Logic Machines

Logic Machines

Publisher: City Interactive
Genre: Knobelspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 12.06.2009
USK 0

Logic Machines   15.07.2009 von derstefan

Mit „Logic Machines“ hat sich ein weiteres Knobelspielchen auf das Nintendo DS geschlichen und versucht sich im Dunstkreis von Dr. Kawashima und Co. durchzusetzen. Kann der Titel mithalten oder reicht die Power der Maschinen dann doch nicht ganz?

Einen kühlen Kopf behalten können, logisch Denken und nicht vorschnell aufgeben. Das sind die Fähigkeiten, die einem beim Spielen von „Logic Machines“ ganz gut weiterhelfen werden.  Die Story ist wie bei jedem Knobelspiel (wenn überhaupt vorhanden) sehr kurz gehalten:  Der Pharao Richamon war der wohlhabendste und ehrfurchtgebietendste aller Pharaonen. Nach dem Tod wurde er in einer Pyramide aufgebahrt. Diese wurde mit tödlichen Fallen gesichert und es wurden auch haufenweise Schätze darin gebunkert. Euer Job: Bergt alle Schätze in der Pyramide in 91 Levels mit variablem Schwierigkeitsgrad. Zu eurer Seite steht euch ein Fremdenführer der mich irgendwie an Steven Spielberg, verkleidet als Indiana Jones erinnert und euch unterstützend zur Seite steht. Zu Anfang eines Levels werdet ihr von ihm über die zu lösende Aufgabe informiert und erhaltet Tipps, welche Gegenstände ihr dazu zur Verfügung habt und wie man diese einsetzt. Insgesamt gibt es über 30 verschiedene Objekte und Fallen, die man dazu einsetzen muss, das Level-Ziel zu erreichen.

Ihr findet auf dem oberen Bildschirm das komplette Level abgebildet, mit allen Gegenständen die in dem Level schon fest integriert sind. Im unteren Bildschirm seht ihr einen Ausschnitt des Levels, in dem ihr die zusätzlichen Objekte einfügen könnt. Im ersten Level müsst ihr zum Bespiel folgendes Rätsel lösen. Ihr seht im Level eine Marmorkugel und einen Eimer. Die Aufgabe ist nun... naja, recht leicht zu erraten. Die Marmorkugel muss in den Eimer befördert werden. Als Hilfsmittel steht euch im Inventar ein Brett zur Verfügung. Okay, das ist easy. Das Brett wird mit dem Touchpen von mir so auf den Bildschirm gesetzt, dass die Kugel nach Drücken der Playtaste so runterfällt, dass sie nach einem Abpraller auf dem Brett in den Eimer fällt. Und Tschakka!, Level 1 ist gelöst.
 

Die Hilfsmittel sind übrigens immer vorgegeben und in jedem Level anders. In einem anderen Level zu einem späteren Zeitpunkt sehe ich eine Art Gewehr, eine Holzkugel, eine Wippe und eine Skarabäenkugel, die von 3 Seiten geschützt ist. Diese Kugel muss nun aber zerstört werden. Inventarcheck: Ein Gewicht und eine Eisenkugel. Hm, „kurz“ nachgegrübelt: Wie wärs, wenn ich jetzt die Holzkugel auf die eine Seite der Wippe lege, das Gewicht auf die andere Seite runterfallen lasse und dadurch die Holzkugel hochfliegen lasse. Dann fliegt sie in das Gewehr, wird abgeschossen und schiebt die andere Holzkugel so an, dass sie die Skarabäenkugel zerstört. Was für ein langer, komplizierter Plan... Ich drücke also den Play-Knopf rechts unten auf dem Bildschirm in freudiger Erwartung uuuund voilà: Nix da. Ich hab die Holzkugel nicht richtig positioniert. Also nochmal: Holzkugel noch ein bisschen weiter nach rechts gesetzt und nochmal den Playknopf gedrückt. Und siehe da: Es funktioniert. Yes!

Wie ihr euch denken könnt, werden die Aufgaben im Laufe des Spiels nicht einfacher. Die Schwierigkeitsgrade der Levels schwanken zwar, aber in der Tendenz wird es auf jeden Fall immer schwieriger. Mit steigender Levelnummer bekommt ihr immer mehr Gegenstände zur Hilfe. Mithilfe von Motoren, Propellern, Gummibändern und vielem mehr müsst ihr nach dem allseits bekannten Trial-and-Error-Prinzip immer wieder neue Varianten probieren, um ein Level zu lösen. Das kann auch schon manchmal furchtbar nerven, da man in den späteren Levels doch sehr viel und vor allem lange rumprobieren muss. Aber gut: Wenn´s einfach wär, wär´s ja auch langweilig. So habt ihr ungefähr 8-10 Stunden Spielspaß am gesamten Spiel. Für ein bisschen mehr Wiederspielwert sorgt die Punktefunktion. Je schneller ihr ein Level abräumt, desto mehr Punkte bekommt ihr. Es gibt auch ein Erfolgssystem das euch belohnt, wenn ihr zum Beispiel das Tutorial komplett durchspielt, eine perfekte Punktzahl bei einem Rätsel im ersten Versuch schafft oder auch einen etwas abgefahrenen Erfolg schafft: Löse ein Rätsel beim 25. Versuch. Na prima ;-).
 

Sobald ihr eine bestimmte Anzahl von Levels gemeistert habt, schaltet ihr eine Aufgabe im 2. Modus, dem Herausforderungsmodus frei. Hier ist eure Aufgabe Gottheiten zu besiegen, in dem ihr deren gestellte Aufgaben meistert. Dies spielt sich sehr ähnlich wie die normalen Levels, ist also nicht die Wahnsinnsherausforderung.

Grafisch ist das Spiel allgemein nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Der Sound ist natürlich ägyptisch geprägt und unterstreicht das Pyramidenfeeling. Ein bisschen hat mich die Steuerung gestört: Beim Drehen der einzelnen Hilfs-Elemente, hakt es an manchen Stellen ein wenig. Die Gradzahl der Drehung von Gegenständen ist mir teilweise zu grob eingeteilt gewesen, ich habe da schon manchmal ein wenig das DS drehen und biegen wollen. Vom Stil her kann man es mit „Professor Heinz Wolff's Gravity“ oder „Crazy Machines“ für das DS vergleichen, eben ein Baukastenspiel, nicht nur für Jungs.


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Logic Machines ist ein nettes Spiel für zwischendurch, wie die meisten DS-Knobelspiele. Man wird es bestimmt nicht jeden Tag rausholen, aber für die Überbrückung von Wartezeiten oder die Mittagspause ist es ein netter Titel. Der Publisher hat sich auch dazu durchringen können, keinen Vollpreistitel daraus zu machen, ihr bekommt es also ungefähr zum Preis von einem halben „Mario Kart“. Wer so ein Baukastenspiel also noch nicht besitzen sollte, der kann hier in diese Welt zum fairen Preis reinschnuppern.


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