Naruto Shippuden: Die Erben des Willens des Feuers

Naruto Shippuden: Die Erben des Willens des Feuers

Originaltitel: Gekijoban Naruto Shippuden Hi no Ishi o Tsugu Mono
Genre: Anime • Action
Regie: Masahiko Murata
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (96 Min)
Label: KSM Film
FSK 12

Naruto Shippuden: Die Erben des Willens des Feuers   02.12.2016 von LorD Avenger

Als immer mehr Shinobi mit mächtigen Kekkei Genkai verschwinden, gerät Konohagakure unter Verdacht, da nur sie verschont geblieben sind. Durch diese Unruhen droht ein weiterer Weltkrieg auszubrechen. Doch hinter alldem steckt Hiruko, ein abtrünniger Shinobi, dessen Plan es ist, fünf verschiedene Kekkei Genkai zu absorbieren, um mit dieser Macht die Welt zu kontrollieren. Zum Ziel fehlt ihm nur noch Kakashis Sharingan. Dieser fasst mit Tsunade einen tragischen Entschluss: Er will sich für sein Dorf opfern und sich Hiruko stellen. Das kann Naruto nicht zulassen! Fest entschlossen widersetzt er sich allen Anweisungen und zieht los, um Kakashi zu retten. Können Naruto und seine Freunde Kakashis Leben retten, Hiruko aufhalten und einen weiteren Krieg zwischen den Ländern verhindern?

 

Mit den Naruto-FIlmen springen wir ein wenig hin und her durch die Geschichte, wodurch dieser Streifen wieder relativ früh in der Handlung der Serie zwischengeschoben wird. Einige Charaktere, an deren Tod man sich bereits gewöhnt hat, tauchen nun wieder auf - was aber keinesfalls ein unwillkommenes Widersehen ist. Einer davon ist einer meiner liebsten Naruto-Charaktere. Im Gegenzug droht aber ein anderer meiner Favoriten hopps zu gehen und das passt mir so gar nicht!

 

Movie 3 beginnt ähnlich wie Movie 2 mit einem (drohenden) Angriff auf Narutos Heimatdorf. Dieses Mal ist die Bedrohung allerdings so groß, dass die Führungsebene und Super-Ninja Kakashi gemeinsam beschließen Letzteren auf einen Kamikaze-Einsatz zu schicken. Und hier liegt auch direkt der Hund begraben. Kakashi ist einer der mächtigsten und wichtigsten Kämpfer des Dorfes und der Hokage (der Dorf-Chef) beschließt ihn ohne mit der Wimper zu zucken zu opfern. Ich dachte, ich traue meinen Augen und Ohren nicht! Nicht nur passt das überhaupt nicht zum Hokage und eigentlich auch nicht wirklich zu Kakashi, man versteht auch gar nicht warum. Ein völlig neuer Antagonist taucht aus dem Nichts auf, wird kaum vorgestellt und alle haben direkt so viel Angst vor ihm, dass zu derart extremen Maßnahmen gegriffen werden muss? Auch wenn sein Charakterdesign zu wünschen übrig lässt, so ist die Geschichte um seine Macht doch zumindest im Ansatz sehr interessant - umso ärgerlicher, dass sie nicht vernünftig gewürdigt wird und seine Beweggründe mit höchst unzufriedenstellend, kaum ein paar Minuten langen Flashbacks zu erklären versucht werden. Man bekommt nicht mal die Chance eine Verbindung zu ihm aufzubauen, welcher Art auch immer - abgesehen von Gleichgültigkeit.

 

Ebenso sind die Kämpfe, eines der wichtigsten Elemente von Naruto, sehr mau ausgefallen. Nicht nur kommt kein frischer Wind mit neuen Techniken oder Variationen hinein, man bedient sich nicht einmal irgendwelcher coolen cleveren Taktiken, wie wir dass von den Ninjas gewohnt sind. "Hau drauf" lautet hier die Devise und die mag so gar nicht zu Naruto passen.

 

Bildergalerie von Naruto Shippuden: Die Erben des Willens des Feuers (14 Bilder)

Optisch bewegen wir uns hier zudem nicht auf Kino-, sondern höchstens auf Fernseh-Niveau. Wenn es etwas schneller zugeht gehen schnell die Details in den Zeichnungen flöten und einige Animationen erinnern mehr an einen unheimlichen Anime wie Death Note mit Gesichtsaufnahmen in Fischaugenoptik und durch die Perspektive langgestreckte Gliedmaßen.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Eine Naruto-Geschichte, die man getrost übergehen kann. Womöglich hätte die Story Potenzial gehabt, aber anstatt den Schurken näher zu beleuchten mit seiner Verbindung zu Kakashi und zum Dorf, bleibt die Kamera sozusagen an Hauptfigur Naruto haften und verfolgt ihn dabei, wie er verzweifelt seinem Lehrer hinterherjagt und seine Freunde versuchen ihn aufzuhalten. Auch die Gegenüberstellungen von Freund und Freund hätte interessanter aufgezogen werden können, wie man in der Anime-Serie viele Male sehen konnte, doch hier sind die Kämpfe genauso langweilig wie die Geschichte. Nicht einmal der Antrieb der Geschichte, Kakashis Aufopferung, macht auch nur den geringsten Sinn, da wir die Angst vor dem Gegner nicht nachvollziehen können und beim finalen Showdown auch sehen, dass diese völlig ungerechtfertigt war... Eine totale Pleite.


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