Tal der Wölfe

Tal der Wölfe

Originaltitel: Valley of the Wolves: Iraq
Genre: Drama / Thriller
Regie: Serdar Akar
Hauptdarsteller: Billy Zane • Ghassan Massoud • Gary Busey
Laufzeit: ca. 123 Minuten
Label: Koch Media
FSK 18

Tal der Wölfe   28.12.2009 von Panikmike

Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer. Der Film stammt aus dem Jahr 2006 und wurde von dem türkischen Regisseur Serdar Akar gedreht. Der Film basiert auf der Serie „Tal der Wölfe“ die schon für Aufsehen auf dem deutschen Filmmarkt sorgte. Mit über 8 Millionen Euro ist er die bisher teuerste türkische Produktion...

Der Film knüpft nahtlos an die Serie an und beginnt mit dem Selbstmord eines türkischen Offiziers. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er Rache fordert. Die sogenannte „Sackaffäre“, die in Wirklichkeit tatsächlich passiert ist, wird hier dargestellt. Am 4. Juli 2003 überfallen amerikanische Verbündete eine türkische Spezialeinheit im Nordirak. Die Türken halten dieses Treffen für normal, jedoch hat die amerikanische Regierung etwas anderes als sonst vor. Die vereinigten Staaten von Amerika möchten die einzige Macht in der Region sein und deshalb stülpen sie den türkischen Einheiten einen Sack über den Kopf und halten sie über 60 Stunden in Gefangenschaft. Leutnant Süleyman Aslan wurde das alles zu viel, er beging Selbstmord und hinterließ den oben genannten Abschiedsbrief, der an seinem besten Freund Polat Alemdar (Necati Sasmaz) geht. Dieser ist Geheimagent und von nun an setzt er sich es zum Ziel, der Sache nachzugehen und sie aufzuklären.

Polat reist mit seinen besten Männern in den Irak und untersucht die ganze Geschichte. Er möchte die Hintergründe erforschen, was wirklich passiert ist. Doch was sie sehen ist schon zu viel, das Land ist zerstört und alles entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft. Der Amerikaner Sam William Marshall (Billy Zane) zieht aus der Zerstörung jedoch seinen Vorteil, denn er kann damit Geschäfte machen. Er ist für die Sackaffäre verantwortlich und das war erst der Anfang. Polat versucht von nun an, diesen machtgierigen und skrupellosen Mann zu stoppen...

Der Film an sich geht auf viele Punkte ein, die in Wirklichkeit genau so passiert sind. Der Regisseur legte extrem Wert auf die authentische Umsetzung des Films. Aufgrund dieser Darstellung löste der Film eine rege Diskussion in Deutschland aus, so dass der Kinoriese Cinemaxx den Film sogar am 21.02.2006 aus ihrem Programm nahm. Trotzdem erreichte der Streifen die Top 5 der deutschen Kinocharts. Anfangs wurde er für ein Alter von 16 Jahren freigegeben, allerdings wurde es im Nachhinein nochmal geändert. Das FSK 18 Siegel wurde von der Politik gefordert, weil der Film laut der Aussage eines Politikers „sozial desorientierend“ ist. Knapp ein Jahr später erschien er jedoch ohne weitere Diskussionen bei Koch Media auf DVD.

Die Bildqualität des Films ist okay, aber auch bei dieser Veröffentlichung hätte man viel mehr draus machen können. Immer wieder ist ein klares Bildrauschen zu erkennen, allerdings ist die Qualität schon um einiges besser als auf DVD. Die Farben sind gut, tendieren aber ein wenig in einen Braunton. Dieser passt allerdings sehr gut in das Wüstenszenario. Der Ton ist gut, die Effekte sind auch überraschend gut ausgefallen. Immer wieder rumst es aus den Boxen und die Filmmusik klingt sehr räumlich. Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen, Koch Media hat wieder sehr schöne Sachen auf die Disc gepresst. Es gibt ein 42minütiges Making-of, den Original-Trailer, einen deutschen Trailer und das von Fans geliebte Wendecover, dass innen das FSK18 Logo nicht enthält!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Von der technischen Seite ist der Film gut gemacht, auch wenn er mit einer Hollywoodproduktion nicht mithalten kann. Die vielen Klischees die benutzt werden sind zwar harte Kost, jedoch kam er nur deswegen so gut bei den Zuschauern an. Vom Bild war ich teilweise enttäuscht, hin und wieder ist das Bild richtig mies. Die Effekte und die Musik hingegen sind super, hier braucht sich der Film nicht hinter Hollywood-Größen verstecken. Inhaltlich fand ich ihn okay, allerdings war er mir persönlich zu wenig spannend. Für Fans von Kriegsfilmen ist er ein Muss, ebenso sollte man sich den Film ansehen, wenn man die wahre Geschichte in Bildern sehen möchte, denn die Umsetzung ist sehr gut gelungen!


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