SOS Dino

SOS Dino

Genre: Brettspiel • Kinderspiel
Autor: Ludovic Maublanc & Théo Rivière
Illustrator: Mathieu Leyssenne
Spieleverlag: Loki
Empfohlenes Alter: 7
Spieldauer: 20 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

SOS Dino   22.04.2018 von Born2bewild

Die vier Dinokinder Freddy, Louis, Marie und Nessie sind gerade am Spielen, als das Tal von einem merkwürdigen Grollen erfüllt wird. Die vier Vulkane brechen aus und die Freunde müssen nun so schnell wie möglich auf die umliegenden Berge fliehen und dabei möglichst viele Eier retten. Die Sofahelden-Redakteure Born2beWild haben versucht ihnen dabei zu helfen. Ob sie dabei Spaß hatten oder lieber freiwillig in die kochende Lava gesprungen sind, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von SOS Dino wirkt sehr hochwertig und die Beschichtung des Kartons macht einen sehr robusten Eindruck. Auf der Front sind die vier Dinofreunde bei einem Fluchtversuch auf einen Berg zu sehen. Durch ein Sichtfenster blickt einem die Spielfigur des kleinen T-Rex Freddy entgegen. Im Inneren des Kartons findet man erstmal nur einen Kunststoffeinsatz mit den vier Figuren, der Anleitung, einem schwarzen Beutel und einem Verpackungshinweis vor, der zeigt, dass man das restliche Spielmaterial unter dem Einsatz findet. Neben dem Spielplan gibt es eine Menge Kartonteile zum rausdrücken. Ist das erledigt, müssen Vulkane, Berge und die spitzen Felsen zusammengebaut werden. Das Spielmaterial macht einen sehr guten Eindruck. Die Dinofiguren sind sehr liebevoll gestaltet und trotzdem Robust genug um Kinderhänden Stand zu halten. Die Vulkane und Berge sind als Karton-3D-Modelle gestaltet und sorgen so schon einmal für eine gewisse Vorfreude.

Beim eigentlichen Spielaufbau werden die vier Gefahrenplättchen mit vier Richtungen nach ihrer Blütenfarbe auf die jeweiligen Startfelder der Vulkane gelegt. Die Modelle der Vulkane werden ebenfalls, passend zur Blütenfarbe, auf diese Plättchen gestellt. Anschließend werden die vier Berge auf die Eckfelder des Spielfeldrandes gestellt, sowie die Spitzen Felsen und die Eier auf die jeweiligen Stein- und Nestfelder gelegt. Die Gefahrenplättchen werden in den schwarzen Beutel gefüllt und gemischt. Nun positioniert man noch die vier Dinos auf den dafür vorgesehenen Feldern und es kann losgehen. Startspieler ist derjenige, der die kürzesten Arme hat.

 

Die Anleitung

 

Die mehrsprachige Anleitung umfasst auf Deutsch sechs Seiten und ist sehr verständlich geschrieben. Zur Veranschaulichung und Auflockerung enthält sie auch einige Bilder. Die Regeln sind innerhalb von circa fünf Minuten gelesen und größtenteils verstanden. Einziger Defizit ist die Definition, ob die Berge als ein Feld zählen auf dem nur ein Dino stehen darf, oder sich ob dort auch mehrere Dinos retten dürfen. Ansonsten sind die Regeln aber eindeutig.

 

Das Spielziel

 

Durch den Vulkanausbruch im Tal befinden sich Freddy, Louis, Marie und Nessie, sowie einige Dinoeier in Nestern in Gefahr. Ziel des Spiels ist es, den Lavaströmen auszuweichen und sich mitsamt möglichst vieler Eier auf die naheliegenden Berge zu retten. Sind alle verbliebenen Dinos in den Bergen gelandet oder sind keine Züge mehr möglich, endet das Spiel und wird anhand eines Punktesystems ausgewertet.

