Passengers

Passengers

Originaltitel: Passengers
Genre: Science Fiction • Romantik • Drama
Regie: Morten Tyldum
Hauptdarsteller: Jennifer Lawrence • Chris Pratt • Michael Sheen
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 12

Passengers   19.01.2017 von LorD Avenger

Ein Raumschiff transportiert Tausende von Menschen quer durchs Weltall. Es befindet sich auf einer Jahrzehnte andauernden Reise zu einer Kolonie auf einem fernen Planeten. Die Passagiere an Bord bleiben jedoch von der verstreichenden Zeit unberührt, denn erst bei der Ankunft sollen sie aus ihrem Kälteschlaf erwachen. Aber es kommt zu einer Fehlfunktion, wodurch der Mechaniker Jim Preston (Chris Pratt) und die Journalistin Aurora Lane (Jennifer Lawrence) lange vor allen anderen geweckt werden - 90 Jahre zu früh...

 

Die Zeitspanne seit dem Erscheinen von Der Marsianer scheint etwas kurz zu sein, um die Allein-im-Weltraum-Parallelen übersehen zu können und Gravity ist ebenfalls noch nicht lange her - dabei ist Passengers das unverkennbar uneheliche Kind dieser beiden. Ein Vorteil der daraus erwächst: Die Kinder haben stets die Möglichkeit, es besser zu machen als ihre Eltern und, zumindest was meine bescheidene Meinung betrifft, gelingt das hier auch. Dass mir Chris Pratt deutlich sympathischer ist als Matt Damon ist dabei aber nur einer der Gründe.

 

Passangers ist von seiner Handlung her dreigeteilt. Begonnen wird ohne große Umschweife auf dem eindrucksvoll entworfenem Schiff mit dem ungeplanten Erwachen von Jim. Wir sehen nie wie der gigantische Transporter startet oder wie die Verhältnisse auf der Zukunftserde sind. Der gesamte Film spielt sich in der luxuriösen Sardinenbüchse mitten im Weltraum ab. Jim erwacht also mutterseelenallein aus dem Hyperschlaf und begreift diesen tragischen Umstand nach anfänglicher Orientierungslosigkeit auch schnell. Das erste Drittel beschäftigt sich dann, genau wie Der Marsianer, mit dem vergeblichen Suchen nach einer Lösung für das Problem und nach einsamer Unterhaltung. Abhilfe bei Letzterem bieten immerhin die luxuriösen Angebote des Schiffs und der großartige Barkeeper-Android Arthur, dessen künstliche Intelligenz ihn vollkommen menschlich wirken lässt. Leider können weder der, noch andere sprechende Maschinen Jim helfen, da eine Fehlfunktion als vollkommen unmöglich galt. Nach einer beträchtlichen Zeitspanne und jeder Menge Bartwuchs beginnt das zweite Drittel mit der ebenfalls erwachenden Aurora und zwangsläufig kommt es zum romantischen Teil. Hey, beide sehen gut aus und sind die einzig wachen Menschen auf Abermillionen von Kilometern - mehr nachhelfen muss man da nicht. Im letzten Drittel gibt es dann auch endlich die übliche Weltraumkatastrophe und -action, während der die Protagonisten, die zuvor mehr Zeit hatten als ihnen lieb war, nun plötzlich eine buchstäbliche Deadline bekommen.

 

Effekttechnisch bewegen wir uns hier selbstredend wieder auf ganz hohem Niveau. Die Weltraumbilder sind nicht ganz so eindrucksvoll und überzeugend wie in Gravity, kommen aber sehr nah dran. Und ein Sightseeing-Flugmanöver an einer lodernden Sonne vorbei macht dem Zuschauer dann doch schon große Augen. Der Unterschied zum Sandra Bullock-Streifen ist aber auch, dass sich das Geschehen viel mehr im Inneren des Raumschiffs abspielt und wenn das riesige von Geschäften gesäumte Atrium flackernd zum Leben erwacht, kann man sich sicherlich auch beeindruckt zeigen. Ganz abgesehen von diversen Schwerkraftspielereien.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Passengers ist eine Symbiose aus Der Marsianer und Gravity. Der Fokus liegt hierbei ganz deutlich auf der Love-Story und ich darf freudig verkünden, dass es die mit Abstand beste und ausgefallenste ist, die ich seit Jahren sehen durfte. Nicht die typische 08/15 Liebesgeschichte, die sich in jeder Komödie oder alternativ jedem Katastrophenfilm aufbahnt - hier gibt es deutlich markantere Höhen und Tiefen, die einen sogar überraschen können. Jeder der drei Parts nach oben beschriebener Aufteilung ist äußerst gelungen und beeindruckt nicht nur durch lupenreine CGI-Bilder, sondern auch durch umwerfende schauspielerische Leistung, dummerweise lässt das Zusammenspiel der Parts etwas zu wünschen übrig. Die ersten zwei ruhigen, eher ereignisarmen Drittel stehen im krassen Kontrast zum rasanten action- und dramageladenen letzten und so gut sie in sich auch sein mögen, im Gesamtzusammenhang dauerte es etwas zu lange, bis der Pepp mit eingeflossen wurde und stellenweise führten die 1-3 Hauptdarsteller zu einer gewissen Langatmigkeit. Nichts desto trotz ist Passengers ein super Science Fiction-Film, der einfach mal etwas anderes ist - nicht zuletzt die beste Love Story seit P.S. Ich liebe dich.


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