Star Trek Catan

Star Trek Catan

Genre: Brettspiel
Autor: Klaus Teuber
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 10+
Spieldauer: Ca. 75 Minuten
Anzahl Spieler: 3 - 4

Star Trek Catan   19.08.2014 von Panikmike

Klaus Teuber ist einer der bekanntesten Spieleautoren in Deutschland. Er gewann mit seinen Spielen viermal die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ und erhielt ebenso viermal den Deutschen Spielepreis. 1995 schuf er ein Werk, welches heutzutage immer noch von vielen Brettspielliebhabern gespielt wird. Wir haben heute einen Test von Die Siedler von Catan für Euch, allerdings die Star Trek Edition. Beam me up, Scotty!

 

Das Spielbrett, das Material und die Vorbereitung

 

Als Allererstes fällt bei Star Trek Catan auf, dass es zwei Anleitungen gibt und dass die Raumschiffe noch nicht in ihren Einzelteilen aufzufinden sind. Daher darf sich der Spieler erst mal ca. 30 Minuten Zeit nehmen, um alle Kartons aus den Stanzungen zu entfernen und die Raumschiffe und Raumbasen zusammenzubauen. Das ist zwar nicht schwer, dennoch muss man sehr feinfühlig sein. Die Raumschiffe, die wie das Raumschiff Enterprise aus der Serie aussehen, sind sehr dünn, und durch das Drücken auf die Base kann unter Umständen ein Teil abbrechen. Daher gebe ich Euch den Tipp: Nehmt Euch lieber fünf Minuten mehr Zeit, als dass ihr Teile schon vor dem Spielen beschädigt.

 

Generell sind die Karten, das zerlegbare Spielbrett und auch die Plastikfiguren hochwertig, auch wenn der oben genannte Punkt nicht außer Acht zu lassen ist. Der Vorteil ist aber, dass man nur vor dem ersten Spielen alles zusammenbauen muss. Danach kann alles in der Schachtel platziert werden, ohne dass der Spieler etwas auseinanderbauen muss. Das Spiel selbst ist sehr schnell aufgebaut, doch man sollte sich vorher überlegen, ob man nach den Standardregeln spielt oder das Spielbrett selbst aufbauen möchte. Beide Varianten sind in den Anleitungen bestens beschrieben, daher ist es auch wichtig, dass man beide gelesen hat. Wer das normale Die Siedler von Catan schon kennt, der kann das meiste überfliegen. Es gibt zwar kleine Regelzusätze, die aber schnell erlernt sind! Der Aufbau des Spielbretts ist innerhalb von wenigen Minuten erledigt, egal, für welches Regelwerk man sich entscheidet. Und auf geht´s … Warpantrieb!

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung des Spiels ist, wie man es vom Spieleverlag Kosmos gewohnt ist, sehr detailreich. Auf vier DIN-A4-Seiten ist das komplette Regelwerk beschrieben und lässt nach dem Lesen kaum Fragen offen. Ein wenig störend ist jedoch die Übersicht. Der Platz der vier Seiten wurde vollkommen ausgenutzt, was wiederum bedeutet, dass sie mit vielen Bildern und Text vollgestopft wurde. Dafür gibt es zusätzlich den Almanach, der auf 15 DIN-A5-Seiten das komplette Regelwerk erklärt und jedem Begriff von Star Trek Catan in alphabetischer Reihenfolge behandelt.

 

Das Spielziel

 

Die bis zu vier Spieler müssen eine Handelsflotte aufbauen und Raumstationen bauen, um am Ende die meisten Siegpunkte zu erreichen. Wer als Erster 10 Punkte hat, gewinnt das Spiel. Durch geschicktes Handeln von Rohstoffkarten, gutes Positionieren der Raumstationen und mit einer gehörigen Portion Glück kann der Sieg schon bald auf deiner Seite stehen. Werde zum besten Captain der Sternenflotte.

 

Der Spielablauf

 

Die Regeln des Spiels sind eigentlich sehr einfach. Das Spiel ist in drei Phasen unterteilt, welche jedoch nicht immer komplett ausgeführt werden können oder müssen. Nach einer kurzen Vorbereitungsphase wird strikt nach diesen Phasen gespielt.

 

Phase 1: Als allererstes nimmt der Spieler beide Würfel in die Hand und lässt sie rollen. Nun sucht er den Planeten mit dieser Augenzahl und gibt durch die Bank jedem Spieler eine Rohstoffkarte, der eine Raumstation an diesem Planeten gesetzt hat. Für eine einfache Raumstation gibt es eine Rohstoffkarte, für eine erweiterte Raumstation zwei Rohstoffkarten. Wenn mehrere Spieler eine Raumstation angrenzend an diesen Planeten besitzen, bekommt jeder Spieler auch diese Rohstoffe. Einzig und allein, wenn die Rohstoffkarten alle sind, bekommt in dieser Runde niemand etwas. Falls eine „7“ gewürfelt wird, dann tritt eine Sonderregel in Kraft. Der Spieler muss dann den Klingonenkreuzer (eine Figur, die nur dann gezogen werden darf) auf einen Planeten setzen und darf von einem Spieler, der dort eine Raumstation hat, einen Rohstoff mopsen. Zugleich gibt es in den darauffolgenden Runden keinen Rohstoff, falls die Zahl des blockierten Planeten gewürfelt werden sollte.

