Point Break (2015)

Point Break (2015)

Originaltitel: Point Break
Genre: Action • Thriller
Regie: Ericson Core
Hauptdarsteller: Edgar Ramirez • Luke Bracey
Laufzeit: DVD (110 Min) • BD (114 Min)
Label: Concorde Home Entertainment
FSK 12

Point Break (2015)   31.07.2016 von MarS

Versucht man sich am Remake eines Kultfilms, so stehen die Chancen hoch, dass man letztendlich die Fans des Originals enttäuscht und der Film auf der Strecke bleibt. Wir haben deshalb für Euch das Remake zu Kathrin Bigelows Point Break - Gefährliche Brandung aus dem Jahr 1991 einmal genauer unter die Lupe genommen...

 

Der ehemalige Extremsportler Johnny Utah hat sich nach dem Tod eines Freundes dazu entschieden, dieser gefährlichen Welt den Rücken zu kehren. Er absolviert nachdem er seinen Schulabschluss nachgeholt hat die Ausbildung zum FBI-Agenten, doch selbst dort wird er von seinem alten Leben erneut eingeholt. Eine Reihe ungewöhnlicher Verbrechen fordert Utahs Insiderwissen, und so wird er kurzerhand in eine Gruppe fanatischer Sportler eingeschleust, die unter der Führung des charismatischen Bodhi stehen. Während er sich zusammen mit der Truppe auf der ganzen Welt sportlichen Herausforderungen stellt erkennt Utah, dass es der eingeschworenen Familie niemals um Geld ging, sondern ihre Taten einen völlig anderen Hintergrund haben. Letztendlich muss sich Utah entscheiden, auf welcher Seite er eigentlich steht...

 

Point Break (2015) ist eine moderne Version des gleichnamigen Kultfilms aus dem Jahr 1991, ohne diesen jedoch nur simpel zu kopieren. Der Film orientiert sich zwar an der damaligen Geschichte, geht jedoch bis auf ein paar Hommagen ganz eigenen inhaltliche Wege. So wurde neben kleineren und größeren Änderungen im Verlauf der Story, wie beispielsweise die Vorgeschichte von Johnny Utah, auch der Actionanteil durch die Vielzahl an diversen Extremsportarten deutlich erhöht, was jedoch merklich zu Lasten des Realismus und auch der Charaktertiefe und Figurenentwicklung geht. Die Besetzung kann dagegen als sehr gelungen bezeichnet werden, wodurch die fehlende Tiefe der Figuren kaum Einfluss auf den Unterhaltungswert der Inszenierung hat. Sowohl Luke Bracey als Johnny Utah als auch Edgar Ramirez als Bodhi verleihen ihren Figuren sympathische und stimmige Züge, wobei letzterer zwar sehr gut agiert und faszinierend wirkt, dabei aber niemals die charismatische und vor allem ruhige Ausstrahlung von Patrick Swayze im Originalfilm erreicht. Zusätzlich wird in Point Break (2015) ebenfalls die spirituelle Ebene weiter ausgebaut und dient hier im Gegensatz zur simplen Geldbeschaffung durch Überfälle im Original als eigentlicher Beweggrund für die verübten Verbrechen und auch als Motivation für den Extremsport selbst. Letztendlich wurde jedoch viel zu viel Wert auf spektakuläre Action, visuelle Reize und eine ruhelose, energetische Inszenierung gelegt, so dass Geschichte und Charaktere größtenteils oberflächlich bleiben und nie die intensive Atmosphäre des Originals geschaffen wird. 

 

Bildergalerie von Point Break (2015) (11 Bilder)

Das Bild der Blu-ray präsentiert sich meist sehr scharf und voller Details. In den rasanten Actionsequenzen zeigen sich ab und an kleinere Unschärfen und auch etwas Filmkorn, dies trübt aber nicht den hervorragenden Gesamteindruck. Die Farben sind stets kräftig und der Kontrast ausgewogen, was für einen natürlichen Eindruck sorgt. Der Tonspur merkt man deutlich die Abmischung in 7.1 an, was für eine stetige und dynamische Einbindung des gesamten Boxenspektrums sorgt. Vor allem während dem tollen Soundtrack und den zahlreichen Extremsport-Szenen darf die Anlage hier zeigen, was sie kann, und auch die Bassbox dröhnt kräftig mit.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Point Break (2015) ist ein absolut solider, adrenalingetränkter Actionthriller, der vor allem für Extremsportfans interessant sein dürfte. Den Vergleich mit dem kultigen Original von Kathrin Bigelow hält der Film zwar niemals stand, da ihm dafür einfach die mystische, atmosphärische Komponente und die Tiefe in der Geschichte sowie bei den Charakteren fehlt, als eigenständiger Film betrachtet funktioniert er aber vor allem auf Grund der schweißtreibenden Actionszenen und der visuellen Aufmachung sehr gut. Wer auf rasante Action steht kann mit Point Break (2015) nicht viel falsch machen.


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