R.U.S.E. PS3 Move-Edition

R.U.S.E. PS3 Move-Edition

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Eugen Systems
Genre: Strategie
Sub-Genre: Echtzeit-Strategie
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 09.09.2010
USK 12

R.U.S.E. PS3 Move-Edition   27.09.2010 von Der Ohm

Sony hatte es ja angedroht, Move soll nicht nur bei Casual-Games für gute Laune sorgen, es soll auch den Hardcore-Gamer ansprechen. Was liegt da näher als einem Strategiespiel die neue Steuerung aufzuzwängen. Ähnlich wie Shooter haben Strategiespiele seit je her einen schweren Stand auf Konsolen, da die Steuerung mit Tastatur und Maus um einiges besser von der Hand geht. Ob die Move-Steuerung  dieses Manko aufhebt oder ob der Schuss nach hinten losgeht könnt ihr in unserem R.U.S.E. Move-Special erkunden.

Falls euch R.U.S.E. noch nichts sagt, solltet ihr vorher den vollständigen Test lesen: R.U.S.E.

Zusätzlich zur klassischen Controller Steuerung ist in R.U.S.E. für die PS3 von Grund auf die Möglichkeit integriert, einen Motion-Controller einzusetzen. Da mein Kollege Panikmike in seinem Bericht schon eingehend auf die Steuerung mit einem normalen Controller eingegangen ist, fange ich hier gleich mit den Besonderheiten der Move-Steuerung an. Neben dem Motion-Controller wird für die linke Hand entweder ein Move-Navigation-Controller oder der klassische Dualshock 3-Controller benötigt. In der Funktionalität unterscheiden sich diese beiden überhaupt nicht.  Die Funktionen, die mit der linken Hand bedient wurden ändern sich nicht, eigentlich braucht ihr nur den rechten Analog-Stick um weiterhin über die Landkarte fliegen zu können. Der Motion-Controller ist da schon umfassender belegt. Zu Beginn ist der runde Cursor auf dem Bildschirm die auffälligste Neuerung. So habt ihr nun die Möglichkeit, durch direktes anpeilen mit dem Motion-Controller, Einheiten direkt auszuwählen und ohne die Karte zu scrollen zu einem neuen Einsatzpunkt zu schicken. Das spart nicht nur Zeit, es hilft auch die Übersicht zu behalten – in einem Multiplayer-Spiel können das die entscheidenden Vorteile sein.

Ihr könnt natürlich weiterhin stufenlos in das Spielfeld hinein zoomen. Statt des, natürlich nun fehlenden, linken Analog-Sticks, schwenkt ihr jetzt den Motion-Controller. Mit gezogenem Trigger nach unten gezogen zoomt ihr in die Karte, andersherum zoomt ihr heraus. Die Steuerung bringt den Spieler in der ersten Stunde ein wenig ins Stolpern, doch hat man die Technik erst einmal raus, dann spielt sich R.U.S.E. flüssiger als je zuvor. Die vier PlayStation Tasten haben sich in der Belegung übrigens auch nicht geändert. So könnt ihr weiterhin mehrere Einheiten des gleichen Typs durch drücken der Quadrat-Taste auswählen oder mit dem Dreieck eine List anwenden.

Ein leidiges Thema bei jedem Move – Titel ist die Kalibrierung. In R.U.S.E. wird der Spieler aufgefordert den Motion-Controller direkt auf den Bildschirm zu halten. Da die meisten Spiele verlangen, dass man den Kontroller direkt in die Kamera halten muss – und ich an dieser Stelle wohl ein wenig Lese-faul war – passte mein erster Versuch so gar nicht. Es spielt sich sehr unangenehm wenn der Cursor versetzt zur Halteposition des Motion-Controllers steht. Zum Glück kann jederzeit im Spiel nachkalibriert werden. Nach 2-3 Anläufen war ich dann auch recht zufrieden mit mir und dem Cursor. Leider hat sich im Test innerhalb einiger Minuten der Cursor selbstständig nach links versetzt, so dass ich ewig nachkalibrieren musste.  Ob der Stand der Kamera oder irgendwelche andere Einflüsse schuld daran waren konnte ich bisher nicht nachvollziehen. Sollte jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann bitte die Kommentarfunktion nutzen. Wir freuen uns immer über eine aktive Community.          


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Ich habe meine Zeit gebraucht um mich mit der Steuerung anzufreunden. Da ich mich zum Schlag der gemütlichen Menschen zähle, hab ich nicht den Sinn darin gesehen, mit so einem Motion-Controller herum zu fuchteln, denn mit dem Dualshock 3 Controller auf dem Schoß ist es doch viel gemütlicher. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Schon allein die Möglichkeit die Einheiten durch den neuen Cursor auszuwählen ist es wert, einen Tennisarm zu riskieren. Auch nach mehreren Stunden R.U.S.E. erlahmt der Arm nicht, solange man im richtigen Winkel vor der Konsole sitzt. Einzig das nachkalibrieren störte den Spielfluss, jedoch hat mich im Ganzen das Bedienkonzept allerdings doch noch überzeugt.


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