Mirai Nikki - Vol. 01

Mirai Nikki - Vol. 01

Originaltitel: Mirai Nikki
Genre: Mystery • Action • Thriller
Regie: Naoto Hosoda
Laufzeit: DVD (150 Min) • BD (150 Min)
Label: Kazé Anime Studio
FSK 16

Mirai Nikki - Vol. 01   16.12.2018 von MarS

Die 26-teilige Animeserie Mirai Nikki, basierend auf dem gleichnamigen Manga von Sakae Esuno, enstand bereits im Jahr 2011. Nun erscheint die Battle Royale Variation dank Kazé Anime endlich auch im deutschsprachigen Raum, und wir haben und die erste von insgesamt fünf Volumes für Euch angesehen...

 

Inhalt

 

Yukiteru "Yukki" Amano ist ein Einzelgänger und hat auch keinerlei Interesse am Kontakt zu seinen Mitschülern. Viel lieber führt er ein Tagebuch über die Ereignisse seines Tages auf seinem Handy oder flüchtet sich in seine Traumwelt, in welcher der Gott Deus Ex Machina und dessen Assistentin Murmur seine eigenzigen Freunde sind. Yukkis Leben wird plötzlich jedoch um einiges schwieriger, als ihm Deus Ex Machina verkündet, dass sein Handy-Tagebuch ab sofort seine Zukunft voraussagen könne. Zunächst schenkt Yukki dem Wesen aus seiner Traumwelt keinen Glauben, doch schon bald muss er feststellen, dass er nun auch in der Realität in der Lage ist, die kommenden Ereignisse auf seinem Handy zu sehen. Die Begeisterung darüber verfliegt allerdings ebenso schnell wie sie gekommen ist, als Yukki bemerkt, dass er nur einer von insgesamt 12 anderen Menschen ist, welche über die selbe Gabe verfügen. Auch seine Klassenkameradin Yuno ist eine der 12, eine Stalkerin, die bis über beide Ohren in Yukki verliebt ist. Die entpuppt sich allerdings als große Hilfe, denn zwischen den 12 läuft ein Spiel auf Leben und Tod, dessen Gewinner am Ende die Nachfolge von Deus Ex Machina antreten soll...

 

Freunde der gepflegten, gerne auch etwas deftigeren Unterhaltung, hier komm Mirai Nikki. Die Serie hält sich gleich in der ersten Volume nicht lange mit großen, ausschweifenden Erklärungen auf, sondern zieht bereits nach einer kurzen, erst einmal völlig ausreichenden Einleitung das Tempo direkt an, und auch im weiteren Verlauf wird auch nur kurzzeitig die Bremse betätigt. Was den Zuschauer hier erwartet ist ein rasanter Mix aus skurrilen Figuren, bluttriefender Action und einer spannenden Geschichte, die dank ihrem Zukunftselement extrem viele unterschiedliche Facetten und damit immer wieder auch unerwartete Überraschungen bereithält. Nachdem es sich hier überwiegend um einen Action-Anime handelt darf man natürlich keine Höchstwerte in den Kategorien Anspruch oder Tiefe verlangen, dennoch weisen gerade die Hauptfiguren eine schöne Charakterisierung auf. Im Gegensatz zum naiven Angsthasen und Einzelgänger Yukki, der recht schnell nervende Züge annimmt, überzeugt hier vor allem die Figur der Yuno. Die nämlich ist extrem vielseitig und absolut nicht zu durchschauen, wodurch sie der bislang interessanteste Charakter in Mirai Nikki ist. Zudem sorgt ihr Mix aus niedlichem Aussehen und psychopathischen, gewalttätigen Ausbrüchen auch für die unterhaltsamsten, gleichzeitig aber auch gorelastigsten Actionsequenzen innerhalb der ersten sechs Episoden. Passend zum finsteren, brutalen Handlungsverlauf gesellt sich auch ein nie überladen wirkender Ecchi-Anteil zur Inszenierung, der gemeinsam mit den blutigen Fights nicht nur die Freigabe ab 16 Jahren rechtfertigt, sondern damit auch die Zielgruppe festlegt. Für Kinder ist Mirai Nikki nämlich definitiv absolut ungeeignet. Damit das Ganze jedoch nicht zu heftig auf den Zuschauer einwirkt, wurde selbstverständlich auch dezenter Humor eingesetzt, um das Geschehen hin und wieder etwas aufzulockern. Dieser geht konsequenterweise meist zu Lasten von Yukki, der es böse gesagt als Weichei unter knallharten Kämpfern wie beispielsweise einem Polizisten, einem blinden Möchtegern-Superhelden, einer Sektenführerin oder einer von Bomben faszinierten Terroristin auch gar nicht anders verdient hat...

