The Echo

The Echo

Originaltitel: The Echo
Genre: Horror / Thriller
Regie: Yam Laranas
Hauptdarsteller: Jesse Bradford
Laufzeit: Ca. 96 Minuten
Label: Pandastorm Pictures
FSK 18

The Echo   10.01.2013 von Panikmike

Wenn ein Filmstudio mit dem Prädikat „Von den Produzenten von …“ wirbt, werden Fans mittlerweile skeptisch. Oftmals verbirgt sich hinter dem Werk dann nämlich kein Meisterwerk, sondern eher eine Gurke. Der mir vorliegende Film The Echo hört sich allerdings vielversprechend an. Mal sehen, ob die Produzenten von The Ring und The Grudge gute Arbeit geleistet haben …

 

Bobby Walker (Jesse Bradford) kommt aus dem Gefängnis frei, nachdem er wegen Todschlags einige Jahre absitzen musste. Er möchte sein Leben komplett von vorne beginnen und seine schlechte Tat hinter sich lassen. Da er keine Freunde mehr hat und auch kein Geld, zieht er in die Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Mutter. Das heruntergekommene Mehrfamilienhaus ist nicht gerade das, was er sich vorstellt, jedoch ist es immerhin eine Bleibe. Noch am selben Tag hört er komische Geräusche und findet hinter dem Klavier in der Wand ein Loch zur Nachbars-Wohnung. Tage später nehmen die seltsamen Geschehnisse seinen Lauf. Er hört Stimmen, findet eine furchteinflößende Kassette mit Aufnahmen seiner Mutter und findet heraus, dass sein Nachbar am Ende des Ganges ähnliche Probleme wie er hat. Auch seine Ex-Freundin Alyssa bekommt Angst, als sie ihn in der Wohnung besucht.

 

Die Tage vergehen und Bobby wird durch den Aufenthalt in der Wohnung seiner Mutter fast verrückt. Er beschließt die Stadt zu verlassen, weil er sonst nie ein neues Leben anfangen kann. Jedoch gestaltet sich sein Plan nicht einfach, da er und Alyssa in Lebensgefahr geraten …

 

Werden Bobby und Alyssa unbeschadet davonkommen? Was ist in der Wohnung von Bobbys Mutter und bei ihren Nachbarn passiert? Welche dunklen Geheimnisse beherbergt der Wohnblock und was weiß der Nachbar, der Bobby ständig beobachtet?

 

Roy Lee und Doug Davidson arbeiten nach einem ungewöhnlichen Konzept, das in den meisten Fällen aber aufgeht. Sie sichern sich Rechte von asiatischen Horrorstreifen, um sie dann als Remake auf die restliche Welt loslassen zu können. Beispiele wie The Grudge oder The Ring zeigen, dass die beiden damit einen großen Erfolg erzielen können. Auch The Echo ist ein Remake, das seine Wurzeln in Asien hat. Lee und Davidson gaben sogar dem Regisseur des Originals die Möglichkeit, das Remake zu drehen. Herausgekommen ist ein passabler Film, der aber mit diversen Längen und langatmigen Szenen zu kämpfen hat. Die Story nimmt schnell an Fahrt auf, Jesse Bradford spielt seine Rolle überzeugend und auch die Effekte sowie das Bühnenbild passen sehr gut zu einem Horrorstreifen dieser Art. Leider lässt die Handlung im Laufe des Films nach, sodass der Zuschauer nichts Neues und eher langweilige Szenen geboten bekommt. Alles in allem ist der Film zwar passabel, aber aufgrund der zweiten Hälfte kein Highlight.

 

Bildergalerie von The Echo (13 Bilder)

Qualitativ bewegt sich Pandastorm Pictures mit The Echo im oberen Bereich. Das Bild ist stets scharf, detailreich und voller Kontrast, ebenso sind der Schwarzwert und auch die Farben gut. Das gesamte Bild hat teilweise einen leichten Sepia-Effekt, der aber als Stilmittel sehr gut zum düsteren Horrorschocker passt.  Die Atmosphäre kommt aber nicht nur wegen des Bildes zur Geltung, auch der Sound mischt da kräftig mit. Die Effekte kommen aus allen Richtungen und machen dem Zuschauer teilweise ein wenig Angst, sowie auch die Musik das Ganze unterstreicht. Die Kanaltrennung ist sauber und selbst der Bass spielt eine gewisse Rolle. Leider bekommt der Fan keinerlei Extras. Dies ist sehr schade, weil besonders bei einem solchen Mystery-Horror-Thriller ein Making-Of sehr interessant gewesen wäre.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Wo Licht ist, da ist meistens auch Schatten. The Echo strahlt anfangs zwar total, jedoch wird er von Minute zu Minute düsterer. Ich meine damit aber nicht die Story, sondern eher die Langeweile, die sich zum Schluss breit macht. Anfangs macht der Film eine sehr gute Figur, der Schluss beziehungsweise die letzte halbe Stunde hingegen ist lahm und enthält keinerlei neue Ideen. Der Grusel passt, die Stimmung ebenso, aber die Story nicht. Was anfangs wie ein absoluter Geheimtipp ausgesehen hatte, entpuppt sich nach den 96 Minuten als ein weiteres, mittelmäßiges Werk, das ein Horror-Fan nicht unbedingt in seiner Sammlung haben muss. Wer keinerlei Ansprüche hat und Filme wie The Ring oder The Grudge gut fand, der kann allerdings bedenkenlos zugreifen.


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