Naval Assault

Naval Assault

Publisher: 505 Games
Entwicklerstudio: Artech Studios
Genre: Action
Sub-Genre: Unterwasser-U-Boot-Action
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 11.06.2010
USK 12

Naval Assault  20.06.2010 von Panikmike

Endlich mal wieder ein Shooter, bei dem man nicht als Soldat rumlaufen muss. Das Genre der Unterwasser-Action wird leider von den wenigsten Herstellern für die Konsolen beachtet, umso mehr freute ich mich, als Naval Assault bei mir im Briefkasten lag. Ob 505 Games ein gutes Spiel erschaffen hat? Lest einfach weiter!

Am Anfang…
…gibt es natürlich ein Tutorial, in dem mir die Steuerung des U-Boots gezeigt wird. Es dauert nicht lange und man hat alles verinnerlicht. Da Naval Assault keine Simulation sondern ein Actionspiel ist, muss man auch nicht viel Komplexes machen und die Tasten des Kontrollers reichen aus. So kann man mit dem Steuerkreuz auf- bzw. abtauchen, je nachdem in welche Richtung man drückt. Es gibt insgesamt drei Tauch-Stufen: Einmal tief im Wasser, einmal in Periskoptiefe und zu guter Letzt an der Wasseroberfläche. Für Simulationsfans wäre dies viel zu linear, da man die Tiefe nicht selbst wählen kann. Doch wie schon erwähnt, ist es ein Actionspiel und da reichen die Möglichkeiten total aus. Mit dem linken Stick kann man das U-Boot steuern, mit dem rechten bewegt man das Fernglas bzw. die Sicht. Ist man an der Wasseroberfläche, so kann man mit dem Bordgeschütz schießen oder einen Torpedo abfeuern – dies geht natürlich auch in Periskoptiefe. Bleibt man beim Abschuss eines Torperdos auf der Feuertaste, so kann man den Torpedo auch noch leicht korrigieren, falls er in die falsche Richtung schwimmt! Zu guter Letzt kann man mit LB und RB noch die Geschwindigkeit des Bootes steuern, hier gibt es Stillstand und jeweils drei Geschwindigkeiten vorwärts und rückwärts. Das war es dann auch schon, was will man mehr?! Die Steuerung ist gut, einfach und effektiv.

Die Missionen…

…werden jeweils durch einen sehr schönen Film eingeleitet. Dieser ist eine Kombination aus realen Filmmaterialien und eingemischten Animationen. So zeigen die Sequenzen die Geschichte und erklären die Aufgabe, die wir in der jeweiligen Mission erledigen müssen! Auch wenn die Einleitung immer kurz und knackig ist, so macht das Anschauen Spaß und ist nicht überladen. Hätte man die Filme länger gemacht, so würden viele Spieler diese wegklicken bzw. überspringen. Auf diesem Weg schaffen es die Programmierer von 505 Games, eine perfekte Mischung aus Informationen, Animationen und Interesse zu erschaffen. Sehr gut! Abwechslung wird groß geschrieben, im Laufe des Spiels müsst ihr verschiedene Aufgaben lösen. So muss man Spionageschiffe versenken, Bomber und feindliche Flugzeuge abschießen und noch mehr. Die Missionen sind jeweils in fünf Aufgaben unterteilt, einmal müsst ihr euch in einen feindlichen Hafen schleichen, dann dort die komplette  Abwehr ausschalten und zum Schluss wieder entkommen. So sind die einzelnen Missionen kurz gehalten und man kann immer wieder mal dazwischen Pause machen. Dies ist sehr gut gemacht, da man auch mal schnell eine Mission spielen kann, ohne dafür eine Stunde vor der Konsole zu verbringen. Speicherpunkte während des Spiels gibt es dafür nicht, die werden aber auch nicht benötigt!

Diverse Situationen…

…wird der Fan aus dem Film „Das Boot“ wiedererkennen. Wird man nämlich entdeckt, so wird es brenzlig. Unten im Radar sehr ihr dann eine rote Warnleuchte, die euch signalisiert, dass der Gegner euren Aufenthaltsort kennt. Es wird dann auf euch geschossen, teilweise fliegen Bomber oder Flugzeuge in eure Richtung und versuchen, euch zu vernichten, wie aber auch die umliegenden Schiffe, die euch natürlich ebenso mit dem Bordgeschütz gen Meeresgrund bringen wollen. Taucht ihr ab, so habt ihr es aber nicht leichter, denn die Unterwasserbomben sind nicht zu unterschätzen. Ihr müsst ein wenig taktisch vorgehen und in diesem Fall zum Beispiel abtauchen, aber dann zusätzlich die Geschwindigkeit drosseln, da euch der Gegner dann nicht einfach per Sonar orten kann. Legt sich die Gefahr, dann wird der Status gelb, was aber nicht heißt, dass ihr nun schon wieder in Sicherheit seid. Der Gegner weiß im Moment nur nicht, wo ihr euch befindet. Färbt sich alles wieder grün, so seid ihr in Sicherheit und könnt eure Mission fortsetzen. Doch aufgepasst, der Gegner sieht euch oftmals schneller, als euch lieb ist. Ebenso müsst ihr überlegen, mit welcher Geschwindigkeit ihr dem Feind gegenübertretet. Nur an der Oberfläche kann man richtig schnell fahren, je tiefer man ins Wasser taucht, umso langsamer wird euer U-Boot. Wie oben aber schon erwähnt, hilft euch das wiederrum, dass ihr eher unentdeckt bleibt. Fahrt ihr allerdings immer schleichend durch die See, entkommen euch eventuell die Schiffe und ihr könnt die Mission nicht abschließen oder ihr schafft es nicht, alle Sterne zu sammeln. Es gilt einfach, die richtige Mischung zu finden.

