Rogue Warfare 2

Rogue Warfare 2

Originaltitel: Rogue Warfare: The Hunt
Genre: Kriegsfilm • Action
Regie: Mike Gunther
Hauptdarsteller: Stephen Lang • Will Yun Lee
Laufzeit: DVD (99 Min) • BD (104 Min)
Label: Tiberius Film / Sony Pictures Entertainment
FSK 16

Rogue Warfare 2   05.12.2019 von MarS

Rogue Warfare 2 - Kein Mann bleibt zurück ist der zweite Teil einer Kriegsfilmtrilogie, die sich darum bemüht, aktuelle Krisenthematiken in ein fiktives Szenario zu verpacken. Wir sagen Euch, ob das Experiment gelungen ist...

 

Inhalt

 

Nach ihrer ersten Konfrontation mit der Terrororganisation "Black Mask" ist Daniel (Will Yun Lee), Anführer der Special Forces, gefangen genommen worden. Nun ist sein Team auf der Suche nach ihm, doch die Wüste ist das perfekte Versteck für die Einheiten der "Black Mask". Während die Terroristen an einer Bombe mit Sarin Gas arbeiten, setzen die Special Forces alles daran, ihren Mann zu befreien, denn kein Mann wird zurückgelassen. Um Daniel zu retten, müssen sie das Hauptquartier der "Black Mask" finden und einen direkten Angriff wagen. Doch die Zeit drängt, denn Daniel wird brutal gefoltert und steht kurz vor seiner Exekution...

 

Bei einer mehrteiligen Reihe wird es oftmals zum Problem, einen Teil daraus alleinstehend zu bewerten. Im Fall von Rogue Warfare 2 - Kein Mann bleibt zurück stellt sich jedoch heraus, dass es nicht nur völlig egal ist, ob man den Vorgänger kennt oder nicht, sondern auch, dass man am Ende froh darüber ist, nur einen Film der Reihe gesehen zu haben. Dabei ist die Handlung selbst noch das kleinste Problem, denn ein Kamerad in der Hand von bösen Buben, den es zu befreien gilt, das reicht im Normalfall für einen soliden Actioner oder auch Kriegsfilm meistens aus. Weniger passend ist jedoch die Art und Weise, wie die Retter zur Tat schreiten, ebenso wie die völlig unglaubwürdige und teils absurde Vorgehensweise bei der Rettung. Wer jetzt denkt, diese Elemente machen ja auch keinen Kriegs- oder Actionfilm aus, sondern eben die Actionszenen, der hat auf der einen Seite wohl recht. Auf der anderen Seite jedoch geizt Rogue Warfare 2 - Kein Mann bleibt zurück auch in diesem Bereich, denn Action gibt es nur zu Beginn und im Finale zu sehen, im Übrigen muss man sich als Zuschauer mit dämlichen Dialogen, hohl agierenden Figuren und seltsamen Suchaktionen auf Seiten der Special Forces beziehungsweise jeder Menge pseudo-intellektuellen Dialogen auf Seiten der Terroristen begnügen. Dass dabei jede Menge Längen entstehen ist nur die logische Konsequenz. Immerhin sind die spärlichen Actionszenen recht ansehnlich und bieten recht blutige Shootouts, wenngleich das Ganze auch wenig authentisch gehalten wurde.

 

Bildergalerie von Rogue Warfare 2 (8 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Das Bild der Blu-ray ist abgesehen von leichtem Banding sehr scharf und kontrastreich. Auf feinste Details sind zu erkennen, während die Farbgebung passend zur Location überwiegend in erdigen, warmen Tönen gehalten und durchaus natürlich ist. Deutlich weniger Überzeugungsarbeit leistet der Ton. Dieser liefert eigentlich keine Räumlichkeit und ist sehr kraftlos, was sich vor allem in den Actionmomenten bemerkbar macht. Zudem ist die deutsche Synchronisation nur bedingt gelungen, während diese offensichtlich über den eigentlichen Originalton gelegt wurde und deshalb immer wieder das normale Sounddesign überlagert. Etwas harmonischer erscheint da die Originaltonspur, doch auch der fehlt es an Räumlichkeit und Druck.



Cover & Bilder © Tiberius Film


Das Fazit von: MarS

MarS

Rogue Warfare 2 - Kein Mann bleibt zurück liefert zu Beginn und im Finale ein paar ansehnliche Actionszenen, leistet ansonsten aber nur wenig Überzeugungsarbeit. Fehlende Glaubwürdigkeit und Authentizität sind da nur zwei von zahlreichen Problemen, mit denen der Film zu kämpfen hat. Patriotisches Geschwafel auf der einen, pseudo-intellektuelle Ansprachen auf der anderen Seite, das sind die Hauptbestandteile, mit denen es der Zuschauer die meiste Zeit über zu tun bekommt. Rogue Warfare 2 - Kein Mann bleibt zurück ist ein Schuss in den Ofen und rechtfertigt weder den finalen Teil der Trilogie, noch sein eigenes Dasein.


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