Nine Miles down

Nine Miles down

Originaltitel: Nine Miles Down
Genre: Thriller • Horror
Regie: Anthony Waller
Hauptdarsteller: Adrian Paul • Amanda Douge • Andrew Rybak
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Label: Koch Media
FSK 16

Nine Miles down   25.01.2010 von Panikmike

Regisseur Anthony Waller bringt einen Horror-Thriller auf den Markt, der es in sich hat. Die Story ist abgedreht, die Schauspieler überzeugen in ihrer Rolle und der Zuschauer ist bis zur letzten Minute gefesselt. Ihr seid fleißige Filmgucker, habt diesen Titel aber noch nie gehört? Dann mal los…

Seit ein paar Tagen ist der Funkkontakt zu einer Forschungseinrichtung mitten in der Wüste abgebrochen. Thomas Jackman (Adrian Paul) ist bei einer Sicherheitsfirma angestellt und soll der Sache nachgehen. So fährt er mit seinem Buggy zur verlassenen Station und versucht rauszubekommen, warum sich keiner der Forscher mehr meldet. Als er dort ankommt, sieht er vorerst nichts unnormales, jedoch bemerkt er schon bald nach dem Eindringen in die Quartiere Schreckliches. Die Wände sind mit Blut verschmiert, in einem Raum wurde ein Schakal geopfert und überall sind Anzeichen von Teufelsriten zu erkennen. So geht Thomas erst mal zu Bett und versucht eine Nacht drüber zu schlafen. Doch selbst in seinen Träumen sieht er grausame Bilder.

Als er am nächsten Tag aufsteht und sich noch mal alles in Ruhe ansehen möchte, staunt er nicht schlecht, als er draußen in der Wüste eine Joggerin trifft. Dr. Jennie Christianson (Kate Nauta) ist die einzige Überlebende und ist froh, dass nun Hilfe vor Ort ist. Sie berichtet Thomas, dass sich alle anderen Forscher gegenseitig umgebracht haben. Sie warnt ihn und hofft, so schnell wie möglich entkommen zu können. Bei ihren Bohrungen ins Planeteninnere haben sie etwas Böses freigesetzt. Doch Thomas bekommt per Funk mitgeteilt, dass er vor Ort bleiben soll, bis die Sicherheitsfirma Hilfe schickt. Erneut vergeht eine Nacht und Thomas und Jennie freunden sich an. Doch die Sympathie hält nicht lange an, denn Thomas erfährt über Funk, dass gar keine Frau an dem Forschungsprojekt beteiligt war. Daraufhin stöbert er in den Quartieren und findet ein mysteriöses Videoband. Darauf ist der Chef der Station zu sehen, der alle Betrachter seines Videobandes warnt. Er ist sich sicher, dass der Teufel bei der Bohrung frei kam und nun alles und jeden in die Hölle ziehen will. Er ist sich ebenso sicher, dass er jede Gestalt annehmen kann und auch alles dafür tun wird, um jeden auf der Station zu töten. Thomas ahnt schreckliches, die Puzzleteile weisen darauf hin, dass Jennie der Leibhaftige ist…

Wissenschaft gegen Religion, das ist das Thema in „Nine Miles Down“. Forschungsstationen sind schon seit einer langen Zeit vielversprechende Szenarien für Horrorfilme und Thriller. Spannung wird hier großgeschrieben, der Regisseur weiß mit optischen und auch musikalischen Mitteln, wie er den Zuseher fesseln kann. Filmfans werden einige Parallelen zu „Das Ding aus einer anderen Welt“ finden, allerdings wurden sie nicht abgekupfert, sondern sehr gut auf eine eigenständige Art und Weise inszeniert. Der Film spielt komplett in einem Forschungs-Setting, jedoch wurden hier viele Abwechslungen eingebaut. Auch hier kommt keine Langeweile auf.

Das Bild der Blu-ray ist gut gelungen. Hin und wieder kann man ein Bildrauschen erkennen, welches aber nicht besonders stört. Die Farben sind ein wenig trist, allerdings passt das auch sehr gut in das verlassene Wüstenszenario. Der Horror wird gut durch diverse kurze Szenen inszeniert, auch hier ist alles sehr gut umgesetzt. Ob nun hunderte Hände an die Autoscheibe klopfen oder aber eine schier unendliche Spiegelszene gezeigt wird, alles ist nahezu perfekt.

Abgerundet wird alles durch den Ton. Nicht nur dass die Musik spärlich, aber sehr passend aus den Lautsprechern schallt, nein, auch die Effekte sind unglaublich gut. Hat man die Surround-Anlage zu laut aufgedreht, so wird man sich nicht nur einmal erschrecken. Die Effekte kommen sehr kräftig aus der Anlage und unterstreichen ebenso das Setting. Die deutsche Übersetzung ist ok, leider sind die Dialoge ein wenig flach. Allerdings können die zwei Hauptdarsteller punkten, denn sie spielen trotz ihrer einfallslosen Wortwahl ihre Sache perfekt.

Die Extras bei „Nine Miles Down“ sind sehr gut gelungen. Hier kann sich der Zuseher lange damit beschäftigen. Es gibt verschiedene Interviews mit den Stars, ein halbstündiges Making-of, Behind the Scenes, und noch einiges mehr.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Da ich noch nie von dem Film gehört habe, freute ich mich natürlich auf einen Film, der vielleicht mit einer etwas anderen Story punkten kann. Ich hatte selbst nachdem ich den Kurztext gelesen hatte, kaum Erwartungen. Hätte ich welche gehabt, dann wären diese aber mit Sicherheit übertroffen worden, denn der Film ist einfach sehr gut. Es spielen im gesamten Projekt nur drei Schauspieler eine große Rolle, das Setting ist immer gleich und die Dialoge sind nicht wirklich gut, jedoch hat der Film so viele andere Pluspunkte, so dass er einfach unglaublichen Spaß macht. Er ist spannend bis ins letzte Detail, hat schöne Schockmomente und kann in seiner Eigenheit punkten. Für Thriller und Horrorfans kann ich ihn uneingeschränkt empfehlen, vor allem weil Kate Nauta ihre Rolle wirklich gut spielt. Auf der einen Seite ist sie sehr sexy, zum anderen hat sie den Teufel in sich. Gut gemacht Kate!


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