Netherworld

Netherworld

Originaltitel: Netherworld
Genre: Voodoo-Horror
Regie: David Schmoeller
Hauptdarsteller: Michael Bendetti • Denise Gentile
Laufzeit: 81 Minuten
Label: Voulez Vous (Intergroove)
FSK 16

Netherworld   06.07.2010 von Der Ohm

Ein Voodoo-Horror-Thriller der im schwülen Sumpfs-Szenario Louisianas spielt. Das hat doch durchaus Potential. Andersrum wirbt das Cover damit, dass der Bon Jovi-Keyboarder und Blues-Legende Edgar Winter zu sehen sind, was nicht zwingend für die Qualität des Streifens spricht. Ob das der Höhepunkt des Films ist oder erwartet uns eine wirklich gute Voodoo-Story?

Corey (Michael Bendetti) kehrt nach Jahren zurück zu seinem Elternhaus, eine Villa mit großen Ländereien in den Sümpfen Louisianas. Nach dem sein Vater verstarb ist er nun gekommen um sein Erbe anzutreten. Neben dem Anwesen übernimmt er auch den Diener und die Haushälterin nebst ihrer Tochter. Wie es sich für einen ordentlichen Sumpf gehört, ist neben dem Anwesen ein florierendes Bordell in einer größeren Holzhütte untergebracht. Doch der Anschein trügt. Anstatt den Gästen ein paar vergnügliche Stunden zu bereiten, werden diese für Voodoo-Rituale getötet. Die Prostituierte Dolores verfügt sogar über das Wissen die Menschen in Vögel zu verwandeln. Beim Studium des Tagebuches seines Vaters erfährt Corey über die Voodoo-Künste der hübschen Dolores und beschließt sie zu bitten, seinen Vater wieder zu beleben. Doch die Familienzusammenführung gelingt nicht so harmonisch wie erwartet...
 

Eine fliegende Steinhand die Morde begeht, eine zarte Love-Story die sich zwischen Corey und der Tochter der Haushälterin anbahnt und dazu noch die Voodoo-schwangere, schwüle Atmosphäre Louisianas. Die Story und das Setting hätten durchaus Potential einen guten Film auszumachen. Doch trotz der Bemühungen der Schauspieler gelingt es Netherworld nicht eine spannende Atmosphäre aufrecht zu halten. Die schön klassischen Splatter-Einlagen geraten zum dramaturgischen Höhepunkt des Filmes, so dass man  es kaum abwarten kann, bis die nächste kommt.

Das 4:3 Fullscreen-Bild ist ein bisschen blass und wackelig, hier und da sind ein paar Defekte auszumachen. Schärfe und Kontrast laden bei Netherworld auch nicht zum Jubeln ein. Falls euer DVD-Player über eine Upscalling-Funktion verfügt, könnt ihr das Bild leicht über das Niveau einer Fernsehproduktion heben.

Der Ton ist  auf Deutsch wie auch Englisch nur in Dolby 2.0 abgemischt, nicht untypisch für eine Direct-to-Video Produktion aus den frühen Neunzigern. Die Verständlichkeit der Dialoge ist aber durchweg in Ordnung, nur auf Surround-Effekte muss gänzlich verzichtet werden.

Wo wir schon mal beim Verzichten sind, können wir auch gleich mit dem Bonusmaterial weitermachen. Keine Angst, es ist etwas vorhanden, es wurde nur drauf verzichtet das 8-minütige Making-of als solches zu deklarieren, auf dem Cover steht unter Bonusmaterial nur „Videozone“, was nicht sehr aussagekräftig ist. An ein FSK-Logo befreites Wendecover der echt hübsch gewordenen Hülle ist gedacht worden.    


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Eigentlich hatte ich mich auf darauf gefreut diesen Film zu testen. Ich hatte vor ein paar Jahren einen Horror Film gesehen der auch in einem Voodoo Setting spielte, der mir von der Atmosphäre sehr gefallen hatte. Netherworld schafft es leider nicht eine solche Atmosphäre aufzubauen, er wird einfach nicht spannend. Die netten Splatter-Szenen sind nur rar gesät und für sich alleine auch nicht gut genug, um den Film zu retten. Der Film ist zwar sehr bemüht, aber nicht gelungen.


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