Reset

Reset

Originaltitel: Reset
Genre: Science Fiction • Action • Thriller
Regie: Chang
Hauptdarsteller: Mi Yang • Wallace Huo
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (105 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Reset   22.02.2018 von MarS

Dass Jackie Chan nicht nur ein vielbeschäftigter Schauspieler ist, sondern auch seit Jahrzehnten hinter der Kamera tätig ist, das ist inzwischen bekannt. Nun findet auch der von ihm in seinem Heimatland produzierte Sci-Fi-Thriller Reset seinen Weg in die deutschen Heimkinos...

 

Inhalt

 

Die Welt im Jahr 2025. Zwei mächtige Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet von Zeitreisen. Die IPT Labors gehen bereits zu früh dazu über, ihre Maschine an Menschen zu testen, wodurch es zu einem Zwischenfall kommt und die gesamten Forschungsergebnisse verloren gehen. Die Nexus Corporation steckt unterdessen noch in der Entwicklungsphase, in welche auch die Wissenschaftlerin Xia Tian involviert ist. Um erneut an der Nexus Corporation vorbeizuziehen setzen die IPT Labors auf den skrupellosen Tsui Hu, der in ihrem Auftrag und um jeden Preis die Ergebnisse der Konkurrenz beschaffen soll. Hu entführt kurzerhand den Sohn von Tian und setzt ihr eine Frist von einer Stunde, ansonsten muss er sterben. Nachdem Tian zu spät kommt entscheidet sie sich, selbst in die experimentelle Zeitmaschine zu steigen, um ihren Sohn zu retten. In einem Paralleluniversum bekommt Tian eine zweite Chance...

 

Als wäre es für einen Film noch nicht schwer genug, Logik und Folgeereignisse bei Zeitreisen stimmig zu vermitteln, verbindet Reset diese Thematik zusätzlich auch noch mit Paralleluniversen, also einem Thema, das grundsätzlich die gleichen Probleme beherbergt. Unerwarteterweise gelingt es dem Film aber tatsächlich, Logikfehler größtenteils im Rest der Handlung untergehen zu lassen und somit das Ganze durchaus funktionieren zu lassen. Auch Hauptdarstellerin Yang Mi ist in ihrer Mehrfachrolle sehr ansprechend und bildet damit das wandelbare Grundgerüst, ist aber auf Grund der mangelhaften Ausarbeitung aller anderen Figuren auch die einzige Sympathieträgerin und der einzige Charakter mit nachvollziehbarem Hintergrund. Dank der actionreichen und ordentlich aufgebauten Inszenierung inklusive einiger netter Wendungen weiß Reset zwar auf diese Weise zu unterhalten, letztendlich gibt es im Gegenzug aber auch einige gravierende Mängel, die das Filmvergnügen dann doch trüben. Da wären zum einen die doch recht langweilig gestalteten Settings, die nur hin und wieder durch CGI-generierte Außenaufnahmen etwas ansehnlich erscheinen. Im Gegenzug ist die Vielzahl an CGI-Effekten davon abgesehen aber eher schlecht als ansprechend anzusehen und fügt sich keineswegs harmonisch mit ins Geschehen ein. Dazu gesellen sich wenig Abwechslung bei den Actionsequenzen sowie ein Score, der zwischen passend und unpassend, stellenweise sogar nervig, hin und her springt. Im Gesamtbild sind es nur Yang Mi sowie die Grundhandlung, die den Zuschauer bei Reset am Ball bleiben lassen, ansonsten bleiben sowohl Schauwerte als auch Tiefe, sowohl bei den Charakteren als auch der Geschichte, größtenteils außen vor. 

 

Bildergalerie von Reset (5 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Das Bild der Blu-ray verfügt über eine solide Grundschärfe, die stetiges HD-Feeling garantiert. Die Farbgebung ist dabei sehr trist und kühl, was sehr gut zum sterilen Setting der Labors passt. Die Kontrastierung ist etwas schwach ausgefallen, ebenso wie auch der Schwarzwert, der eher als dunkles Grau wahrgenommen wird. Die Tonspur liefert eine stetige Einbindung aller Surroundkanäle sowie eine hohe Dynamik, bietet aber im Gegensatz dazu keine perfekt abgestimmte Abmischung. Gerade der Score und vereinzelte Effekte wirken dadurch immer wieder überlagernd, während die Sprachausgabe ebenfalls in ihrer Lautstärke etwas schwankend ausfällt. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Reset hat mit Yang Mi eine starke Hauptdarstellerin vorzuweisen und kann seine Doppelbelastung in Form von Zeitreisen und Parralleluniversen souverän meistern. Leider reicht dies auf Grund diverser inszenatorischer Mängel und schlechtem CGI-Einsatz nicht, um daraus einen Sci-Fi-Kracher werden zu lassen. Reset bietet ordentliche Unterhaltung, jedoch gibt es im Genre auch deutlich bessere Vertreter. 


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