Muay Thai Killer

Muay Thai Killer

Originaltitel: Hanuman klook foon
Genre: Action • Fantasy • Martial Arts
Regie: Sukchai Sriboonmark
Hauptdarsteller: Brahim Achabbakhe • Dean Alexandrou
Laufzeit: DVD (98 Min)
Label: Mr. Banker Films
FSK 18

Muay Thai Killer   01.03.2019 von MarS

2011 schon einmal unter dem Titel The White Monkey Warrior veröffentlicht, erschien der thailändische Actioner Hanuman Klook Fon aus dem Jahr 2008 nun in einer DVD-Neuauflage mit dem eingängigen Namen Muay Thai Killer...

 

Inhalt

 

Die heilige Mahayantra-Schrift besagt, dass es geheimnisvolle Tätowierungen gibt, die ihrem Träger mystische Kräfte verleihen und zu einem Bang-Rajan Krieger machen. Diese Krieger stehen vor der Wahl, ob sie ihre Kräfte für das Gute, oder das Böse einsetzen wollen. Die Geheimnisse der Tätowierungen gelten längst als verschollen, doch der Waisenjunge Yod wurde von seinem einstigen Lehrmeister in der Kunst des Bang-Rajan unterwiesen, kurz bevor dieser ermordet wurde, und verfügt selbst über eine Tätowierung. Das ruft eine Gruppe ausländischer Kämpfer auf den Plan, die ebenfalls geschult in der Kunst des Bang-Rajan sind, und deren Herr Yods Tätowierung um jeden Preis in seinen Besitz bekommen will. Während sich Yod wie gewohnt um die Kinder eines Waisenhauses kümmert, rückt die unbekannte Gefahr immer näher...

 

Denk man an einen Martial-Arts Streifen aus Thailand, dann kommt einem sofort Tony Jaa in den Sinn. Doch weit gefehlt, denn Muay Thai Killer schafft es in keinem einzigen Bereich, auch nur annähernd den Filmen des inzwischen weltweit bekannten Kampfsportlers das Wasser zu reichen. Überhaupt ist es eigentlich unmöglich, dem Film etwas Positives abzugewinnen, denn hier stimmt einfach rein gar nichts. Eine völlig sinnlose, unzusammenhängende und wirre Geschichte, langweilige, absolut unspektakuläre Fights und Kampfchoreografien, alles was einen Actionfilm ausmacht, sucht man hier völlig vergeblich. Garniert wird der absurde Streifen dazu noch von völlig austauschbaren, talentfreien Darstellern, grottenschlechtem CGI-Einsatz, den ein 20 Jahre altes Computerspiel nicht schlechter hinbekommen hätte, sowie einer deutschen Synchronisation, die bereits nach den ersten Filmminuten die Ohren zum Bluten bringt. Jetzt könnte man natürlich versuchen, Muay Thai Killer als absichtlich schlechten Trash abzustempeln, um dem Ganzen so etwas wie gut gemeinte Unterhaltungswerte zu verschaffen, aber dafür nimmt sich der Film einfach streckenweise viel zu ernst...nur um im nächsten Moment wieder mit Slapstick und völlig überzogenen Aktionen dem Ernst wieder entgegen zu wirken. So sehr man sich als Zuschauer auch anstrengt, man findet einfach nichts, das einem gefallen könnte. 

 

Bildergalerie von Muay Thai Killer (8 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Zu Beginn macht die DVD noch einen sehr guten Eindruck und präsentiert sich scharf und ansprechend detailliert. Leider verschwindet dieser positive Ersteindruck im weiteren Verlauf, denn dann schwankt das Bild zwischen schwammig, überkontrastiert, verrauscht und trüb. Auf Grund der wechselhaften Bildqualität hat es den Anschein, als ob gefühlt 20 verschiedene Kameras zum Einsatz kamen, die alle abweichende Bilder geliefert haben. Auch die Tonspur bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm, denn vor allem die Sprachausgabe klingt sehr aufgesetzt und asynchron. Die Actionszenen klingen da schon etwas besser, verzichten aber trotzdem auf eine klare Signalortung oder saubere Kanaltrennung.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Muay Thai Killer ist der zweite Versuch, den gleichen Film unter die Leute zu bringen, ist dabei aber wohl genauso zum Scheitern verurteilt wie die Erstauflage. Der thailändische Martial-Arts Streifen bietet in keiner Sekunde auch nur einen Hauch von Unterhaltungswerten, und selbst die Fights selbst sind völlig daneben. Muay Thai Killer hat sich seinen Ouch-Award redlich verdient, denn wer den Film anschaut hat definitiv mehr Schmerzen, als jeder der Fußtritte und Handkantenschläge in diesem Werk je verursachen könnten...


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