Resident Evil Afterlife

Resident Evil Afterlife

Originaltitel: Resident Evil: Afterlife
Genre: Action • Thriller • Horror
Regie: Paul W.S. Anderson
Hauptdarsteller: Milla Jovovich
Laufzeit: Ca. 97 Minuten
Label: Constantin / Highlight
FSK 16

Resident Evil Afterlife   11.03.2011 von Panikmike

Die Resident-Evil-Videospiele von Capcom gehören zu einer der erfolgreichsten Serie der Geschichte. Klar, dass man an dieser Stelle auch ein paar Filme machen muss, um den Erfolg auch auf der Leinwand zu feiern. Nun ist der vierte Teil von Resident Evil auf Blu-ray und DVD auf dem Markt und wir haben uns das Ganze mal angesehen…

Im Mittelpunkt des vierten Teils steht die neue 3D Technik, die man als Zuschauer auch schon in Avatar betrachten konnte. Zu Hause kommt der Film leider nicht so gut rüber. Das mag daran liegen, dass die meisten keine 3D Möglichkeit in den eigenen vier Wänden haben. Dass der Film für diese Technik ausgelegt wurde, merkt man schon in den ersten paar Minuten. Doch auch in 2D macht er einen guten Eindruck. Allerdings ist die Handlung beim vierten Teil nicht gerade Oscar-reif!

Mittlerweile ist es einige Jahre her, dass der sogenannte T-Virus Menschen in Untote verwandelt hat. Die Umbrella Corporation ist Schuld an dem Schlamassel, jedoch geht sie der ganzen Sache aus dem Weg. In sehr kurzer Zeit ist fast die ganze Menschheit dahingerafft, Großstädte scheinen leer zu sein und überall lauert der Tod. Nur wenige Überlebende findet man auf den Straßen, die meistens von Zombiehorden übersät sind. Doch im Untergrund macht sich die Umbrella Corporation breit und versucht, den T-Virus noch weiter zu entwickeln. Alice (Milla Jovovich) ist eines der Experimente der Firma. Sie hat sich jedoch gegen alle Mitarbeiter gewandt. Mit einer Handvoll Klone zerstört sie ein Forschungslabor in Japan und kann dort dem Tod gerade noch entrinnen. Bei der Flucht bekommt sie von Wesker –  einem Mitarbeiter der Firma – ein Serum verabreicht, welches ihre Übermenschlichkeit nimmt und sie von nun an wieder normal sein lässt. Von nun an schlägt sie sich mit ihren menschlichen Kräften durch die Zombieherden. Eines Tages erfährt sie über Funk, dass es eine Stadt geben soll  in der keine Infizierten leben. Ebenso ist dort ausreichend zu Essen vorhanden. Natürlich macht sie sich auf den Weg nach Arcadia und findet unterwegs sogar noch ein paar Menschen, die an ihrer Seite kämpfen…

Die ersten Minuten vergehen wie im Flug, denn die Action ist grandios und die Fetzen fliegen. Leider geht danach alles in den Keller und erst zum Ende des Films wird alles wieder interessanter. Die Zeit dazwischen ist sehr langatmig und passt überhaupt gar nicht ins Resident Evil Konzept. Auch wenn mittendrin Mal ein paar nette Szenen mit ein wenig Action vorhanden sind, so gähnend ist leider der Rest. Die Umsetzung der Figuren ist allerdings wieder einmal grandios inszeniert. Die Zombies machen ihre Sache super, der Bösewicht aus dem Spiel mit der großen Axt sieht erschreckend gut aus und die Schauspieler überzeugen. Egal ob man nun den Prison Break Star Wentworth Miller oder die sexy Hauptdarstellerin Milla Jovovich nimmt - Alle spielen ihre Rollen sehr gut. Doch leider rettet das den Film nicht und Fans der Serie werden enttäuscht sein.

Die Qualität der Blu-ray kann allerdings total überzeugen. Alles ist sehr scharf, der Filmkorn ist nur selten zu sehen und die Farben sind sehr kräftig. Auch wenn in manchen dunklen Szenen alles ein wenig blass wirkt, so wurde dies als Stilmittel eingesetzt. Die Welt in Resident Evil ist trist und so sieht es im Film auch aus. Beim Ton wurde ebenso ein Meisterwerk abgeliefert. Die Effekte dröhnen nur so aus den Boxen und die Schüsse und Schreie umringen die Ohren wie selten in einem Film. Die Trennung der Stimmen ist ebenso gut gemacht. Alles in allem ist es fast schon ein Referenztitel. Bei den Extras hat Constantin ebenso kaum gespart, denn die wichtigsten Specials sind vorhanden. Das Making-of ist sehr interessant und die Outtakes hingegen amüsant. So soll es sein. Leider hilft die Qualität nicht über eine mittelmäßige Benotung zu kommen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin ein totaler Fan der Resident Evil Filme und war sehr gespannt, wie die Geschichte fortgesetzt wird. Leider waren meine Erwartungen zu hoch, denn der Film hat mich eher enttäuscht. Die Schauspieler sind zwar sehr gut den Figuren aus dem Spiel nachempfunden und besonders Wesker fand ich super, doch diese Tatsache macht die Story nicht besser. Für einen Resident Evil Film gibt es zu wenig Action. Alles ist zu dünn und seicht und eine richtige Spannung ist auch nicht wirklich vorhanden. Die Effekte sind gut gelungen, jedoch reicht dies nicht für einen guten Film. Alles in Allem ist es eine nette Fortsetzung, der es aber an Action und einer soliden Story fehlt. Fans sollten sich den Film ansehen und allen anderen empfehle ich eher die anderen Teile.


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