 

Die Gestaltung von Mirai Nikki ist gelungen, wenn auch nicht auf dem höchsten Niveau. Charakterdesings und Settings sind zwar abwechslungsreich, strotzen allerdings nicht gerade vor Details, sondern beweisen ihre Stärken überwiegend in den Close-Ups der Gesichter. Hier strahlen die Augen eine hervorragende und realitätsnahe Emotionspalette aus, ansonsten bleibt die Optik größtenteils eher schlicht gehalten. Insgesamt ist die Serie sehr farbenfroh, wechselt aber wo benötigt auch in atmosphärische, deutlich düstere Bilder oder in farblich stilisierte Szenen in der Welt von Deus Ex Machina. Musikalisch liefert Mirai Nikki eine breite, ansprechende Palette diverser Genres, die durch die Bank sehr gut mit dem Geschehen harmonieren. Opening- und Ending-Song gehen beide sehr gut ins Ohr und passen perfekt zur rasanten Inszenierung. Mal wieder sehr gut gelungen ist die deutsche Synchronisation.

 

Bildergalerie von Mirai Nikki - Vol. 01 (8 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray bietet ein scharfes, gut kontrastiertes Bild sowie eine kräftige Farbgebung. Die Kanten bleiben auch bei schnelleren Bewegungen sauber. Die Tonspur konzentriert sich wie gewohnt auf den vorderen Boxenbereich, entfaltet dort aber eine gute Dynamik. Die Signalortung sowie die Trennung der Kanäle sind zu jeder Zeit ansprechend, die Soundausgabe kraftvoll. 

 

Episodenguide

 

  • Episode 01 - Ein neuer Vertrag
  • Episode 02 - Bedingungen des Vertrags
  • Episode 03 - Ein frühes Dilemma
  • Episode 04 - Manuelle Eingabe
  • Episode 05 - Sprachnachricht
  • Episode 06 - Vibrationsalarm

 

©Sakae ESUNO・KADOKAWA SHOTEN CO.,LTD./Twelve Future diary holders


Das Fazit von: MarS

MarS

Mirai Nikki - Vol. 01 liefert den rasanten Einstieg in eine interessante Battle Royale Variante und überzeugt sowohl durch die blutigen Actionsequenzen als auch die tollen, teils sehr skurrilen Figuren. Aufgelockert durch Humor und Ecchi-Elemente bieten bereits die ersten sechs Episoden tolle Unterhaltung mit zahlreichen Schauwerten. Ich persönlich hoffe, dass sich die Hauptfigur Yukki in den kommenden Volumes noch weiter entwickeln wird, denn momentan wirkt er noch sehr unpassend. Im Gegensatz dazu weiß jedoch Yuno umso deutlicher zu gefallen und kann trotz ihrer undurchsichtigen, psychopathischen Art die Sympathien auf ihre Seite ziehen. Die nächste Runde von Mirai Nikki kann gerne kommen, denn sollte die Serie ihr (zugegeben etwas trashiges) Niveau weiterhin halten können, dann wird daraus bestimmt ein echtes Action-Highlight.


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