Runaway - Spinnen des Todes

Runaway - Spinnen des Todes

Originaltitel: Runaway
Genre: Sci-Fi • Action • Thriller
Regie: Michael Crichton
Hauptdarsteller: Tom Selleck • Gene Simmons
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (99 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Runaway - Spinnen des Todes   18.10.2015 von MarS

Regie, Drehbücher oder Produktion, was Michael Crichton in die Hand genommen hat wurde meist ein Erfolg. Umso verwunderlicher dass der vorliegende Sci-Fi-Thriller Runaway - Spinnen des Todes ein eher unbekannterer Vertreter ist. Warum dies so ist oder ob der Film völlig zu Unrecht übersehen wurde, soll die folgende Kritik zur eben erschienenen, remasterten Neuauflage klären, im Zuge derer der Film nun erstmals auch auf Blu-ray veröffentlicht wurde.

 

In nicht allzu ferner Zukunft sind Roboter aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. In allen Bereichen unseres Lebens haben die Maschinen Einzug gehalten und unterstützen uns bei unserer Arbeit. Für Fehlfunktionen ist eine eigene Spezialeinheit der Polizei zuständig, die unter der Leitung von Sergeant Jack Ramsey (Tom Selleck) agiert. Zusammen mit seiner neuen Partnerin, dem Neuling Karen Thompson (Cynthia Rhodes), wird die eintönige Routinearbeit plötzlich gefährlich, als er zum ersten Mord durch einen Roboter gerufen wird. Die Beiden entdecken dass hinter dem Amoklauf manipulierte Chips stecken, für die der gnadenlose Dr. Charles Luther (Gene Simmons) verantwortlich zu sein scheint. Der gerissene Killer entwickelt sich schon bald vom Gejagten zum Jäger...

 

Der Sci-Fi-Thriller Runaway - Spinnen des Todes bietet auch über 30 Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung noch spannende und actionreiche Unterhaltung, da er sich trotz der inzwischen natürlich überholten Computertechnik und seinem dementsprechend angestaubtem Aussehen mit Thematiken beschäftigt, die auch heute noch sehr aktutell sind. Wie auch schon in seinem Film Westworld zeigt Michael Crichton auch mit Runaway eine Vision auf kommende, besorgniserregende technische Entwicklungen, die nicht aus der Luft gegriffen scheinen und im Prinzip sogar immer brisanter werden. Schauspielerisch gibt es nichts zu beklagen. Tom Selleck darf seine Ausstrahlung auch außerhalb von Magnum spielen lassen und liefert zusammen mit den übrigen, teils prominenten Darstellern, eine sehr solide Performance ab, wenn dabei auch keine Highlights zu erkennen sind. Hervorragend besetzt ist der Gegenspieler Dr. Charles Luther mit Gene Simmons (Bassist der Hardrock-Band KISS), der einem alleine mit seinem psychotischen Blick immer wieder kalte Schauer über den Rücken jagt. Der Soundtrack präsentiert sich mit typischen 80er Jahre Synthesizer-Sounds, komponiert von Jerry Goldsmith, was war zum Film passend, heutzutage aber eher anstrengend als atmosphärisch wirkt.

 

Bildergalerie von Runaway - Spinnen des Todes (8 Bilder)

Die technische Seite der Blu-ray ist leider entgegen der Thematik des Films nicht seiner Zeit voraus, sondern gleicht eher einer mittelmäßigen DVD. Die Farbgebung ist sehr matt, Schärfe und Detailgrad im Prinzip nicht vorhanden. Das Bild ist von stetigem, teils starkem Filmkorn durchzogen und insgesamt sehr weich, immer wieder tauchen kleinere Verunreinigungen auf. Auch der Ton kann nicht überzeugen und ist extrem frontlastig ohne jegliche Akzente zu setzen. Surroundboxen und Bass bleiben gelangweilt auf ihren Plätzen. Hier hätte man deutlich mehr Arbeit investieren müssen, so aber ist der Aufdruck "Weltweit erste Veröffentlichung in neuer HD-Abtastung" völlig zu ignorieren.


Das Fazit von: MarS

MarS

Runaway - Spinnen des Todes ist ein spannender, actionreicher Sci-Fi B-Movie, der trotz seiner angestaubten Technik auch heute noch sehr gut zu unterhalten weiß. Die Thematik ist genau betrachtet immer noch mehr als brisant und aktuell und so macht es immer wieder Spaß, den kurzweiligen Thriller in den Player wandern zu lassen. Die technische Seite der Blu-ray kann leider nicht überzeugen und wird dem Film zu keiner Zeit gerecht. Ich für meinen Teil würde mir ein Remake von Runaway - Spinnen des Todes wünschen - nicht weil der Film schlecht wäre, sondern weil die Thematik einfach sehr aktuell ist und eine technisch neuere Version verdient hätte, auch wenn es schwer werden dürfte einen würdigen Ersatz für den wirklich psychopathisch aufspielenden Gene Simmons zu finden.


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