Spieglein, Spieglein

Spieglein, Spieglein

Originaltitel: Mirror Mirror
Genre: Märchen-Abenteuer / Fantasy
Regie: Tarsem Singh
Hauptdarsteller: Julia Roberts
Laufzeit: Ca. 106 Minuten
Label: Studiocanal
FSK 0

Spieglein, Spieglein   02.10.2012 von Panikmike

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land. Mittlerweile gibt es unzählige reale und auch Zeichentrickfilme über Schneewittchen. Die neue Interpretation von Regisseur Tarsem Singh ist eine komplett andere Auslegung und angeblich die wahre Geschichte. Na dann schau ich mir das Mal an …

Das berühmte und beliebte Märchen der Gebrüder Grimm ist mittlerweile über 200 Jahre alt, erfreut heutzutage aber immer noch Kinder und Erwachsene. Zahlreiche Filme nehmen das Thema der bösen Königin und der jungen, bildhübschen Prinzessin auf und verarbeiten es nicht immer nach dem Vorbild der beiden Brüder. Der neue Film von Tarsem Singh ist eine komplett neue Auslegung, ohne aber das generelle Märchen zu verfälschen. Der indische Regisseur, der im Jahre 2000 durch seinen Kinoerfolg The Cell berühmt geworden ist, schuf mit Spieglein, Spieglein ein ebenso skurriles, aber auch meisterhaftes Werk.

Die böse Königin (Julia Roberts) regiert nach dem Tod des Königs (Sean Bean) das Land. Sie hebt mehrmals pro Jahr die Steuern, um sich ihr Leben noch mehr zu versüßen. Doch ihr größtes Ziel ist es, die schönste Frau auf Erden zu sein. Ihre größte Konkurrenz lebt eine Tür weiter, Schneewittchen ist witzigerweise ihre Stieftochter. Daher darf die junge Schönheit auch nur innerhalb des Palastes ihr Unwesen treiben, sie hat ein komplettes Ausgehverbot außerhalb des Schlosses.

An ihrem 18. Geburtstag fasst sie allen Mut zusammen und widersetzt sich den Befehlen ihrer bösen Stiefmutter. Sie geht heimlich in den Wald und trifft dort auf Prinz Alcott (Armie Hammer) und seinen Schergen. Beide wurden von bösen Zwergriesen überfallen und halb nackt kopfüber an einem Baum gefesselt. Schnell stellt sich heraus, dass sich beide auf dem ersten Blick verliebt haben. Doch auch die Königin hat ein Auge auf den Prinzen geworfen, sie wittert viel Geld und Macht. Daher verabreicht sie dem Prinzen einen Liebestrank, sodass er seine Liebe zur jungen Schönheit schnell vergisst und von nun an in die Königin verschossen ist. Währenddessen soll Schneewittchen ermordet werden, sodass die Königin wieder die Schönste im ganzen Land ist. Ihr treuer Diener Brighton (Nathan Lane) bekommt dies aber nicht übers Herz und schickt sie tief in den Wald. Dort trifft sie auf die sieben Zwerge, die sich ihr Geld durch Raubzüge à la Robin Hood verdienen. Zusammen als Team planen sie, die Königin zu stürzen und das Land von der Geisel zu befreien …

Über das Märchen selbst braucht man keine Worte verlieren, über die Umsetzung von Tarsem Singh aber schon. Die Geschichte wurde für Groß und Klein konzipiert und bringt eine gute Laune auf das heimische Sofa. Die schauspielerische Leistung von Julia Roberts ist genial, ich hätte nicht gedacht, dass sie so gut einen Bösewicht spielen kann. Lily Collins alias Schneewittchen passt aber ebenso gut in ihre Rolle, wie auch die restliche Besetzung. Im kompletten Film wurde viel Wert auf das Setting und die Effekte gelegt, alleine der Wald mit den sieben Zwergen ist amüsant und genial zugleich. Auch Computereffekte kommen zu tragen, diverse CGI-Effekte, wie zum Beispiel das Monster des Waldes, passen sehr gut zur Neuinterpretation.

Bildergalerie von Spieglein, Spieglein (13 Bilder)

Qualitativ kann der Film ebenso überzeugen. Das Bild ist hell und bunt, fröhlich und einladend. Ein Bildrauschen gibt es nur selten, das kontrast- und detailreiche Bild ist schon fast Referenz im HD-Bereich. Der Ton wurde zwar ebenso sehr gut umgesetzt, allerdings habe ich diverse Effekte der Dolby Digital Anlage vermisst. Die hinteren Boxen, sowie der Subwoofer, arbeiten zwar mit, in meinen Augen allerdings zu wenig. Hier hat man schon Besseres gehört. Dafür hat sich Studiocanal bei den Extras was einfallen lassen, der Fan bekommt sehr interessante Einblicke in die Produktion des Films.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin begeistert. Als der Film im Kino lief, habe ich von einigen Leuten gehört, dass sie Spieglein, Spieglein sehr gut fanden. So richtig überzeugen konnte mich aber niemand. Ich bereue zwar nicht, dass ich bis zur Veröffentlichung auf Blu-ray warten musste, dennoch hätte ich den Film auch gerne auf einer riesigen Leinwand gesehen. Der Film ist herzlich, familientauglich und einfach eine neue, emotionsartige Interpretation des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm. Lustig, frech und spannend präsentiert Regisseur Tarsem Singh ein neues Abenteuer für Kinder und auch Erwachsene. Wer den Film nicht kennt und nur einen Funken für Märchen über hat, der sollte sich den Film auf alle Fälle ansehen.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen