Pony Life

Pony Life

Genre: Simulation
Erscheinungsdatum: 21.08.2009
USK 0

Pony Life   20.09.2009 von derstefan

Soo, nun ist es soweit: Hier bekommt ihr den ersten Test eines Pony-Spielchens auf dem Nintendo DS. Games dieser Art gehören mittlerweile zu den Bestsellern auf dieser Konsole, die Zielgruppe ist dabei eher weniger der Hells Angels-Rocker, der zum Ausnüchtern abends noch mal sein DS anschmeisst, sondern eher die jüngere weiblichen Zockerinnen. Aber könnte es vielleicht beiden Spaß machen? Lest dazu unser Review. Viel Spaß!

 

Was haben Biker und die viele Mädels gemeinsam? Sie mögen beide Pferde, der eine in Form von Pferdestärken unter der Haube seines Bikes, die andere lieber lebendig auf der Ranch.  Wenn man einmal nachdenkt, gibt es doch einige Gemeinsamkeiten: Beide hegen und pflegen ihren Liebling. Der Biker wird sein Gefährt mit Wasser und Politur pflegen, die Pferdenärrin mit Wasser und Striegel. Gefüttert wird auf der einen Seite mit Benzin und Öl, auf der anderen mit Wasser und Stroh.

 

Wir möchten daher mal beide Parteien in einem fiktiven Interview einmal zum Spiel befragen. Nennen wir die Pferdenärrin mal „Wendy“, den Biker „Outlaw“.

 

Sofahelden: Hallo ihr zwei! Stellt euch unseren Lesern doch mal kurz vor.

 

Wendy: Ich bin 11 Jahre alt, liebe mein DS und mein Pony „Vanessa“ und finde es doof, dass die Schule wieder angefangen hat.

 

Outlaw: Haha, das Gefühl kenn ich. Deswegen hab ich nach der 10. Klasse mit dem Blödsinn aufgehört *lacht mit etwas versoffener Stimme*. Ich bin 42 und fahre seit 23 Jahren Motorrad. Und das DS hab ich von meiner kleinen Tochter, die viel zu lang mit dem Teil daddelt.

 

 

Sofahelden: Erzähl mal Wendy, um was geht es in dem Spiel?

 

Wendy: Also, zuerst darf man sich auf dem Hof ein Pony aus verschiedenen Rassen aussuchen. Ich find es total cool, daß da auch mein Liebling, ein Shetland-Pony dabei ist. Man kann dann Sachen aussuchen, zum Beispiel die Farbe des Ponys, die Musterung und die Blesse. Und dann bekommt man alles vom Hofbesitzer erklärt. So Sachen halt wie man reitet, wie man sein Pferd saubermacht und wie man es füttert. Dann gibt es noch so Balken, die anzeigen wie zufrieden das Pferd ist, zum Beispiel ob es satt ist, ob man es waschen oder mehr streicheln muss.

 

Sofahelden: Sag mal Outlaw, wieso hast du überhaupt dieses Spiel gespielt?

 

Outlaw: Ich will doch wissen, was für einen Quatsch meine Tochter zockt.  Ich hab´ mir zuerst na klar ein superhässliches Pony zusammengebastelt. Aber zum Schluss fand´ ich meinen grünen Haflinger mit Zebrastreifen doch echt witzig *lacht und verschluckt sich dummerweise dabei an seinem Kautabak*

 

Sofahelden: Und wie läuft denn so ein Tag auf dem Ponyhof ab?

 

Wendy: Also zuerst mal hab ich mein Pferd gefüttert und ihm Wasser gegeben. Im Shop in dem Spiel kann man ganz viele Sachen für sein Pferd und für den Reiter kaufen. Ich hab gleich mal von meinem Taschengeld, das man vom Besitzer der Ranch bekommt ganz viel Stroh gekauft, weil das mag mein Pferd voll gern. Mais konnte man zum Beispiel auch kaufen, aber da hat mir das Spiel gesagt, dass meinem Pferd das jetzt nicht so gut geschmeckt hat. Naja, Pferde sind halt auch verschieden. In dem Laden kann man auch noch Reitzubehör wie Reiterhosen, Zaumzeug und Shampoo und so kaufen. Das muß man sich dann halt ersparen, von dem Taschengeld, was man immer am Ende des Tages kriegt.

