Tornado Outbreak

Tornado Outbreak

Publisher: Konami
Genre: Action / Geschicklichkeit
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 12.11.2009
USK 12

Tornado Outbreak   23.11.2009 von Panikmike

Der eine oder andere kennt vielleicht das Spiel „Katamari“. In ähnlicher Form geht es hier in Tornado Outbreak zur Sache, allerdings ist man keine Kugel, sondern ein kleiner Wirbelsturm, der automatisch wächst, wenn er Objekte in sich aufsaugt. So kämpft man Level für Level gegen die Zeit, doch ist das schon alles? Wird es nicht auf Dauer langweilig?

Im Endeffekt geht es in dem Spiel tatsächlich fast immer um das Gleiche. Man spielt ein kleines Wesen, das die Fähigkeit hat, sich in einen Wirbelsturm zu verwandeln. Jedoch ist man am Anfang nicht wirklich stark, man muss sich seine Größe erst erkämpfen. So versucht man anfangs, alle Blumen und Kleinzeugs aufzusaugen, so dass man in der nächsten Stufe schon etwas größere Objekte in sich aufnehmen kann. Links oben sieht man eine Leiste, die sich je nach Größe der aufzusaugenden Objekte, auffüllt. Ist die Leiste voll, so steigt man in die nächste Stufe auf, man wird ein wenig langsamer, kann jedoch wuchtiger Gegenstände aufsaugen.

So geht es permanent, bis man zum Schluss dann ganze Wohnhäuser und Farmen aufnehmen kann. Klar gibt es auch ein Ziel, denn einfach nur rumwuseln und nichts tun, wäre ja langweilig. Jedoch gerät dieses sehr in den Hintergrund, da das Spiel tatsächlich nicht wirklich mehr zu bieten hat. Je nach Größe bleibt alles an mir kleben, bzw. wird von mir eingesaugt. Anfangs nur Blumen und kleine Sträucher, später Schafe, Kühe und Gartenzäune, zum Schluss fahrende Autos, Traktoren und Häuser. Schön gemacht ist, wenn ich in die Nähe eines Objektes komme, das ich aufsaugen kann, so beginnt es wie wild zu zittern. So weiß ich immer, was ich aufnehmen kann und was nicht. Bleibt das Objekt ruhig, so muss ich erst noch wachsen. Gut und einfach umgesetzt!

Doch leider gibt es in diesem Spiel nicht viel, was von dem Spielprinzip “Wirbeln – Saugen – Wachsen – Weiterwirbeln“ abweicht. Hat man den ersten Abschnitt geschafft, so geht es in den nächsten, dann in den übernächsten und dann immer weiter so. Die verschiedenen Levels bieten zwar ein wenig Abwechslung, denn einmal ist man in einer Welt der Farmen, einmal in einem Dinosaurier-Land, aber das ist nicht wirklich die Erfüllung. Doch ein wenig gibt es schon zu berichten, zum Beispiel gibt es Bosskämpfe. Wie soll das denn gehen? Ganz einfach. Man hat verschiedene große Gegner, die man aufgrund ihres imposanten Auftretens, nicht aufsaugen kann. Diese muss man dann speziell besiegen. Man wirbelt auf sie zu, muss nebenbei noch den Sonnenstrahlen ausweichen (dazu komm ich gleich!) und dann bei dem Gegner im richtigen Zeitpunkt mit der Faust draufhauen. Die Idee ist nett, jedoch keine Herausforderung und auf Dauer wird auch das Öde.

Thema Sonnenstrahlen, die Entwickler haben sich etwas Besonderes ausgedacht. Anscheinend sind unsere Wirbelwesen wie Vampire, sie vertragen nämlich kein Sonnenlicht. So ist jeder Level im Schatten und wird von der Sonne umringt. Man kann sich einfach ein Areal vorstellen, das anstatt eines undurchdringbaren Randes einfach von der Sonne umgeben wird. So kann man nicht raus und hat doch eine Abtrennung. Ergo hat man keine offene Spielwelt und ist in den Levels sehr eingeschränkt, da diese nicht besonders groß sind. Da aber generell meist überall die Sonne scheint, gibt es den sogenannten L.O.A.D. STARR. Dieser erzeugt einen Schatten in einem gewissen Areal, jedoch hält dieser nicht ewig an. Durch die Feuergeister, kann man sich zusätzliche Zeit verschaffen, diese braucht unser High-Tech-Gerät um zu laufen.

Hier hätte man definitiv mehr draus machen müssen, um die Dauermotivation hoch zu halten. Zum Beispiel hätte ich mir gewünscht, dass man ganze Städte aufwirbeln kann und nicht nur einzelne Häuser. Oder dass es in den Untergrund geht, oder oder oder… Leider kann man das hier alles nicht machen, deshalb bleibt es leider ein Spielprinzip, dass relativ schnell langweilig wird. Im Klartext heißt das wirklich: Wirbeln, Saugen, Feuergeister aufsammeln, Bonuszeit abgreifen und das Level schaffen.

Ist es alleine zu langweilig, so kann sich jederzeit ein anderer Wirbler mit einklinken. Im normalen Level spielt dann jeder für sich einen Wirbelsturm, bei den Bosskämpfen wird die Steuerung geteilt.

Untermalt wird das Ganze mit einem schönen Soundtrack. Mal dudelt eine Art Country aus den Boxen, mal gibt es einen militärischen Marsch oder gar eine seltsame asiatische Popmusik. Die Grafik selbst ist nett gestaltet, jedoch bietet es nicht so viel fürs Auge. Alles kommt zwar in einem schönen Comiclook, jedoch könnte man aus den Next-Gen-Konsolen weitaus mehr rausholen. Selbst die Zwischensequenzen sind leider nur Standard, an dieser Stelle wird das Spiel keinen Oscar gewinnen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Anfangs war ich echt noch begeistert, ich bin generell ein Fan von minimalistischen Spielprinzipien. Leider konnte mich das Spiel als Gesamtwerk nicht auf Dauer fesseln. Es macht zwar immer wieder Spaß, ein wenig rumzuwirbeln, aber die Dauermotivation war nicht so hoch, wie ich es mir erhofft habe. So ist das Spiel zwar für den relativ günstigen Preis von durchschnittlichen 30 Euro ein Preisknaller und dadurch schon empfehlenswert, aber man darf keinen Hammer erwarten, den man immer und immer wieder spielen kann. So bleibt es ein nettes Werk, mehr allerdings nicht. Da kann man nur hoffen, dass ein zweiter Teil kommt, der mehr Abwechslung zu bieten hat.


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positiv negativ
  • Einfache Steuerung
  • Schöne Zerstörungsorgien
  • Ein sehr netter, farbiger Comicstil
  • Zwei Spieler Modus
  • Sehr gradliniges Gameplay
  • Wenig Abwechslung
  • Kamera suboptimal
  • Bosskämpfe zu stupide





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