Resident Evil 5

Resident Evil 5

Publisher: Capcom
Genre: Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 13.03.2009
USK 18

Resident Evil 5   13.03.2009 von Panikmike

Die Fangemeinde hat sehr lange auf den fünften Teil gewartet. Viele waren nach der Demo erst mal enttäuscht und wussten gar nicht so recht ob Resident Evil 5 ein würdiger Nachfolger eines der bekanntesten Computerspiele ist. Allerdings warten die Fans auf Freitag den 13.03.2009, um sich selbst ein Bild des Spiels zu machen. Wir haben es für euch getestet…

1996 startete das erste Resident Evil auf der Sony Playstation. Capcom brachte damals einen Hype ins Rollen, der bisher nicht anhalten mag. Es gibt mittlerweile nicht nur fünf Spiele, sondern auch drei Filme und einen Comicstreifen. Das Spielprinzip hat sich seit dem her aber verändert, einige Fans kommen damit nicht so ganz klar. Der vierte Teil war schon anders als die vorherigen, aber der aktuelle schlägt nochmal in eine andere Richtung. Resident Evil ist kein Horror-Survival-Spiel mehr sondern viel mehr Action. Man kann es in manchen Szenen schon fast mit einem Shooter vergleichen, allerdings fetzen die Sequenzen hier schon gewaltig.

Aber nun mal zum Spiel selbst: Ihr spielt Chris Redfield und müsst wie in den anderen Teilen auch einen seltsamen Fall aufklären, der (wie immer bei Resident Evil) etwas mit einer Mutation bzw. einem Virus zu tun hat. Wir starten in einem abgesperrten Bereich in einem afrikanischen Dorf. Überall sandiger Boden, schäbige Hütten und seltsam schauende Einheimische. Wir gehen langsam Richtung Ziel und werden von den Menschen um uns herum angestarrt. Manche haben Schlagstöcke aus Holz oder Buschmesser dabei. Ich gehe vorsichtig an ihnen vorbei, denn vertrauenswürdig sehen die allesamt nicht aus. Die Grafik ist sehr detailreich, überall weht Sand am Boden, die Blätter bewegen sich im Wind und die Mimik der Population ist sehr real. Die Stufe der nächsten Generation des Realismus wurde hier erreicht. Unser Ziel ist eine Metzgerei am Ende der Straße. Kurz davor gibt es einen Kontrollpunkt, endlich eine Autosave-Funktion und keine Pflicht, irgendwelche Bänder finden zu müssen. Ich betrete den Zielort und bekomme von meiner Partnerin die Anweisung, den Seiteneingang zu nehmen. Da ich sie nicht mehr sehe, kann ich „RT“ drücken und bekomme einen Kreis auf dem Bildschirm. Dieser zeigt mir an, wo sie gerade steckt. Mit „RB“ kann man sich übrigens jederzeit die Karte ein- und ausblenden. Ein netter Herr mit Turban empfängt uns und führt uns durch die Metzgerei. In einem Hinterzimmer liegen versteckt ein paar Waffen. Diese nehmen wir uns natürlich und schon geht es los. Unsere neue Mission: Treffen sie sich mit dem Alpha Team und finden sie Irving. Nur er kennt Informationen über ein neues Geheimprojekt.

Der unbekannte Fremde verlässt den Raum. Nun sind wir auf uns allein gestellt. Ein paar Dokumente auf dem Tisch klären uns noch über die Steuerung und die Lebensleiste auf. Wenn die Anzeige leer ist, verändert sich der Status auf „stirbt“. Nur wenn der Andere dann einem zu Hilfe eilt, wird man gerettet. Wenn der Partner selbst auf „stirbt“ ist, endet das Spiel, weil ihr euch nicht mehr gegenseitig helfen könnt. Wir verlassen den Raum und folgen dem Pfad in Richtung Alpha Team. Mittendrin sehen wir eine tote Kuh und einige tote Tiere, die anscheinend für ein Ritual ermordet wurden. Nach einer erneuten Zwischensequenz kommt unser erster Gegner. Ein Einheimischer greift uns waffenlos an. Sheva und ich überlegen nicht lange und töten den Angreifer. Die Effekte sind gut, die Angst macht sich selbst hier am Anfang schon breit. Ich wundere mich nur, dass die USK das Spiel in Deutschland uncut durchgelassen hat. Aber schon bei Dead Space war mir klar, dass sie anscheinend nicht mehr so zickig sind, wie die Beamten mal waren. Nach ein paar Metern kommt erneut eine Sequenz und nun wird es haarig. Wir werden von einer Meute verfolgt, allesamt aggressiv und mit Waffen in ihren Händen. Doch Gott sei Dank ist ein Haus vor uns, in dem wir uns erst mal verbarrikadieren können. Dort finden wir Munitionsnachschub und ein paar Goldmünzen. Schön gemacht ist die künstliche Intelligenz von Sheva. Sie nimmt eigenständig Objekte auf, sie zerstört Kisten und nimmt alles dahinter Liegende auf. Kommt ein Gegner wird er auch gleich angegriffen, ohne Mucken, ohne Tücken. Sehr schön gemacht, Capcom.

