Tin Man

Tin Man

Originaltitel: Tin Man
Genre: Fantasy
Regie: Nick Willing
Hauptdarsteller: Zooey Deschanel • Allan Cumming
Laufzeit: 179 Minuten
Label: Concorde
FSK 12

Tin Man   10.04.2010 von Der Ohm

Könnt ihr euch noch an den Film "Der Zauberer von Oz" von 1939 erinnern? Der frühe Farbfilm weiß heute noch gut zu unterhalten und ist auch erst jüngst in einer restaurierten Spezial-Edition erschienen. Der Stoff der auf einem Kinderbuch von 1900 basiert, ist nun schon öfter Thema einer Verfilmung geworden. Der SciFi-Channel hat sich diesem Thema auch angenommen und ein dreiteiliges Event-Movie produziert. Concorde veröffentlicht diesen Film nun in einer komprimierten Variante.
 

DG ist ein ganz normales Mädchen. Zusammen mit ihren Eltern bewohnt sie eine Farm. Um sich ein wenig leisten zu können geht sie in einem Restaurant kellnern. Sie hat allerdings seltsame Träume in denen ihr eine Frau verkündet dass ein Sturm kommen wird. Während dessen ist die Zauberin „auf der anderen Seite“ auf der Suche nach einem Smaragd, der ihr die Macht über das Land verspricht. Ein Seher verkündet Ihr das DG ihr zur Gefahr werden könnte. Sie schickt ihre Truppen durch einen Reisesturm zu der Farm der Familie, die diesen zur Flucht nutzt. Nun befindet sich das Mädchen in einer fantastischen unbekannten Welt. Gejagt von den Truppen der Zauberin und auf der Suche nach ihren Eltern beginnt für sie ein Abenteuer, welches sie sich niemals hätte vorstellen können. Wird es ihr gelingen vor den Schergen der Zauberin zu entfliehen? Welche Rolle spielt sie in der Geschichte?

„Tin Man“ ist eine moderne, erwachsene Version des Kinderbuch-Klassikers „Der Zauberer von Oz“, verfilmt als mehrteiliges Event-Movie vom amerikanischem SciFi-Channel. Diese deutsche DVD ist nun  um 76 Minuten  geschnitten und als ein einzelner Film erschienen. Trotz der riesigen Schnittschere bleiben immer noch gute drei Stunden zum Anschauen übrig.  Gegenüber der Originalgeschichte finden nun Kettensägen, Autos und Cyborgs Einzug in die Geschichte. Doch keine Sorge, die klassische Fantasy steht klar im Vordergrund. Die Special-Effekts sind für eine Fernsehproduktion auf hohem Niveau, zumindest die meisten kann man als äußerst gelungen bezeichnen, nur einige Fluganimationen wirken aufgesetzt.
 

Bis auf ein paar Kompressionsartefakte, die nicht wirklich stören, ist auch am Bild nichts auszusetzen. Die Kameraführung und die Farben sind typisch für ein Event-Movie, alles ein wenig matter und einfacher. An eine Kinoproduktion kommt diese Produktion nicht ganz ran. Die deutsche Synchronisation sowie die 5.1 Abmischung ist gelungen, insgesamt hätte der Film aber ein paar mehr Surroundeffekte vertragen können. Der englische Ton liegt in gleicher Qualität auf der Scheibe vor.

Als Bonusmaterial liegt ein 22 Minütiges Making-Of unter den Menüpunkt Extras. Wer Interesse hat, sich die Modelle und Bauten am Set einmal anzuschauen, ist hier genau richtig aufgehoben. Es wird auch über die Motivation gesprochen, den Stoff der alten Geschichte im modernen Gewand  neu zu erzählen. Schade nur dass man Wiedermals hier keine Synchronisation vorgenommen hat, daher ist alles deutsch untertitelt. Desweitern ist ein Menüpunkt nur mit einem Fragezeichen angegeben. Voller Erwartung auf ein Hidden Feature wähle ich es aus und... Pustekuchen. Es wird hier nur in einem Textfeld erklärt dass das Bildmaterial des Bonusmaterials von der des Hauptfilms abweicht. Als kleine Entschädigung sind noch drei Trailer von weiteren Concorde-Titeln enthalten.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

„Der Zauberer von OZ“ meets „Blade Runner“. Ich konnte mich nicht gleich mit der Mischung des Films anfreunden, aber je mehr von den 3 Stunden vergingen, desto tiefer versank ich in der Geschichte und umso klassischer wurde die Fantasy.Es wird nicht die Geschichte vom Zauberer von Oz nacherzählt, die Geschichte spielt eigenständig in deren Universum. Die Schauspieler sind für eine Fernsehproduktion durchaus glaubwürdig.Gefallen hat mir auch das die Charaktere keine eindeutige Zeichnung auf Gut und Böse ausweisen.Um so mehr ist es Schade das der Film um über einer Stunde beschnitten ist, wenn man es nicht weiß fällt es allerdings auch nicht auf. Ich bin wahrlich kein Fan von Event-Movies, „Tin Man“ ist für mich bis jetzt eine rühmliche Ausnahme.


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