Obscure - The Aftermath

Obscure - The Aftermath

Publisher: Playlogic
Genre: Survival Action
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 09.10.2009
USK 16

Obscure - The Aftermath   08.11.2009 von Der Ohm

Teeny-Slasher sind seit Scream wieder groß in Mode. Was liegt da näher als klassische Horror-Survival Spiele wie Resident Evil mit diesem Filmgenre zu kreuzen. Dies hat man in „Obscure“ 2004 gewagt und es ist gelungen. Mittlerweile ist das Spiel zur Serie mutiert und Obscure - The Aftermath, hat es als Umsetzung auf die PSP geschafft. Ich habe mir die Horrororgie für die Westentasche mal für euch angeschaut.

Das Teenys immer so experimentierfreudig seien müssen. Kaum wachsen rund um der Fallcreek University seltsame schwarze Pflanzen, schon müssen die erst mal in allen erdenklichen Wegen konsumiert werden. Die mysteriöse Pflanze ruft angsteinflößende Halluzinationen hervor und löst furchterregende, real wirkende Albträume aus. Für junge Studenten noch lange kein Grund damit aufzuhören, doch schon bald kämpfen sie um ihr Leben und um ihren Verstand. Ihre Albträume scheinen Realität geworden zu seien. In wenigen Augenblicken wandelt sich eine Party in ein Schlachtfeld, ekelerregende Wesen attackieren alles Leben auf dem Campus.

Sechs befreundete Studenten überleben vorerst das Drama da sie sich noch auf den Weg zu der Feier befanden. Diese Charaktere können nun von euch gesteuert werden um hinter die seltsamen Ereignisse schauen zu können. Mit dem Analogstick des PSP bewegt ihr ein bis zwei Charaktere durch das Spiel. Jeder Charakter hat spezielle Stärken, die je nach Situation zum weiterkommen genutzt werden müssen. Zum Beispiel Corey Wilde, ein Skater dem Schmerzen nicht fremd sind. Er stammt eindeutig vom Affen ab, denn er hangelt und springt wie Lara Croft zu ihren besten Zeiten. Mei Wang dagegen ist eine Hardcore-Videospielerin, die alles hackt und knackt was nach Kommunikations- oder Sicherheitsgerät aussieht. Sie ist für das weiterkommen an elektrischen Türverriegelungen notwendig. Kenny Matthews und Sven Hansen sind die Muskelmänner im Spiel, die die schweren Gegenstände zur Seite schaffen können. Zum Schluss wäre noch Amy Brookes erwähnenswert. Die amtierende Miss Wet T-Shirt ist eine waschechte Blondine und Traum vieler Jungs. Entgegen den gängigen Klischees hat sie nicht nur in der Bluse was zu bieten, sie ist perfekt im lösen von Bildrätzeln und im entziffern von Codes. All diese Charaktere sind im Spiel notwendig.

Wege die nicht vorgesehen sind, gibt es auch nicht, diese Türen sind einfach verrammelt. Viele andere auf dem Weg zum Ziel sind mit Zahlenschloss oder einer elektronischen Verschlüsselung versehen. In kleinen Minispielen nutzt ihr zum Beispiel Mei Wangs PDA um in einem von ihr programmierten Tool verschiedene Buchstabenkombinationen auszuprobieren, zumeist Namen von bekannten Wissenschaftlern. Die Kämpfe mit den Fleischklopsen finden mit Hockeyschlägern, Baseballschlägern und auch Handfeuerwaffen statt. Leider sind diese oft unübersichtlich und nicht selten habe ich meinem Begleiter kräftig einen über die Rübe verpasst. Diese kontern dann mit einem Spruch, den ich wohl an dieser Stelle auch verdient habe. Ich hatte auch öfter Probleme an der richtigen Stelle zu stehen um Aktionen auszulösen, ein kurz aufflackerndes „Schauen“ oder „Nehmen“ und schon ist man dran vorbeigelaufen.

Die schwebende Sicht ist nicht frei wählbar und das Spiel versucht immer die ideale Ansicht zu finden. In manchen hügeligen Außenarealen grenzt dies die Blickweite stark ein. Die Grafik ist ansonsten sehr gut geworden. Die Universität erinnert an das Haus aus Resident Evil Zero, die Charaktere fügen sich gut in die Umgebung ein. Stellenweise ist es nur ein wenig zu dunkel geraten. Die gruselige Atmosphäre ist wunderbar eingefangen, alles ist schön schmutzig und blutbesudelt.

Sehr beeindruckend ist der Soundtrack gelungen, besonders das Lied im Intro hat Ohrwurmcharakter. Ein wenig leidet die Atmosphäre unter der fehlenden Synchronisation. Wenigstens sind Untertitel in Deutsch vorhanden, die weiteren Texte sind komplett lokalisiert.

Ein schönes Feature ist der eingebaute Koop-Modus in dem ihr zu Zweit auf Monsterhatz gehen könnt. Der zweite Spieler kann jederzeit über das eingeschaltete WLan dazu stoßen und den aktuell von der Konsole gesteuerten Charakter übernehmen. Eine Option die man sich in vielen Spielen wünscht.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Ich bin großer Horror-Fan, unter anderen auch von Teeny-Slashern. Umso mehr hab ich mich drauf gefreut selbst die Kontrolle in einem zu übernehmen. Die mystische Stimmung ist schnell aufgebaut und auch die Charaktere sind interessant entwickelt. Die Kameraführung ist seit jeher ein Problem des Genres gewesen, daher kreide ich das nicht all zu sehr an. Für Resident Evil oder Silent Hill Fans definitiv ein Pflichttitel.


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positiv negativ
  • Gruselige Grundstimmung
  • Ausgearbeitete Charaktere
  • Interessante Rätselpassagen
  • Probleme mit der Kamerasicht
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