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Magic: The Gathering - Das Brettspiel
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BEWERTUNG |
28.01.2016 von Born2bewildMagic the Gathering dürfte nahezu jedem Menschen ein Begriff sein. Das Sammelkartenspiel erfreut sich auch in der heutigen Zeit noch großer Beliebtheit. Hasbro hat das Format nun in ein Brettspiel konvertiert. Ob das Ganze erfolgreich war oder ob man sich doch lieber aufs Kartenlegen beschränken sollte, erfahrt Ihr in unserem Review …
Vorabbemerkung: Da das Spiel recht umfangreich ist und wir euch nur den Gesamteindruck des Spiels vermitteln möchten, haben wir uns bei unserem Review auf die wesentlichen Regeln des Zwei-Spieler-Duells beschränkt.
Das Material und die Vorbereitung
Beim Blick auf die Verpackung macht Magic the Gathering- das Brettspiel schon einmal einen sehr guten Eindruck. Sie ist in recht hellen Farben gehalten. Der Deckel hat fünf Aussparungen die durch eine transparente Kunststofffolie einen ersten Blick auf die Planeswalker-Figuren erlauben. Auch hier ist der erste Eindruck recht gut. Die Figuren sind nicht, wie bei anderen Genrevertretern einfarbig, sondern bereits bemalt. Am Rand der Aussparungen erkennt man recht gut die Stärke des verwendeten Kartons, der sehr stabil und robust wirkt. Den Großteil der Verpackungsoberseite ziert aber ein Magier, der sich scheinbar gerade mitten im Gefecht in einer sehr düsteren Landschaft befindet. Auf der Rückseite der Verpackung ist wie üblich ein Beispielbild aufgedruckt, das potentiellen Käufern neben dem Verpackungsinhalt einen ersten Eindruck zum Spiel vermitteln soll. Der Karton lässt sich nach dem Durchtrennen von zwei Klebestreifen auf der Unterseite einfach öffnen. Nach dem Entfernen des Deckels offenbaren sich einem neben den fünf Planeswalker-Figuren nun auch die 30 leider nur einfarbigen Trupp-Figuren. Die Figuren sind aus einer leicht flexiblen Gummimischung, was Vor- und Nachteile hat. Im unteren Bereich des Truppenblisters findet sich noch ein Stapel mit den Spielkarten sowie die restlichen Spielmaterial.
Zur Spielvorbereitung sucht man sich zunächst aus der Anleitung anhand der Spielerzahl eins der drei Spielfelder aus. Nachdem die Wahl getroffen ist, steckt man die benötigten Geländeteile und Ruinen zusammen und baut das Spielfeld entsprechend auf. Anschließend sucht sich jeder Spieler einen Planeswalker aus und nimmt sich die zur Farbe dessen noch die passenden Figuren und Karten. Der zwanzigseitige Würfel wird geworfen und der Spieler mit der höchsten Augenzahl darf entscheiden, ob er beginnt oder ob sein Gegner starten muss. Abschließend legen die Spieler noch ihre Planeswalker- und Armeekarten aufgedeckt vor sich hin, mischen ihre Zauberspruchkarten und ziehen sich eine Starthand mit drei Karten. Die restlichen Karten werden als Nachziehstapel auf die Seite gelegt. Das Spiel kann beginnen.
Die Anleitung
Die Anleitung zu Magic the Gathering- das Brettspiel wirkt auf den ersten Blick mit zwanzig Seiten sehr umfangreich. Man kann jedoch mehr oder minder die ersten drei und die letzten sechs Seiten abziehen, da sie weniger eine Beschreibung als Illustrationen, das Zusammenstecken der Papp-Ruinen und den Aufbau der Spielfelder enthalten. Somit bleiben zehn Seiten, die das zwei-Spieler-Duell, auf das wir unten näher eingehen werden, und eine Seite, die eine Mehrspieler-Partie beschreibt. Insgesamt liest sich die Anleitung recht gut und es gibt viele Grafiken und Beispiele, die den geschriebenen Text veranschaulichen. Insgesamt sollte man so etwa zehn bis fünfzehn Minuten für das reine Lesen der Anleitung einplanen. Auch wenn die Regeln für versierte Abenteurer sehr logisch sind, empfiehlt es sich, die Anleitung bei den ersten Runden parat zu haben, da es sehr viel zu beachten gibt. Positiv ist, dass sie so strukturiert ist, dass man bei Fragen oder Unklarheiten sehr schnell fündig wird. Negativ ist wiederum, dass der Rundenzähler Bestandteil der Anleitung ist und somit jedes Mal beim Nachgucken die Position gemerkt werden muss.
