Silent Hill: Homecoming

Silent Hill: Homecoming

Publisher: Konami
Genre: Action / Adventure
Sub-Genre: 3rd Person Horror
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 20.03.2009
USK 18

Silent Hill: Homecoming    15.05.2009 von Panikmike

Jeder kennt die Silent Hill Serie. Horror, Schockmomente, skurile Levels sind ein paar Stichwörter, die zu jedem Teil passen. Doch kann der neue Teil der Serie, der erstmalig auf Next-Gen-Konsolen programmiert worden ist, mit den alten Teilen mithalten? Ist der Sprung zu der nächsten Generation gelungen oder ist das Spiel lahm und gar nicht fürchterlich?

Silent Hill Homecomming heißt der neue Teil der Saga. Doch es stammt nicht aus der Feder des ursprünglichen Entwicklerteams sondern von den amerikanischen Unternehmen „Double Helix“. Kann das gut gehen? Generell würd ich diese Frage mit „JEIN“ beantworten. Aber mehr dazu im Verlauf des Artikels.

Wir Europäer mussten über sechs Monate warten, um in den Genuss des Spiels zu kommen. Warum ist eine andere Geschichte. Bei der Hauptperson der Story von Homecomming handelt es sich um Alex Shepherd. Der ehemalige US Soldat möchte eigentlich nur in seine Heimatstadt zurückkehren, muss aber mit Schrecken feststellen, dass er sie anders in Erinnerung hat. Irgend etwas stimmt hier ganz und gar nicht. Die Straßen sind mit Nebel gefüllt, die Stimmung ist beklemmend und kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Was ist passiert? Als ich den Soldaten übernehme und an meinem Elternhaus angekommen bin, stelle ich fest, dass mein Vater und mein Bruder Josh verschwunden sind. Meine Mutter ist noch im Haus, aber mit ihr kann ich aufgrund ihres Zustandes nicht richtig reden. Natürlich sorge ich mich um meine Familie und möchte wissen, was hier abgeht. Plötzlich werde ich von einem abscheulichen Etwas angegriffen. Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr, aber genau das ist es, was ich im Laufe des Spiels herausbekommen soll.


Man sieht Alex im gesamten Spiel aus der 3rd Person Perspektive, aber Gott sei Dank kann man mit dem rechten Stick jederzeit die Kamera justieren und frei bewegen. Früher gab es diese Möglichkeit noch nicht, aber in den heutigen Zeiten ist es schon ein Muss geworden. Vor allem weil es dem Spieler viel mehr Freiräume gibt und somit mehr Spielspaß enthalten ist. Die restlichen Features und das Gameplay sind ziemlich ähnlich wie bei den Vorgängern. Immer noch steuert man seine Spielfigur durch enge Gassen, nebelige Straßen und dunkle Gebiete. Nebenbei gibt es kleine Rätsel zu lösen und aufzuklären, warum das hier alles passiert ist. Kann man ein Monster nicht besiegen, so sollte man sich nicht schämen, vor diesem davon zu laufen. Auch rennen gehört in Silent Hill zum Aufgabengebiet. Allerdings wird dies nicht so oft wie in den vergangenen Teilen passieren, da hier der Fokus auf den Kampf gelegt ist. Es gibt die verschiedensten Nahkampf- und Fernkampfwaffen. Die Kämpfe selbst sind sehr gut steuerbar und im Vergleich extrem verbessert worden. Nur wollen die Silent Hill Spieler lieber vor der Gefahr weglaufen oder doch lieber der Gewalt freien Lauf lassen? Diese Frage sollte jeder für sich selbst entscheiden, doch eines ist klar: Normalerweise war der Kampf bei Silent Hill eher Nebensache und nicht der Fokus. Leider sind manche Gegner in diversen Situationen auch nicht ganz fair, einmal wurde ich von einer Krankenschwester in die Enge getrieben und konnte nicht mehr zuschlagen. Sie war immer schneller als ich und nach zwei Verbandskästen und einem Gesundheitstrunk war sie dann doch mal tot. Das frustrierte mich sehr, Gott sei Dank passierte das nicht oft.