 

Der Spielablauf

 

Beginnend mit dem Startspieler wird zuerst ein Plättchen aus dem schwarzen Sack gezogen. Nun muss es, der Blütenfarbe entsprechend, an einem Lavastrom am Vulkan angelegt werden. Dabei dürfen die Plättchen nicht auf Wasser oder Hindernisse wie zum Beispiel die spitzen Felsen gelegt werden. Ist ein Lavastrom blockiert, so das nicht weiter angelegt werden kann, explodiert der Vulkan, dabei wird das Vulkanmodell zur Seite gelegt und es kann an alle vier Ströme des nun freigewordenen Gefahrenplättchens angelegt werden. Schafft man es auch diese Ströme zu blockieren, so wird beim nächsten Zug das Gefahrenplättchen beiseitegelegt und ein neues gezogen. Zieht man ein Meteoritenplättchen, so wird es auf das entsprechende Feld gelegt, ist das Feld durch einen Lavastrom bereits blockiert, so wird es in die Schachtel gelegt und ein neues Plättchen gezogen. Egal ob Meteorit oder Lavastrom, steht ein Dino oder liegt ein Ei im Weg, so wird die Figur oder das Ei aus dem Spiel genommen.  Nachdem das Plättchen gelegt wurde, führt man die Aktion darauf aus. Dabei gibt es vier verschiedene Möglichkeiten:

 

  • Bewege einen Dino um ein Feld
  • Bewege zwei Dinos um je zwei Felder
  • Bewege einen Dino um zwei Felder
  • Ziehe noch ein Gefahrenplättchen

 

Die Aktionen erklären sich eigentlich von selbst, zu beachten ist nur, dass die Dinos sich nur waagrecht oder senkrecht, aber nicht diagonal bewegen dürfen. Laufen sie bei ihrer Bewegung über ein Ei, so gilt es als gerettet und wird auf einen der Berge gelegt. Landet der Dino auf einem der Berge, ist er auch sicher und verbleibt für den Rest des Spiels dort. Aufgrund der Platzverhältnisse auf den Bergen haben wir das Spiel so gespielt, dass sich auf jeden Berg nur ein Dino retten kann. Bei der vierten Aktion, ziehe noch ein Gefahrenplättchen, wird genau wie bei der ersten Spielphase verfahren, es wird ein Plättchen gezogen, hingelegt und anschließend die Aktion durchgeführt. Das Spiel endet, sobald entweder keine Züge mehr möglich sind, oder sich alle vier Dinos auf die Berge gerettet haben. Dann werden die Punkte zusammengerechnet, wobei jeder gerettete Dino zwei und jedes gerettete Ei einen Punkt gibt. Ob und wie erfolgreich man war, kann man dann dem Text in der Anleitung entnehmen.

 

Bildergalerie von SOS Dino (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 4 Dinofiguren
  • 4 Vulkane
  • 4 Berge
  • 6 Dinoeier-Spielmarken
  • 1 großer Stoffbeutel
  • 4 spitze Felsen
  • 5 Dornensträucher
  • 58 Gefahrenplättchen

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Meine erste Begegnung mit SOS Dino war auf der Spielzeugmesse in Nürnberg. Schon dort gefiel mir der gesamte Spielaufbau. Die Figuren sind sehr schön gestaltet und trotzdem sehr robust. Das Spielfeld wirkt durch die 3D-Modelle der Vulkane, Berge und der spitzen Felsen sehr ansprechend. Aber auch die Regeln sind sehr einfach und können auch schon von kleineren Kindern verstanden werden. Unser fünfjähriger Spieleprofi kam damit sehr gut klar und fand sowohl die Verpackung als auch die Figuren (die auch gleich vom Zweijährigen begutachtet werden mussten) sehr ansprechend. Positiv ist für mich auch, dass es ein kooperatives Spiel ist, was das vermitteln der Regeln einfacher macht. Dadurch kann man es sogar alleine spielen. Ebenfalls sehr gut finde ich, dass es beim Spielende nicht direkt ein gewonnen oder verloren ist, sondern je nach Punktzahl einen kleinen oder größeren Erfolg gibt. Der Text zu den Punkteintervallen der Anleitungen sagt dann sinngemäß zum Beispiel aus, dass man es ganz gut geschafft hat, aber es bestimmt in den nächsten Runden noch besser schafft. Ein kleines Defizit sehe ich aber in der Verpackung. Zwar ist der Kunststoffeinsatz irgendwie gut gemeint, bietet aber im Wesentlichen Platz für die Plättchen, die ich eigentlich eher im Beutel belassen hätte. Hier hätte ich mir eher gewünscht, dass man die Vulkane und Berge vielleicht sogar im Aufgebauten Zustand unterbringen kann. So verkürzt man eventuell die Haltbarkeit etwas, da sie ja „nur“ aus Pappe zusammengesteckt sind. In meinen Augen ist das Spiel schon fast ein Pflichtkauf für Familien und verdient hier 8/10 Punkte.


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