Das Spielziel
Das Spielziel richtet sich nach dem ausgewählten Szenario. Während es beim Zwei-Spieler-Duell darum geht, die Planeswalker des Gegners zu zerstören, geht es beim anderen Modus darum, wer mit den meisten Figuren am Ende in einem bestimmten Bereich steht. Das Spielende ist entweder nach der Erfüllung des Ziels oder nach einer vorgegebenen Anzahl von Zügen erreicht. Falls das Ziel innerhalb der möglichen Züge noch nicht erreicht wurde, wird anhand der Armee- und Planeswalkerkarten der Punktewert der im Spiel befindlichen Armee ermittelt. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.
Der Spielablauf
Jeder Zug eines Spielers besteht aus fünf Aktionen, die der Reihe nach durchgeführt werden:
Ist man der startende Spieler oder hat keinen Planeswalker mehr, so beginnt man mit der zweiten Aktion. Ansonsten zieht man pro Runde eine neue Karte von seinem Nachziehstapel. Nun bestimmt man anhand der Armeekarten, mit welchem Helden oder Trupp man die folgenden Aktionen durchführt. Für die Planeswalker gibt es die Sonderregel, dass sie vor der dritten Aktion bis zu zwei Trupps oder Helden aus der Reserve beschwören können. Nun ist auch der erste Zeitpunkt, an dem man bis zu drei seiner Zauberspruchkarten ausspielen kann.
Ist die Armee ausgewählt und die gewünschten Sprüche ausgeführt geht es an die Bewegung der Figuren. Gezogen werden dürfen nur die Figuren der zuvor ausgewählten Armee. Die maximale Zugmöglichkeit richtet sich hierbei vor allem nach der auf der Armeekarte angegebenen Bewegungszahl. Weitere Faktoren sind das Aufsteigen auf Geländeerhöhungen oder das Wasser. Bei Geländeerhöhungen werden, sofern Höhe die Figur größer ist als die Erhöhung, das Feld und die Anzahl der Ebenen als jeweils ein Feld gezählt. Steigt man von einer Erhöhung ab, so können Figuren, die kleiner sind als die Erhöhung, Fallschaden erleiden. Betritt oder verlässt man ein Wasserfeld, so endet die Bewegungsaktion auf diesem Feld. Außerdem gilt es noch zu beachten, dass Felder auf denen sich gefechtsbereite Figuren oder die des Gegners befinden nicht passiert oder betreten werden dürfen. Betritt man ein Feld, an der eine gegnerische Figur grenzt, so beziehen diese Figuren Gefechtsstellung. Diese kann zwar auch wieder verlassen werden, birgt jedoch das Risiko, dass einem die gegnerische Figur Schaden zufügen kann (dies wird ausgewürfelt).
Nachdem die Helden oder Trupps in Position gebracht wurden, können die Einheiten der ausgewählten Armeekarte unter Berücksichtigung des Aktionsradius, der Gefechtsstellung und der Sichtlinie angreifen. Die Sichtlinie bedeutet, dass man aus dem Sichtfeld einer Figur heraus einen Teil des Körpers des Gegners sehen können muss. Der aktive Spieler benennt zuerst welche Figur angreift und welche verteidigt. Nun würfelt er die auf seiner Armeekarte unter Stärke angegebenen Anzahl an Würfeln zuzüglich eventueller Bonuswürfel, die er zum Beispiel durch einen Höhenvorteil oder Glyphen erhält. Anschließend wirft der verteidigende Spieler die unter Widerstandskraft angegebene Würfelzahl ebenfalls zuzüglich eventueller Bonuswürfel. Nun wird ausgewertet: Hat der verteidigende Spieler mehr oder gleich viele Schilde gewürfelt als der angreifende Spieler Waffen, so gilt der Angriff als gescheitert. Ist es jedoch umgekehrt, so zählt jedes Waffensymbol, das der Angreifer mehr hat, als Treffer und wird in Form von Schadensmarkern auf dem Sockel der Figur oder der Planeswalker-Karte vermerkt. Sobald die Anzahl der Schadensmarken die Anzahl der Lebenspunkte der Figur erreicht, gilt diese als zerstört und wird auf dem Figurenfriedhof sozusagen beerdigt.
Ist das imaginäre Gemetzel beendet, darf man nochmal Zauberspruchkarten ausspielen. Allerdings gilt es zu beachten, dass pro Zug nur insgesamt drei Zaubersprüche verwendet werden dürfen. Somit müssen die vor dem Bewegen der Figuren gespielten Sprüche berücksichtigt werden. Anschließend gilt es noch den Rundenmarker auf dem Rundenzähler um ein Feld nach vorn zu bewegen.
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Das Fazit von: Born2bewild
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