Nach einiger Zeit und vielen Monstern später finden wir eine Leiche eines US Soldaten, bisher wissen wir nicht wer er ist und von welcher Einheit er stammt. Doch kurze Zeit später machen wir eine grausame Entdeckung. Die Soldaten des Alpha Teams sind tot, doch einer lebt noch. Wir eilen zu ihm und versuchen zu helfen, doch wir kommen zu spät. Vor seinem Tod gibt er uns eine Festplatte mit Daten drauf. Diese sollen wir sofort ins Hauptquartier bringen. Meine Frage, wer oder was die Einheit getötet hatte, konnte er mir nicht beantworten. So machten wir uns auf dem Weg, dieser Hölle zu entkommen…

Die Grafik im Spiel wird von Level zu Level besser. Ich war anfangs schon begeistert, aber spätestens beim Fahrlevel 2-3 bin ich aus dem Häuschen gewesen. Im gesamten Spiel verteilen sich sehr viel schöne Details. Ratten laufen in der Kanalisation rum, Staub wirbelt auf, Vögel fliegen umher, Gläser gehen bei Berührung zu Boden, Kartonschachteln bewegen sich beim draufschlagen und so weiter. Man könnte hier in sehr viel Text alle beschreiben, aber sie sehen in echt viel besser aus, als man es sich aufgrund einer Aufzählung vorstellen kann. Resident Evil 5 ist so, wie man sich ein Spiel vorstellt. Es hat eine abwechslungsreiche Level-Struktur, eine absolut geile Grafik, eine hollywoodreife Soundkulisse und einen tollen Zweispielermodus. Die Levels sind einander nicht ähnlich, einmal geht man durch die Kanalisation, ein anderes Mal fährt man auf einem Truck und holzt mit einer Gatling rum. Man ist zu jeder Zeit mit seiner Partnerin unterwegs, entweder der Computer übernimmt die Steuerung oder ein zweiter Mitspieler. Die Gegner sind meistens infizierte Eingeborene, aber selbst da gibt es Abwechslung. Vom modifizierten Hund bis hin zu seltsam aussehenden Zombie-Fledermäusen ist alles dabei. Und eines kann ich euch sagen: Versucht nicht Rambo zu spielen, sondern überlegt euch eine Strategie. Diese braucht ihr aber nicht nur bei den normalen Gegnern, sondern besonders bei den Zwischen- bzw. Endbossen. Anfangs ist es noch ein „normaler“ Zombie mit einer riesigen Axt, später dann mit einer Kettensäge und dann kommt mal ein überdimensionaler Gollum-Verschnitt, der euch das Leben schwer macht. Da könnt ihr nicht einfach nur ballern, da auch meistens die Munition nicht in Hülle und Fülle vorhanden ist.

Jedoch haben die Entwickler da auch ein kleines Gimmick eingebaut. Man hat einen Shop, in dem man neue Waffen kaufen kann, oder vorhandene aufwerten kann. Das Ganze kann man mit den Goldmünzen bezahlen, die man im Laufe des Spiels überall findet. Ihr könnt jede Waffe mit vier Möglichkeiten aufbohren: Munitionsvorrat, Waffenstärke, Nachladegeschwindigkeit und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf einen kritischen Kopftreffer. Aber es gibt da nicht nur ein Upgrade sondern mehrere, also braucht ihr auch eine ganze Weile, um eine einzige Waffe komplett aufzuwerten. Habt ihr im Spiel andere Gegenstände gefunden, so könnt ihr diese verkaufen. So kann man auch sein virtuelles Konto erhöhen, da sehr viele Objekte rumliegen, wenn man nur sucht. Kleiner Tipp: In vielen Fässern und Kisten ist was versteckt. Einfach mit dem Messer oder einer Waffe drauf ballern und schon wird das Objekt sichtbar. Ebenso sollte man auf Koffer aufpassen, da sich da immer schöne Waffen darin befinden. Falls einem das Sammeln mit den Gegenständen und Gold noch nicht reicht, der hat noch mehr zu finden, nämlich Embleme. Überall im Spiel sind blaue kreisförmige Objekte an der Wand, die man abschießen muss. Sie sind wirklich schwer zu finden, aber bei allen winkt zum Schluss ein Erfolg. Nebenbei gibt es bei einer gewissen Anzahl dieser Embleme mehr Extras im Shop.

Für alle die nicht mit der Steuerung klar kommen, gibt es insgesamt vier verschiedene Konfigurationen. Eine davon sollte jedem Spieler passen. Da viele Spieler nach der Demo die Steuerung bemängelt hatten, sollte es nun mit diesem Weg keine Probleme mehr geben. Leider kann man sie nicht frei definieren, das wäre eigentlich das sinnvollste gewesen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Wahnsinn. Ich war noch nie ein richtiger Resident Evil Fan. Klar spielt man die anderen Teile mal oder schaut Leuten beim Spielen zu, aber so richtig begeistert war ich bisher nicht. Der aktuelle 5te Teil hat mich allerdings vom Hocker gerissen. Die Grafik ist detailreich wie selten bei einem Spiel, die Atmosphäre gigantisch und das Spiel gesamt ein Highlight für Gamer. Wer hier nicht zugreift, ist selbst Schuld. Vor allem wegen dem Koopmodus und der Sammelobjekte spielt man es nicht nur einmal. TOP!!!


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positiv negativ
  • Vier Steuerungsvarianten...
  • Beeindruckende Grafik
  • Abwechslungsreiche Quicktime Events
  • Tolles Monster- / Gegnerdesign
  • Kinoreife Zwischensequenzen
  • Unglaublich gute Bosskämpfe
  • Aufrüstbare Waffen
  • Online Koopmodus
  • Viele Objekte zum finden/sammeln
  • ...die trotzdem gewöhnungsbedürtig sind
  • Zu viel Action, zu wenig Horror
  • Selten gibt es Schockmomente
  • Manchmal schwächelt die künstliche Intelligenz
  • Zu wenig Rätsel





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