Pioneers

Pioneers

Genre: Familienspiel • Strategiespiel
Autor: Emanuele Ornella
Illustrator: Markus Erdt
Spieleverlag: Queen Games
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Pioneers   08.02.2018 von Dante

Amerika, der Inbegriff von Abenteuer und Neuanfang. Von überall her strömen Menschen in die „neue Welt“. Bei Pioneers hilft man den Menschen dabei den Wilden Westen zu erobern. Überall entstehen neue Städte und diese müssen gefüllt werden. Nur wer clever sein Straßennetz ausbaut und möglichst viele der Jobsuchenden in die passenden Städte bringt, wird erfolgreich sein. Dante hat sich für euch an der Besiedelung versucht, wie es ihm dabei ergangen ist, lest ihr im Artikel…  

 

Verpackung

 

Der Karton mit der standardisierten, quadratischen Grundfläche ist thematisch bedruckt und sehr stabil. Auf der Rückseite ist der Spielplan abgebildet, so wie eine kurze Einleitung. Angegebenen ist dort auch die Spieldauer, welche mit 60 Minuten angesetzt ist. Für das erste Spiel kommt dies aber durchaus hin. Die abgebildete Altersangabe ist mit acht Jahren etwas zu niedrig, da Aufgrund der langen und komplexen Züge es an Konzentration über das ganze Spiel fehlen wird. Der Karton beinhaltet keinen Sortierschuber, lediglich die Holzfiguren sind in zwei Plastiktütchen verpackt. Sobald das Spielmaterial ausgestanzt ist, fliegt alles im Karton lose umher. Mit zusätzlichen Tütchen kann man zumindest die Kleinteile besser sortieren. Ansonsten macht das Material einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Die Pappe ist dick und schön bedruckt. Der Spielplan ist relativ groß und beidseitig je nach Spielerzahl nutzbar und die Holzfiguren haben keine scharfen Kanten oder Splitter.  

    

Anleitung

 

Auf acht Seiten wird dem Spieler der Ablauf des Spieles nähergebracht. Die Gebrauchsanweisung ist in Farbe und auf dickem Papier gedruckt und dadurch sehr robust. Dem Spiel liegen nicht nur eine, sondern gleich drei Anleitungen bei. Je eine auf Deutsch, Englisch und Französisch. Da das Spiel ansonsten nur mit Plättchen arbeitet ist es in jeder Sprache verwendbar, ohne Spielmaterial auszutauschen. Einzig die Anleitung müsste dann übersetzt werden. Jede der Gebrauchsanweisungen ist mit Bildern versehen, die zum besseren Verständnis beitragen. Dennoch liest sich die Gebrauchsanweisung etwas holprig, was an zu langen Sätzen liegt. Neben den Bildern sind auch viele Beispiele gegeben, wodurch die Regelauslegung im Spiel eindeutig ist.

 

Aufbau

 

Je nach Spielerzahl wird der Spielplan anders aufgebaut. Spielt man zu viert, nimmt man die Seite mit den vielen Städten, gekennzeichnet durch eine Vier an der "30 Punkte"-Marke. Bei zwei und drei Spielern nimmt man die andere Seite, diese ist ebenfalls markiert. Beim Spiel zu zweit werden außerdem noch Abdeckplättchen auf acht der Städte gelegt, um den Spielplan weiter zu begrenzen. Anschließend werden die Pionierplättchen gemischt. Je nach Spielerzahl werden einige aussortiert. Danach werden sie auf dem Spielplan auf den Städten verteilt. Bei 49 vorhandenen Plättchen dauert dies eine Weile. Übrigbleibende Plättchen werden zurück in die Schachtel gelegt. Die restlichen Spielmaterialien werden neben den Spielplan oder an die dafür vorgesehenen Stellen gelegt. Dazu gehören die Goldnuggets, Postkutschen und Dollartaler. Zuletzt nimmt sich noch jeder Spieler ein Spielertableau seiner Wahl, sowie die dazugehörigen Straßen, Punktemarker, Einkaufsplättchen und Pioniere in derselben Farbe. Der Punktemarker wird auf die Null gestellt und das Einkaufsplättchen kommt auf das Tableau. Dann kann es auch schon losgehen. Als Tipp empfiehlt es sich die Einzelteile nach Farben getrennt in Tüten zu verpacken, damit beschleunigt sich der Aufbau beim nächsten Mal erheblich.   