 

Outlaw: Ich hab den Gaul gleich mal auf ´ne Tour in der Prärie geschickt, ich musste einfach mal raus mit dem Vieh. Man hat am Anfang eine Tour in so nem Blumenfeld wo man um Kurven reiten muss und dabei mit dem DS-Stift so einem Punkt folgen muss oder bei Hindernissen im richtigen Moment auf so ein Symbol tappen muss. Je besser man das macht, desto mehr Medaillen sammelt man. Und wenn die Tour zu Ende ist, hat man so Zeug freigespielt wie neues Futter fürs Pferd und weitere, schwierigere Touren und so´n Quatsch. He, Entwickler, passt mal auf: Das kann man auch alles mit ´ner Harley oder so programmieren. Macht dann noch ein paar virtuelle Schlägereien rein, dann verkauft sich das Game wie ´ne geile Maschine im Sommerschlussverkauf!

 

 

Sofahelden:  So ein Pferd wird doch auch dreckig. Wie macht man es denn sauber?

 

Wendy: Also da gibt es zwei Wege. Der eine ist mit Strigel und einer Bürste. Zuerst muss man den groben Dreck mit einer Bürste wegmachen. Man muß aber voll aufpassen, dass man mit dem Stylus  nicht empfindliche Stellen wie die Kniekehlen oder den oberen Rücken erwischt. Ich hab es mal an den Kniekehlen erwischt, da hat es voll ausgeschlagen. Upps *kicher*

 

Outlaw: Ich hab das Viech gleich mal dicke einshampooniert. Da muss man mit dem kleinen DS-Stiftdings auf dem Pferd rumschubbern bis es komplett im Schaum versink t, hehe. Hmm, hätte ich auch mal wieder nötig, riech mal *streckt mir seine Achsel zum Schnuppern hin*

 

Sofahelden: *Wendet sich ziemlich angewidert ab* Ja, äh, und äh Wendy, sag uns doch was du an dem Spiel gut und nicht so gut fandest.

 

Wendy: Also toll fand ich, daß das Pferd gut aussah, man total viel daran ändern konnte und alles mit sehr niedlichen Grafiken gemacht ist. Eine richtige Geschichte gab´s jetzt nicht, aber man konnte schon viel machen. Es gibt mehrere Turniere, man kann Springreiten und an Wettkämpfen teilnehmen und so. Sind halt alles so Minispielchen, wo man zum richtigen Zeitpunkt Aktionen mit dem Stylus machen muss. Aber man muss auch viele Sachen machen, die immer gleich sind wie Essen geben, waschen  und so. Das ist ein bisschen langweilig, wenn man es jeden Tag spielen tut. Aber sonst mag ich´s gern!

 

Outlaw: *hat zum Glück die Arme wieder unten* Jo, meine Tochter spielt es auch gern. Für mich is´ das jetzt nix, aber ich kann mir jetzt schon vorstellen, warum die Gören da so drauf abfahren. Ich warte dann mal auf das Game „Rocker Life“...

 

Sofahelden: Vielen Dank für das Interview ;-)


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Wie ihr schon hören konntet richtet sich das Spiel klar an ein etwas jüngeres und weibliches Publikum. Mit der Zeit werden die nicht so wahnsinnig abwechslungsreichen Minispiele eben langweilig. Der Schwierigkeitsgrad wechselt dabei von sehr leicht bis leicht, der Frustfaktor bleibt also bei den ganz jungen Kids aus. Die Grafiken sind niedlich gemacht und auch sonst ist das Spiel liebevoll gemacht. Und nicht zuletzt wird auch der pädagogische Aspekt ziemlich klar, dass man sich um Tiere kümmern muss. Daher geht auf jeden Fall eine Empfehlung an die Eltern von jüngeren Kids raus, die auf Pferde stehen oder mal mit einem virtuellen Haustier üben wollen!


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