Resistance: Retribution

Resistance: Retribution

Publisher: Sony
Genre: Action
Sub-Genre: 1st Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 18.03.2009
USK 18

Resistance: Retribution    18.04.2009 von Panikmike

Was macht ein Gamer, der nach anstrengender Arbeit nach Hause kommt? Richtig, vor den Fernseher klatschen und mit seiner High-Definition-Konsole spielen. Jedoch gibt es da ein Spiel von Sony, das mehr fesselt als viele Spiele auf den Konsolen. Die Rede ist von Resistance: Retribution auf der PSP.

Ich bin es gewöhnt, einen Shooter auf PC oder einer Konsole zu spielen. Warum? Ganz einfach, ein schöner großer Bildschirm, eine gute Steuerung mit dem Joypad und ein fetter Sound aus der Dolby Digital Anlage. Doch ein Spiel hat es trotzdem geschafft, die Konsole vergessen zu machen und sich vor den kleinen Bildschirm zu hocken. Die Rede ist von Resistance: Retribution. Obwohl der Bildschirm so klein ist und nur Stereosound aus den Boxen dröhnt, so ist das, was man sieht und hört, einfach unglaublich. Ich dachte nie, dass so etwas auf einem tragbaren Gerät möglich sei, doch Sony hat bewiesen, dass es sehr wohl funktioniert. Aber nun zur Geschichte: Der Spieler übernimmt die Rolle von James Grayson. Früher kämpfte er an der Seite der Briten gegen eine außerirdische Macht, jetzt muss er wieder ran, allerdings für die Franzosen. Die Bestien haben fast ganz Europa dem Erdboden gleich gemacht, kein Haus steht mehr, die Vegetation ist nicht mehr das, was sie mal war und überall sind nur Trümmer. Die französischen Widerstandskämpfer „Marquis“ konnten uns mit einigen schlagkräftigen Argumenten überzeugen, ihnen zu helfen. Warum gerade wir? Ganz einfach, James kämpfte nach dem Tod seines Bruders als Ein-Mann-Armee, um Rache an allen Monstern zu nehmen. Er machte es sich zur Aufgabe, alle Monsterumwandlungsanlagen zu zerstören. Genau das ist die Aufgabe, die wir auch im gemeinsamen Kampf mit den Marquis übernehmen sollen.

Angefangen in Rotterdam kämpft sich der Spieler durch düstere Levels, Höhlen, technische Anlagen und erfährt während der Kampagne mehr über die Monster. Wer die zwei Teile auf der PS3 kennt, für den ist Retribution eine ideale Ergänzung, denn die Geschichte spielt genau zwischen beiden Teilen. Schon am Anfang fällt einem die negative Einstellung zu den Franzosen auf. James Grayson ist kein Fan der Froschfresser (Originalton im Spiel). Permanent gibt es Sticheleien zwischen den französischen Soldaten und dem ehemaligen Marine. Die Sprüche sind flott, die deutsche Übersetzung sehr gut. Auch die Soundeffekte und die Hintergrundmusik passen sehr gut ins Kriegsgeschehen. Je nach Situation passt sich die Musik an und bringt somit eine gute, fast filmreife Atmosphäre. Die Soundeffekte dringen aus den kleinen Boxen bzw. dem Kopfhörer wie beim großen Bruder, der Playstation 3. Jedoch muss man gestehen, dass der Bass nicht perfekt ankommt, er ist manchmal ein wenig schwach. Auch einige Soundeffekte klingen ein wenig blechern, alles in allem ist die Sparte Effekte und Musik aber super gelungen.

Die Grafik kann man natürlich nicht mit der einer High-Tech Konsole vergleichen, aber für das kleine Display hat mich die Grafik fast umgehauen. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man auf der PSP so ein Grafikfeuerwerk programmieren kann. Die Details sind stark, die Umgebungen sehr unterschiedlich und grafisch unglaublich. Man kann es kaum beschreiben, denn alles läuft flüssig, nichts ruckelt oder zuckelt, und jeder Level ist individuell genial. Ebenso sind im ganzen Spiel über eine Stunde an Zwischensequenzen zu betrachten. Diese sehen auch super aus und erzählen die Story. Sony hat an keinen Enden gespart, das Spiel mit den Aktionsequenzen und die dazugehörigen Filme sind gigantisch.

Nun aber zum wichtigsten bei einem Shooter, der Steuerung. Ich konnte mir das mit der Steuerung ebenfalls nicht vorstellen, allerdings nach ein paar Minuten Gewöhnungszeit, lief alles super. Mit den herkömmlichen Tasten schaut der Charakter nach oben oder unten und dreht sich. Mit dem linken Stick kann man sich bewegen. Der eine oder andere wird sich nun fragen, wie man denn dann zielt und auf den Gegner ballert? Hier haben sich die Programmierer auch etwas einfallen lassen, was intuitiv und genial ist. Wir haben ein Auto-Aim-System, d.h. alles, was in einem vorgegebenen Viereck zu sehen ist, wird automatisch anvisiert. Sind mehrere Gegner dort, so kann man durch die Ziele switchen. Wenn man aber selbst zielen will, so kann man das per linker Schultertaste ebenso machen. Also ist für jeden Spieler etwas dabei, Hardcorefans können ja mal versuchen, das Spiel ohne automatische Funktionen zu spielen, viel Spaß.

Das Schöne ist, dass die Steuerung zum ganzen Spiel und Leveldesign passt. Es sind niemals unfaire Stellen im Spiel, jedoch fordern viele Begegnungen mit den Monstern. Die Intelligenz verhält sich auch unterschiedlich, manche Gegner bleiben stehen und gehen in Deckung, andere hingegen laufen Amok und versuchen Dich umzuhauen. Dadurch kann man sich auf eine gehörige Portion Aktion, Spannung und Schockeffekte einstellen. Die Monster sind unterschiedlich gestaltet, manche krabbeln an den Wänden empor, mal sind es überdimensional große, mal winzig kleine Gegner. Also einfach durchlaufen und ballern ist hier fehl am Platz, die unterschiedlichen Rassen brauchen verschiedene Taktiken.
Anders als bei einem herkömmlichen Shooter geht man in Sachen Lebensenergie back to the roots. Die Energie kommt nicht von alleine wieder, sondern ihr müsst rote Kapseln aufsammeln. Hört sich seltsam an, aber früher war das völlig normal. Ebenso liegen überall Munitionskisten rum, die man aufsammeln muss, um seiner Waffe wieder Futter zu geben. Pro Waffe gibt es zwei Gattungen an Munition, einmal für die Primärfunktion und einmal für die Sekundärbewaffnung. Später im Spiel bekommt man sogar eine Waffe, mit der man für kurze Zeit ein Schild produzieren kann.

Eine Besonderheit wartet auf die Spieler, die Resistance 2 auf der Playstation 3 zu Hause haben. Wenn man beide Geräte miteinander verbindet, so wird die PSP infiziert und der Hauptcharakter wird modifiziert. Er hat dann ein paar andere Eigenschaften und sieht ein wenig anders aus. Leider ist das nur mit dem zweiten Teil möglich, Spieler ohne diesen gehen leider leer aus.

Sony spendierte Retribution auch noch einen Mehrspielermodus. Bis zu acht Spieler können sich gegenseitig bekämpfen. Leider konnte ich diesen Modus nicht testen, es hätte sicher Spaß gemacht, anderen Spielern in den Hintern zu treten.

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin positiv überrascht. Als ich das Muster in den Händen hielt, dachte ich an einen mittelmäßigen Titel, doch schon nach wenigen Minuten war mein Gedanke wie weggewischt. Das Spiel fetzt und die Grafik ist für PSP Verhältnisse unglaublich. Die ganze Atmosphäre ist super umgesetzt und setzt neue Maßstäbe im Handheld-Shooter-Genre. Die Spannung, die Kulissen, die Animationen – alles ist nahezu perfekt. Da kann man an dieser Stelle nur auf einen zweiten Teil hoffen, aber bis dahin kann man ja den harten Schwierigkeitsgrad versuchen.


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