Symphonie des Bösen

Symphonie des Bösen

Originaltitel: The Haunted Symphony
Genre: Horror
Regie: David Tausik
Hauptdarsteller: Ben Cross • Jennifer Burns
Laufzeit: DVD (85 Min)
Label: Mr. Banker Films
FSK 18

Symphonie des Bösen   02.09.2018 von MarS

In einer Zeit, in der immer mehr alte Filme ihren Einstand auf dem HD-Medium feiern, gibt es dennoch auch noch unzählige Werke, die es bisher lediglich auf VHS gibt. Aber auch diese Filme werden nach und nach mit einer Neuauflage bedacht, und sei es nur auf DVD, wie auch im Falle von Symphonie des Bösen...

 

Inhalt

 

Baron Jean Octavie ist ein genialer Komponist, doch seine Werke werden von der Kirche mit Missachtung gestraft. Aus Rache beginnt er, die "Symphonie des Teufels" zu komponieren, doch noch bevor er sein Werk vollenden kann, wird er von den wütenden Dorfbewohnern ermordet. Als Erbin seines Schlosses trifft bald darauf seine Nichte Octavia ein, die im geheimen Zimmer ihres Onkels die unvollendete Symphonie entdeckt. Gewillt, das Werk von Baron Jean Octavie zum Abschluss zu bringen, stellt sie kurzerhand den Komponisten Marius an. Der macht sich sofort ans Werk, doch die Arbeit an der "Symphonie des Teufels" weckt auch den wahnsinnigen Geist des Barons...

 

Symphonie des Bösen ist ein von B-Movie-Papst Roger Corman produzierter, recht simpel aufgebauter Horrorstreifen von der Stange ohne Tiefgang. Auf Grund der schludrigen Inszenierung und dem deutlich zu erkennenden geringen Budget hat der Film leider nicht viel mehr zu bieten als bemühte Darsteller, die versuchen der eigentlich gar nicht so schlechten Geschichte etwas mehr zu entlocken als letztendlich in ihr steckt. Leider ist dieses Vorhaben bereits von Beginn an zum Scheitern verurteilt, da außer dem guten Einstieg und dem eigentlichen Höhepunkt im Finale die meiste Zeit über nicht viel mehr geschieht, als am Klavier sitzen, belanglose Unterhaltungen zu führen und hin und wieder ein paar kleine Visionen vom alten Baron zu verfolgen. Dank dem mittelprächtigen Drehbuch, das größtenteils auf Horrorszenen verzichtet, entsteht hier durch lahme Dialoge verbunden mit der schrecklichen deutschen Synchronisation eine unfreiwillige Komik, die den gesamten Film völlig ins Lächerliche zieht. Ein klein wenig runder und inhaltlich stimmiger verläuft hier die ebenfalls auf der Disc zu findende deutsche Langfassung des Films, aber auch hier reichen die zusätzlichen Szenen nicht aus, um Symphonie des Bösen zu mehr zu machen als einem lahmen Genrevertreter für Horror-Allesseher mit Hang zur Komödie. 

 

Bildergalerie von Symphonie des Bösen (6 Bilder)

Details der DVD

 

Die DVD beinhaltet den Film in ordentlicher Qualität, wenn auch fernab von aktuellen Produktionen. So richtig scharf oder gar detailliert ist das Ganze zu keinem Zeitpunkt, insgesamt ist das Bild aber recht sauber und angenehm zu betrachten. Deutlich schlechter fällt das Bild der deutschen Langfassung aus, die von zahlreichen Verunreinigungen, extremen Unschärfen und Doppelkonturen, vor allem bei den einleitenden Schriftzügen zu erkennen, durchzogen ist. Die Tonspur ist bei beiden Filmfassungen gleich und liefert zwar klare Dialoge und eine stets verständliche Signalausgabe, verbleibt aber ohne jegliche Dynamik oder gezielte Ordnung im mittleren Frontbereich. Auf Grund der Stereotonspur sollte man sich darüber aber bereits im Vorfeld im Klaren sein. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Als Kurzfilm innerhalb der Geschichten aus der Gruft hätte Symphonie des Bösen bestimmt funktioniert, als Langfilm hat das Ganze allerdings viel zu wenig zu bieten. Die deutsche Langfassung ist zwar etwas stimmiger, verschafft dem Film aber auch nicht gerade einen Höhenflug. Ein paar nette Effekte auf TV-Niveau, etwas nackte Haut und jede Menge klassische Musik für Horror-Allesseher.


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