Apropos Sterne,…
…bei jeder Mission kann man welche sammeln, mit denen man dann bessere U-Boote freischalten kann. Es ist selbst im einfachen Schwierigkeitsgrad nicht leicht, alle fünf Sterne zu ergattern. Für Enthusiasten heißt dass, die Missionen wiederholen, bis man sie fast auswendig kennt und die kompletten Sterne abgreifen kann. Dies muss man aber nicht machen, man kann im Laufe des Spiels auch so Sterne bekommen, um seine neuen U-Boote freizuzspielen. Jedoch sollte man sich hier auch Zeit nehmen, denn hin und wieder ist die Mission schon vorbei, aber man kann weitermachen und noch Bonusziele zerstören, um eine bessere Wertung zu erreichen.

Mehrspielermodus?
Gibt es, doch leider konnte ich ihn nicht testen, da zu nie jemand online war. Der Hersteller verspricht jedoch spannende vier Spieler Battles auf fünf verschiedenen Karten. Man kann sich noch auf einen Sieg nach Punkten (3, 5 oder 10) oder auf Zeit einigen, mehr gibt es leider nicht einzustellen. Leider fand ich keine anderen Mitspieler, die meinen Spiel beitreten wollten.

Die Optik…
…des Spiels ist beim ersten Hinschauen gut, leider kann man dies bei genauerem Betrachten nicht mehr sagen. Die Grafik an sich ist ok, doch für heutige Verhältnisse ist sie gerade Mal brauchbar. Das Wasser zum Beispiel sieht super aus, doch leider wirkt es,  als wäre das Wasser mit Öl bedeckt. Auch die Schiffe und Flugzeuge können sich von Weitem sehen lassen, doch betrachtet man sie aus der Nähe, so sieht man eckige Polygone und Pixelunschönheiten. Ebenso sind die Effekte nicht gerade das Gelbe vom Ei, wenn zum Beispiel ein Tanker untergeht, dann sieht es leider sehr unspektakulär aus. Man sieht ein wenig Feuer und Flammen und langsam sinkt es. Mir fehlen hier die Explosionen und detailreichere Effekte. Doch Naval Assault hat auch schöne Sachen zu bieten, denn wenn man zum Beispiel auftaucht, dann spritzt Wasser auf die Kamera! Solche Details gibt es leider zu wenige.

Bei der Musik…

…und den Effekten ist es leider ebenso. Die Klaviermusik selbst ist sehr stimmig und unterstreicht die Action des Spiels. Jedoch gibt es hier zu wenig Abwechslung. Hätte man mehrere verschiedene Musikstücke komponiert, die besser zu den verschiedenen Situationen passen würden, dann wäre es um Einiges besser. So ist die Hintergrundbeschallung zwar akzeptabel, jedoch hätte man viel mehr daraus machen können. Bei den Effekten sieht es in etwa genauso aus. Sie sind zwar gut, jedoch gibt es davon zu wenig. Das Sonar piept, der Torpedo saust leise durchs Wasser und die Bomber fliegen mit einem Brummen über einen hinweg, doch das ist dann schon fast alles gewesen. Hier wurde viel Potential verschenkt, genau wie bei der Musik. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es leider nicht, hingegen ist der englische Sprecher gut gelungen. Ist man der englischen Sprache nicht mächtig, so werden zumindest deutsche Untertitel präsentiert.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich stehe zwischen zwei Fronten. Einerseits macht das Spiel wirklich Spaß: Das Rmfahren, das Abballern der gegnerischen Flotte, das Ausweichen in den Mienenfelder und so weiter. Andererseits frustriert der Gedanke, dass es nur fünf verschiedene U-Boote gibt, die Gegner immer gleich sind und die Abwechslung im Gesamten nicht so wirklich da ist. So gebe ich dem Spiel trotzdem keine miese Wertung, da der Funfaktor vorhanden ist, auch wenn es technisch gesehen nicht auf dem neuesten Stand ist. Sehr schade ist auch, dass kein Mehrspielerspiel zustande kam, denn ich denke, dass dies sicherlich immer wieder mal Spaß macht, einen menschlichen Spieler auf den Meeresgrund zu schicken. So ist Naval Assault ein nettes Spiel für nebenbei . Außerdem muss man bedenken, dass es kein Vollpreistitel ist, sondern man dafür nur ca. 40 Euro auf den Tisch legt.


positiv negativ
  • Als Actiontitel gut...
  • Gute, einfache Steuerung
  • Schöne Videosequenzen
  • Drei Schwierigkeitsgrade
  • Kurze Missionen, die jederzeit schnell spielbar sind
  • ...als Simulation unbrauchbar
  • Nur fünf U-Boote steuerbar
  • Keine deutsche Synchronisation
  • Soundeffekte und Musik wenig abwechslungsreich





Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen