Risiko: Halo Legendary Edition

Risiko: Halo Legendary Edition

Genre: Brettspiel
Autor: Original Risiko: Albert Lamorisse
Spieleverlag: Winning Moves
Empfohlenes Alter: 10+
Spieldauer: 60-120 Minuten
Anzahl Spieler: 2-5

Risiko: Halo Legendary Edition   29.07.2015 von Panikmike

Neben Monopoly ist Risiko eines der bekanntesten Brettspiele auf der Welt. Seit über 50 Jahren spielen Strategen mit ihren Armeen solange gegeneinander, bis zum Schluss nur noch Einer übrig bleibt. Wir haben uns die neueste Variation des Klassikers angesehen, welche mit einem der bekanntesten Videospiele-Franchise gekreuzt wurde: Risiko Halo Legendary Edition

 

Das Spielbrett, das Material und die Vorbereitung

 

Klappt man die Schachtel des Spiels auf, so sieht man sofort, dass man an dieser Stelle nicht von einem Spielbrett sprechen kann. Es gibt zwei Spielfelder mit den Maßen 76 x 26 cm, und beide sind vorne und hinten bedruckt. Es gibt verschiedene Varianten und daher auch die Möglichkeit, sich ein Szenario auszuwählen. Später dazu aber mehr. Beide Spielbretter sind auf stabilen Karton gedruckt, sodass selbst beim mehrmaligen Spielen keine Abnutzungserscheinungen auftreten.

 

Neben den Spielbrettern findet man in der Schachtel drei schwarze und zwei grüne, sechsseitige Würfel, Kampagnen- und Fraktionskarten und jede Menge Figuren. Diese gibt es in fünf Farben, jedoch sind sie, anders als beim herkömmlichen Risiko, in Fraktionen eingeteilt. Wer die Halo-Spiele kennt, dem sind die Namen UNSC (United Nations Space Command), ALLIANZ (Bündnis aus verschiedenen Alienvölkern) und FLOOD (eine Art Parasit, der organisches Leben befällt und kontrolliert) nicht fremd. Für Risiko sind die Hintergründe zwar nicht wichtig, dennoch ist die Geschichte rund um Halo sehr interessant und spannend. Die Figuren sind allesamt aus Plastik und schön modelliert. Die verschiedenen Farben sind passend gewählt und es gibt keine Rückstände vom Entgraten.

 

Die Vorbereitung dauert nicht lange – je nach dem, welchen der vier Spielmodi man spielt. Der Aufbau ist hierbei aber ziemlich gleich. Jeder Spieler nimmt sich seine Fraktion und, je nach Spiel, eine gewisse Anzahl von Teleporterchips aus der Schachtel. Ein Spieler mischt die Fraktionskarten getrennt voneinander und legt sie neben das Spielbrett. Zu guter Letzt werden noch die Kampagnenkarten nach der Schwierigkeitsstufe (Einfach, Heldenhaft und Legendär) gemischt und jeder Spieler bekommt pro Stapel eine Karte. Danach wird reihum gemäß gewissen Regeln das Spielbrett aufgebaut. Das folgende Beispiel ist vom 2-Spieler-Modus, genannt „One-On-One“. Nachdem die Spielvorbereitung abgeschlossen ist, darf jeder der beiden Spieler die Teleportersteine auf zwei Gebiete setzen. Diese sind von nun an verbunden und können von jeder Einheit – egal ob Freund oder Feind – benutzt werden. Danach darf jeder Spieler einmal würfeln. Der Spieler mit der höchsten Augenzahl beginnt. Er setzt seine Basis und eine einfache Einheit auf ein beliebiges Feld auf dem Spielplan. Spieler 2 darf nun dasselbe tun, aber die Einheiten müssen auf ein unbesetztes Feld. Danach werden zwei Einheiten der Fraktion Flood gesetzt, die als Feinde für alle gelten. Mit diesen Regeln wechselt man sich ab, bis jedes der Gebiete beansprucht worden ist – danach ist endlich Zeit für die entscheidende Schlacht!

 

Die Anleitung

 

Wird das Deckblatt der Anleitung nicht mitgezählt, so erstrecken sich die Regeln des Risiko im Halo Universum auf 11 Din A4-Seiten. Auf den ersten beiden ist aber lediglich eine Übersicht der Spielmaterialien zu sehen, was fürs Spiel selbst nicht gebraucht wird. Auf den restlichen neun Seiten werden die vier unterschiedlichen Spielmodi erklärt, welche in Risiko Halo Legendary Edition gespielt werden können. Doch selbst wenn man nur „One-On-One“ für zwei Spieler oder aber einen der anderen drei Modi für bis zu fünf Spieler spielen möchte, dem rate ich, die komplette Anleitung mindestens einmal durchzulesen. Hat man die Regeln verinnerlicht, so sollte man trotzdem stets die Anleitung neben sich liegen haben, um im Notfall kurz reinzuschauen. Wichtig: Selbst wer das normale Risiko kennt, muss die Anleitung lesen! Die Halo Edition hat nicht nur eine andere Optik und ein anderes Spielbrett, sondern auch neue Regeln mit neuen Ideen. Nehmt Euch einfach 15-20 Minuten Zeit um alles in Ruhe durchzulesen, sodass ein lückenloser Spielfluss gewährleistet ist.

 

Das Spielziel

 

Risiko Halo Legendary Edition beinhaltet vier Spielmodi, welche verschieden beendet werden können. Beim 2-Spieler-Spiel siegt entweder derjenige, der den anderen vernichtet hat, oder aber alle drei Kampagnenziele erfüllt hat. Wichtig dabei ist, dass die eigene Basis nicht dem Gegner gehören darf. Beim Modus „Objective“ sind es dieselben Ziele, welche die Spieler verfolgen muss. Der Unterschied besteht nur darin, dass nicht nur zwei, sondern bis zu fünf Spieler an der Schlacht beteiligt sind und sich gegenseitig an die Gurgel wollen. Der dritte Modus nennt sich „Slayer“ und ist fast dasselbe, mit einem Unterschied: Es gilt der letzte Überlebende zu sein. Kampagnenkarten werden in diesem Modus gar nicht erst verwendet, getreu dem Motto: Friss oder stirb! Der Letzte im Bunde nennt sich „Team-Objective“ und kann nur von vier oder fünf Spielern gespielt werden. Wie der Name schon sagt geht es hier um Teamziele, welche erfüllt werden müssen. Ergo kann das Team vier Kampagnenziele erfüllen und somit das Spiel gewinnen, oder aber man spielt die Fraktion Flood und braucht dann nur drei Kampagnenziele. Dies hat den Hintergrund, dass die Flood bei einem 5-Spieler-Spiel gegen zwei andere Teams gewinnen muss und es somit am Schwersten hat. Alles in allem geht es eigentlich immer darum, alle Armeen von der Karte zu fegen und somit der alleinige Herrscher zu sein. Die Kampagnenkarten sind zweitrangig, denn fast jeder hat bei Risiko das genannte Ziel vor Augen. Ich sag nur eins: Last Man Standing!

 

Der Spielablauf

 

Der Spielablauf ist bei allen vier Modi eigentlich derselbe. Es gibt aber einen Unterschied im Aufbau bzw. in der Vorbereitung. Sobald das Spielbrett fertig geplant ist, kann es losgehen:

 

Verstärkung verteilen

Der Startspieler zählt nun seine besetzten Gebiete und teilt diese durch 3 – liegt die Zahl darunter, so wird IMMER auf 3 aufgerundet. Danach gibt es Bonusarmeen für vollständig kontrollierte Regionen und einen Bonus von einer Armee pro besetzter Basis. Zu guter Letzt kann der Spieler mit seinen Fraktionskarten – gemäß den Eintauschregeln – zusätzliche Unterstützung anfordern.

Diese Verstärkungen müssen dann auf besetzte Gebiete beliebig verteilt werden. Ob man nun alle Armeen auf ein Feld stellt, oder diese aufteilt, bleibt dem Spieler selbst überlassen. Falls der Held zuvor auf dem Schlachtfeld gefallen ist, so darf er wieder auf ein beliebiges, kontrolliertes Feld gesetzt werden.

 

Angreifen

Nachdem alle verbündeten Armeen stationiert worden sind, kann es mit dem Angriff losgehen. Man sucht sich ein Angriffsziel aus, und kündigt diese sogenannte „Invasion“ laut an. Als Angreifer braucht man mindestens zwei Armeen, da eine davon auf dem benachbarten Gebiet stehen bleiben muss. Der Verteidiger entscheidet nun noch, ob er mit einer oder – falls mehrere Armeen auf diesem Gebiet stehen – mit zwei Würfeln verteidigen möchte. Nun gibt es ein Würfelduell, welches unter Umständen etwas länger dauern kann. Der Angreifer würfelt maximal mit den drei Würfeln (je nach Anzahl der Angreifer), der Verteidiger danach mit ein oder zwei (je nach Anzahl der Verteidiger) grünen Würfeln. Verglichen wird immer die höchste Augenzahl von beiden, bei Gleichstand verliert immer der Angreifer. Wenn ein Held an der Schlacht beteiligt ist, so darf der Spieler immer 1 auf eine gewürfelte Augenzahl addieren. Wer Fraktionskarten besitzt, kann diese ebenso gemäß den darauf stehenden Regeln einsetzen. Dies kann zum Beispiel eine Unterstützung in Form von Armeen sein, oder aber auch ein Bonus im Kampf. So attackiert man sich gegenseitig so lange, bis entweder der Verteidiger alle Angreifer besiegt hat, oder aber die Verteidigung in ganzer Linie verloren hat. Ist der Kampf entschieden, so kann der Spieler erneut in einem anderen Gebiet angreifen, oder aber seinen Spielzug beenden.

 

Einen Zug beenden

Wenn in dem Zug mindestens ein Gebiet erobert wurde, dann darf der Spieler eine Fraktionskarte ziehen. Wichtig ist hierbei, dass die Karten vorher getrennt wurden und der Spieler nicht eine Karte einer anderen Fraktion zieht. Falls in der Runde aber ein Kampagnenziel erreicht wurde, so muss sich der Spieler entscheiden: Nimmt er eine Fraktions-Karte, welche ihm einen Bonus bringen kann, oder verzichtet er darauf, weil er eine seiner drei Ziele erfüllt hat. Abschließend hat der Spieler noch die Möglichkeit von einem Gebiet alle bis auf eine Armee in ein Nachbargebiet zu ziehen. Dies kann sehr sinnvoll sein, wenn man beim nächsten Spielzug zum Beispiel einen Großangriff auf ein feindliches Land plant.

 

Gemäß den oben genannten Punkten geht es solange reihum, bis einer der Spieler seine drei Kampagnenziele erreicht hat, oder aber alle anderen Spieler vom Teppich gefegt hat.

 

Viel Spaß im Brettspiel-Krieg mit Risiko Halo Legendary Edition!

 

Bildergalerie von Risiko: Halo Legendary Edition (19 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 4 Schlachtfelder auf 3 Spielbretter
  • 10 Mobile Transporter
  • 2 UNSC-Fraktionen mit jeweils 56 Einheiten (inkl. 1 Basis)
  • 2 Allianz-Fraktionen mit jeweils 56 Einheiten (inkl. 1 Basis)
  • 1 Flood-Fraktion mit 56 Einheiten (inkl. 1 Basis)
  • 24 Kampagnenkarten
  • 44 Fraktionskarten
  • 5 Basen
  • 5 Würfel
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich liebe Risiko und eine Runde Halo spiele ich auch gerne mal auf der Xbox. Die Kombination von beiden Spielen ist eine grandiose Idee, die zudem auch noch sehr gut umgesetzt wurde. Alleine die Möglichkeit, in vier verschiedenen Spielwelten zu spielen, bringt eine große Abwechslung ins Spiel. Ebenso die verschiedenen Spielmodi und zugleich die Möglichkeit im Team gegeneinander zu spielen, macht Risiko Halo Legendary Edition zu einem besonderen Spielerlebnis! Die grundlegenden Regeln sind hierbei gleich, die kleinen Feinheiten machen aber das i-Tüpfelchen aus. Zwei Mankos habe ich dennoch gefunden, die ich auch erwähnen möchte. Zum einen ist das zusammengebaute Spielbrett über 1,50 Meter breit, sodass man dementsprechend auch einen großen Tisch zu Hause haben muss. Zum anderen finde ich den Preis von ca. 60 Euro sehr hoch, weil die meisten anderen modifizierten Risiko-Spiele von Winning Moves ca. 15 Euro drunter liegen. Diese Punkte außer Acht, kann ich das Spiel jedem Fan absolut empfehlen!


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