Rein technisch gesehen sind die Fights sehr gut umgesetzt und sehen vor allem bei den Bosskämpfen grandios aus. Die Gegner sind abwechslungsreich designed und sehr packend inszeniert. Jeder hat eine Schwachstelle, die aber erst gefunden werden muss. Try and Error ist zum Teil die Devise. Auch wenn es nicht viele verschiedene Gegner gibt, so ist die Stimmung mit den wenigen verschiedenen sehr gut inszeniert. Anfangs sind alle noch sehr einfach zu erledingen, doch spätestens im 3. Abschnitt wird man im Hotel das Fürchten lernen. Die Gegner werden hart, die Munition knapp und die Person, die natürlich nachts ohne Licht spielen sollte, wird schreckhaft. Die Gruselstimmung wurde sehr gut umgesetzt, viel besser als im vergleichbaren Alone in the Dark.


Ein wichtiger Bestandteil von Silent Hill waren bisher immer die Rätsel und auch diese wurden hier super eingebaut. Es gibt nicht nur simple „Bring A nach B und zu C“ Rätsel sondern auch welche, die die Hirnmassen des Spielers zum Glühen bringen. Schieberätsel sind ebenso vorhanden wie Kombinationsaufgaben. Die Gruselstimmung wird dadurch aber nie unterbrochen, vielmehr wird sie durch die Rätsel aufgelockert.

Das Wichtigste aber war aber die dichte Horroratmosphäre. Die dunklen Seiten, der beklemmende Sound und die skurrilen Welten. Überall Dreck auf den Boden und blutverschmierte Wände zierten die bisherigen Teile. Doch in „Homecomming“ ist dies leider nicht mehr so ganz. Es ist wie bei „I am Legend“. Der Film ist grandios, die Umgebung nicht an die Stimmung des Streifens angepasst. Hier ist es nicht ganz so schlimm, aber ähnlich. In der deutschen Version muss man auf sehr viel rote Farbe und Gewalt verzichten. Warum das ganze Spiel aber über sechs Monate Verzögerung hat, kann ich mir nicht erklären. Die Stimmen wurden nicht mal übersetzt, was aber auch gut so ist, denn die englischen Sprecher sind sehr gut. Wer der englischen Sprache nicht so mächtig ist, der bekommt natürlich gute deutsche Untertitel.

Im Grunde genommen ist fast alles beim Alten: Horror, Gruselstimmung, skurrile Monster, wenig Munition, kleine, aber knackige Rätsel, viel Nebel, seltsame Parallelwelten, eine düstere Grafik und ein genialer Soundtrack.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Meiner Meinung nach hat das amerikanische Entwicklerteam große Arbeit geleistet, mir hat Homecomming sehr viel Spaß gemacht. Ebenso hat es mir einige Schreckmomente beschert. Endlich mal wieder etwas, vor dem man Angst haben kann. In Sachen Gruselatmosphäre ist es definitiv das Beste, was es seit langen gegeben hat. Auch wenn der deutsche Markt lange darauf gewartet hat, der fünfte Teil der Serie hat sich auf alle Fälle gelohnt. Wusstet ihr, dass Silent Hill sein 10jähriges feiert? Herzlichen Glückwunsch!


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positiv negativ
  • Dichte Horroratmosphäre
  • Alter Grafikfilter macht die Stimmung perfekt
  • Düsterer Soundtrack
  • Sehr gute Steuerung
  • Geile Bosskämpfe
  • Schöne Licht- und Schatteneffekte
  • Zu wenig dreckige Texturen
  • Munition sehr knapp
  • Grafik manchmal zu schlicht
  • Zu viele Kämpfe für die Silent Hill Serie





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