 

Spielablauf

 

Zuerst wird ein Startspieler festgelegt. Anschließend darf dieser mit seinem Spielzug beginnen. Dieser läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab und ist in drei Phasen unterteilt. Sie befinden sich der Übersicht halber nochmal auf dem Spielertableau. In der ersten Phase erhält der Spieler sein Einkommen. Dieses beträgt zu Beginn des Spiels drei Dollar und kann mit Hilfe von "Bankier"-Plättchen auf bis zu fünf Dollar erhöht werden. Anschließend beginnt die Kaufphase. Der Spieler kann zwischen drei Kaufoptionen wählen. Diese sind eine Straße für zwei Dollar zu kaufen, zwei Straßen für fünf Dollar oder eine Postkutsche für einen bis vier Dollar. Jeder Kauf darf pro Runde nur einmal getätigt werden. Um den Kauf auszuführen muss man das Einkaufsplättchen auf das jeweilige Symbol des Tableaus legen und natürlich die Dollar bezahlen. Zu Beginn ist also nur ein Einkauf möglich. Erwirbt man im Spiel "Händlerinnen"-Plättchen, kann man mehrere Käufe tätigen, sofern man genügend Geld zur Verfügung hat. Die Käufe werden sofort ausgeführt. Straßen dürfen beliebig auf dem Spielplan platziert werden und gekaufte Postkutschen müssen sofort mit Pionieren besetzt werden. Postkutschen und Straßen sind für die dritte Phase essentiell. In ihr wird die Postkutsche auf dem Spielplan bewegt, dabei gibt es mehrere Einschränkungen. Pro bewegtem Feld muss man einen Dollar in den Vorrat zahlen. Befindet sich auf dem Weg eine Straße, bekommt der Spieler, dem die Straße gehört, diesen Dollar, gehört sie einem selbst muss man nichts zahlen. Auch für die Orte, zu denen man sich bewegt, gibt es Einschränkungen. In jeder Stadt wird genau ein bestimmter Beruf gesucht. Es gibt sechs verschiedene Berufe und je einer wird von einem Pionier in der Postkutsche repräsentiert. So darf man nur auf ein Stadtfeld ziehen, welches einen Goldgräber sucht, wenn man in seinen Postkutschen einen Goldgräber hat. Zieht man nun in besagte Stadt, setzt man seinen Goldgräber-Pionier dort ab und erhält das jeweilige Pionierplättchen. Diese haben individuelle Vorteile, wie der Bankier und die Händlerin. Ist der Pionier platziert, darf ein anderer Spieler ebenfalls einen Pionier dazukaufen. Dieser muss aber den gleichen Beruf haben. Es wird der Reihe nachgefragt, denn es darf nur genau ein Spieler eine Figur dazu setzen. Als Gebühr zahlt er dafür zwei Dollar an den aktuellen Spieler. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe.      

 

Spielziel

 

Am Ende des Spiels gewinnt, wer die meisten Punkte hat. Diese sammelt man auf unterschiedliche Weise. Schafft man es eine seiner Postkutschen komplett zu leeren, bekommt man die auf ihr angegebenen Siegpunkte sofort gutgeschrieben, sowie einen Dollar in die eigene Kasse. Alle anderen Punkte erhält man nach der letzten Runde. Diese startet, sobald alle Postkutschen aufgedeckt oder ein Spieler alle seine Straßen verbaut hat. Dann beginnt das große Zählen. Denn für jeden Pionier, der auf dem Spielfeld steht, bekommt man zwei Punkte. Doch Vorsicht, diese Pioniere müssen sich in einem Straßennetz befinden, dabei zählt nur das Größte! Dies ist allerdings nicht durch die Anzahl der Straßen, sondern  die Anzahl der Pioniere definiert.  Ebenfalls Punkte bringen die Goldgräber, denn diese beschaffen Goldnuggets, welche drei bis fünf Punkte Wert sind. Zu guter Letzt bringt jeder freie Platz in einer noch nicht komplett geleerten Postkutsche einen Punkt. Anschließend wird der Gewinner von Pioneers ermittelt. Sollte es Punktegleichstand geben, gewinnt derjenige mit den meisten Dollar. Sollte es dann immer noch Gleichstand geben, gibt es mehrere Gewinner.

 

Bildergalerie von Pioneers (10 Bilder)

Inhalt

 

  • 1 Spielplan
  • 24 Kutschen
  • 4 Startkutschen
  • 1 Startspielermarker
  • 49 Pionierplättchen
  • 8 Abdeckplättchen
  • 10 Goldnuggets
  • 45 Dollar
  • 4 Spielertableaus
  • 80 Pioniere
  • 60 Straßen
  • 4 Punktemarker
  • 4 Einkaufsplättchen
  • 1 Postkutsche
  • 3 Spielanleitungen

Das Fazit von: Dante

Dante

Mir hat Pionieers gut gefallen, es ist ein qualitativ hochwertiges Spiel mit durchdachter Spielmechanik. Jedoch ist die Betitelung als Familienspiel ein wenig irreführend. Es passt besser in die Kategorie Strategiespiele und ist auch eher ab zehn Jahren geeignet, vielleicht für noch ältere Kinder. Gerade bei der langen Spielzeit und der verhältnismäßig geringen Spannungskurve für ein Familienspiel und der hier geforderten Konzentrationsgabe. Wer generell aber auf Strategiespiele steht, wird an diesem gewiss seine Freude haben. Für Pioneers vergebe ich 8 von 10 Punkten. Wenn man den recht langen Aufbau und die zähe Anleitung hinter sich hat, ist es ein schönes Spiel, was auch nach mehrmaligem Spielen noch Abwechslung bietet.


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