Männer. Doch die Stärkeren!

Männer. Doch die Stärkeren!

Originaltitel: Sport Science
Genre: Dokumentation
Regie: Parthenon
Hauptdarsteller: Shaquille O´Neal
Laufzeit: 550 Minuten
Label: Sunfilm Entertainment
FSK 0

Männer. Doch die Stärkeren!   01.11.2012 von Torsten

Eine der ältesten Fragen ist die, des stärkeren Geschlechts. Für alle, die sich diese Frage auch weiterhin stellen, bitte oben rechts auf das große Kreuz drücken, lest Euch lieber die Filmkritik zum neuen Janosch-Film durch. All diejenigen, die bereits wissen, dass Männer sich in Sachen Körperkraft und Verrücktheit niemals ernsthaft vom anderen Geschlecht herausfordern lassen, dürfen gerne weiterlesen. Und wir steigern die Sache noch. Hier treten Männer nicht nur gegen andere Männer an, sondern sie treten auch den Kräftevergleich gegen Maschinen an. Also den Eiweiß-Shake in klassischer Geschmacksrichtung angerührt und den Testosteron-Spiegel mit ein paar Liegestützen und Kniebeugen angehoben. Erst dann die erste Blu-ray der Staffel in das Abspielgerät legen ...

 

Worum geht es hier eigentlich? Das Cover mit dem ansehnlichen Typen, der mit nacktem Oberkörper und einer Kette posiert, deutet auf einen zwiespältigen Film hin, der sich eventuell auch mit gleichgeschlechtlicher Liebe beschäftigen könnte. Mann gegen Mann? Das kennt man doch aus dem Rammstein-Song, auch da geht es um Homosexualität. Und was es mit „Mann gegen Maschine“ auf sich hat, will man in diesem Zusammenhang lieber nicht erörtern. Alles daneben, weit gefehlt. Die Dokumentation Männer. Doch die Stärkeren! befasst sich mit skurrilen Wettbewerben und wissenschaftlich strukturierten Tests, die Ausnahme-Athleten vor ihre härtesten Herausforderungen stellen. Kann es ein NFL-Profi bezüglich seiner Schlagkraft mit der Ramme einer Spezialeinheit aufnehmen? Oder was passiert mit der Koordinationsfähigkeit, wenn man betrunken ist? Nicht alle Folgen beschäftigen sich unbedingt mit Sportarten im klassischen Sinn. So versucht einer der besten Poker-Spieler der Welt in einer Folge, einen Lügendetektor zu überlisten. Und wer hat sich nach einem Fressgelage beim opulenten Hochzeits-Buffet des besten Freundes noch nie gefragt, was da im Inneren des Körpers passiert? Platzt der Magen wirklich irgendwann? Für Rennsport-Fans dürfte das begleitete Training einer Boxen-Crew von Interesse sein. Kann es ein Team in perfekter Choreografie schaffen, den Boxenstopp mit vier zu wechselnden Reifen und einem Tankvorgang bei einem Nascar-Wagen in unter 13 Sekunden zu absolvieren?

 

Bildergalerie von Männer. Doch die Stärkeren! (8 Bilder)

Die elf Folgen haben inklusive zwei Bonus-Episoden eine Gesamtspieldauer von 650 Minuten. Die zumeist rund eine Dreiviertelstunde dauernden Folgen haben natürlich stets einen reißerischen Aufhänger, der Zuschauer dazu animieren soll, sich diese Folge überhaupt erst anzuschauen. Die Episoden an sich werden dann aber schon beinahe wissenschaftlich nüchtern dargestellt. Naja, beinahe. Denn so ganz ohne Scheinwerfer-Spots und Show geht es dann wohl doch nicht. Anhand von Analysen und erklärenden Vergleichswerten werden Maßstäbe geschaffen, um die dargebotene Einzelleistung der Hauptdarsteller in gebührendem Verhältnis zu präsentieren. Das Bild ist Blu-ray-typisch hoch aufgelöst, lediglich bei den Einspielern ist eine schwächere Bildqualität festzustellen. Beim Ton wird anstatt einer Synchronisation auf ein „Voice Over“ gesetzt. Die englische Original-Spur ist im Hintergrund also stets zu hören, während sich die deutsche Übersetzung mit erhöhter Lautstärke in den Vordergrund setzt. Die Dialoge sind allerdings jederzeit verständlich.


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Wer bei Männer. Doch die Stärkeren! eine Aneinanderreihung von atemberaubenden Video-Clips erwartet, der ist bei den üblichen Best-of-irgendwas-Videos der großen Video-Portale besser aufgehoben. Bei dieser Dokumentation wird analysiert, wissenschaftlich belegt und erklärt. Keine Protzer-Show mit Dosenbier, eher eine Sendung mit der Maus in der Tim Taylor-Variante. Es bleibt eine wissenschaftliche Dokumentations-Reihe, spektakuläre Einzelaufnahmen gibt es dennoch zu bestaunen.


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