Vor allem weil man auch Leute mit aufs Boot holen kann, die noch nie mit einem digitalen Spiel in Berührung gekommen ist. Hier zählt rein die Devise: Schlicht und einfach, aber genial. Auch wenn die Grafik und der Sound nicht so das Gelbe vom Ei sind, macht Let´s Tap immer wieder Spaß. Es ist ein Spiel für die ganze Familie und der Preis von nicht mal 30 Euro ist auch ein Grund, sich es sofort zu kaufen. Viel Spaß beim Schuhkarton-Trommeln.


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positiv negativ
  • Geile neue Steuerungsidee
  • Für Jedermann sofort spielbar
  • Gute Navigation durchs Menü
  • Bis zu 5 Spieler
  • Schöner Einstiegspreis von unter 30 Euro
  • Grafik zu minimalistisch
  • Sound manchmal ein wenig nervig
  • Zu wenig Spiele
  • Beschreibung der Spiele in der Anleitung nur Englisch





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