 

Phase 2: Nach der Rohstoffvergabe geht es mit dem Handel weiter. Der Spieler, der an der Reihe ist, darf nun mit jedem anderen Spieler Handel treiben. Das Wechselverhältnis unter den Rohstoffen ist völlig egal, Hauptsache beide Spieler werden sich einig. Nachdem der Handel abgeschlossen ist, geht es weiter zur Bauphase.

 

Phase 3: Wenn genügend Rohstoffe vorhanden sind, kann der Spieler entweder ein Raumschiff oder eine Raumstation bauen, seine auf dem Spielbrett befindlichen Raumstationen erweitern oder aber eine Entwicklungskarte kaufen. Solange die Ressourcen reichen, können beliebig viele Käufe gemacht werden. Die Bauphase des Spiels ist sehr einfach: Der Spieler kann Raumstationen oder Raumschiffe bauen. Es gelten immer dieselben Regeln, sodass es keine Missverständnisse gibt. Der Spieler baut an einem sogenannten Raumpunkt (das ist ein Punkt zwischen zwei oder drei Planeten) eine Raumstation, wenn eine Raumstrecke zu diesem Punkt vorhanden ist. So gilt es also, die besten Wege zwischen den Planeten mit Raumschiffen zu bebauen, um am Ende oder zwischendrin dann eine neue Raumstation zu platzieren. Ebenso gibt es die Möglichkeit, diese dann zu erweitern. Sie bringen dann mehr Ressourcen und einen zusätzlichen Punkt in der Wertung. Wichtig ist auch, dass alle Spieler genau aufpassen, wo Raumstationen gebaut werden. Zwischen zwei Raumstationen – und es ist egal, ob sie vom gleichen Spieler oder von den Mitspielern sind – muss immer ein Platz gelassen werden.

 

Die Sonderkarten (genannt Unterstützungskarten) mit verschiedenen Charakteren drauf können jederzeit während des Zuges ausgespielt werden. Sie sind nicht zu unterschätzen, denn sie bringen im späteren Spielverlauf oftmals einen gravierenden Vorteil. Nach dem Einlösen können sie entweder umgedreht und ein zweites Mal benutzt werden, oder aber man gibt sie der Bank und bekommt eine neue Charakterkarte. Nach dem zweiten Einlösen muss sie allerdings abgelegt werden.

 

Ebenso können jederzeit während des Spielzugs die Entwicklungskarten gespielt werden. Auch mit diesen kann ein Vorteil erlangt werden. Zum Beispiel kann der Spieler zwei beliebige Ressourcen ziehen, einen anderen Spieler ausrauben oder aber eine Sternenflotte-Karte ziehen. Hat man drei von diesen ausgespielt, bekommt man zwei Siegpunkte zusätzlich aufs Punktekonto.

 

Bildergalerie von Star Trek Catan (15 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 19 Planeten (6 verschiedene) in Kartenform
  • 6 Rahmenteile
  • 95 Rohstoffkarten (5 verschiedene à 19 Stück)
  • 25 Entwicklungskarten (3 verschiedene Arten)
  • 10 verschiedene Unterstützungskarten
  • 4 Karten „Baukosten“
  • 2 Sonderkarten
  • 2 Kartenhalter
  • 2 Würfel
  • 28 kleine Raumstationen mit 16 Ausbauten
  • 60 Raumschiffe
  • 1 Klingonenkreuzer
  • 18 Zahlenchips
  • 1 Spielanleitung
  • 1 Star Trek Catan Almanach

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Wer Die Siedler von Catan schon als Brettspiel zu Hause hat, der muss sich diese neue Edition nicht unbedingt zulegen. Wer allerdings Lust auf eine neue Version eines der besten Brettspiele hat, der sollte auf alle Fälle einen Blick riskieren. Das Spiel ist ebenso einfach wie das normale Siedler, doch durch die Möglichkeit, mit verschiedenen Regeln zu spielen und kleine Raumschiffchen aufs Spielbrett zu setzen, macht das Spiel unheimlich viel Spaß. Ebenso ist auch die zweite Anleitung – genannt Almanach – sehr schön gestaltet worden und hilft dem noch nicht so geübten Spieler. Ich für meinen Teil mag Star Treck Catan und werde diese Version sicherlich der normalen Edition vorziehen. Schade ist nur, dass es dafür bisher keine Erweiterungen gibt. Trotzdem spiel ich jetzt erneut eine Runde, also: Scotty, Beam me up.


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