Tournament of Legends

Tournament of Legends

Publisher: Sega
Entwicklerstudio: High Voltage Software
Genre: Sport
Sub-Genre: Prügelspiel
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 02.07.2010
USK 16

Tournament of Legends   19.07.2010 von Maninger

Jupiter, der Gott aller Götter, verschwindet eines Tages ohne jegliche Spur auf seinen Aufenthaltsort. Daraufhin entbrennt ein gewaltiger Kampf auf Leben und Tod, wer den Titel des verschollenen Gottes entgegen nehmen darf. Warum dieses Spiel für alle Prügelspielfans ein Pflichtkauf ist, lest ihr hier…
 

Was haben uns die Entwickler, die auf der  Nintendo Wii Spiele basteln, nicht alles versprochen. Bewegungen die sich 1 zu 1 auf die Spielfigur übertragen lassen. Doch viel zu oft wurden daraus nur die reinsten Fuchtelübungen vor dem Fernseher. Als ich dann von Tournament of Legends hörte, war ich dementsprechend sehr skeptisch, ob sich dieses Spiel wirklich realisieren lässt. Was ich aber niemals erwartet hätte, wie schnell mich dieses Spiel dann doch faszinieren konnte.

Das Hauptmenu fällt leider etwas karg aus. Wir sehen insgesamt drei Modi unter denen wir auswählen können. Der Storymodus lässt ins in die Geschichte der insgesamt 10 Charaktere eintauchen. Acht der Charaktere sind frei auswählbar, zwei weitere können im Laufe des Geschehens noch frei gespielt werden. Dort vertreten sind sämtliche hochklassigen Gestallten der griechischen Mythologie, angefangen bei Medusa über den Minotaurus und verschiedene Götter wie der Gott Jupiter oder der Gott des Todes. Dabei lässt sich jeder Charakter unterschiedlich steuern und hat seine eigenen Stärken und Schwächen.

Die anderen beiden Modi sind der Versus- und der Trainingsmodus. Ersteres ist mittlerweile Gang und Gebe in jedem Prügelspiel und lässt einen Spieler entweder gegen einen computergesteuerten Gegner kämpfen oder man kann sich mit einem Freund gegenseitig die Köpfe einschlagen. Im Trainingsmodus wird dem Spieler erst mal bei jedem Betreten die Kampfsteuerung erklärt. Eines der größten Schwächen fällt aber hier erst richtig auf. Denn bis auf die Charaktererklärung ist das komplette Spiel in Englisch. Es gibt leider auch keine Untertitel. Das macht den Einstieg für Personen mit schlechten Englisch Kenntnissen sehr zäh. Nach dem Tutorial darf man hier aber nach Herzenslust seine Kampfmoves trainieren und sich mit der Steuerung vertraut machen.

Nach der Einarbeitungszeit im Trainingsmodus wird es nun Zeit uns im Storymodus zu versuchen. Wir wählen als Charakter denn Minotaurus, der sehr viel Stärke besitzt, aber leider nur sehr langsam agiert. Vor jedem Kampf dürfen wir uns eine Waffe und einen  Zauberspruch aussuchen. Zu Beginn stehen uns dafür jeweils nur eine zur Verfügung, aber nach jedem Kampf, können wir die Ausrüstung unserer Gegner übernehmen.

Der Kampfbildschirm wirkt leicht überfüllt, jedoch arbeitet man sich sehr schnell damit ein. In der oberen Ecke sieht man sein Leben und eine Rüstungsanzeige. Je öfter man auf ein und dieselbe Stelle getroffen wird, desto mehr Schaden nimmt man bei einem Treffer. In der unteren Ecke werden die Energie und Zauberanzeige eingeblendet. Durch die Zauber bekommen eure Waffen Zusatzeffekte, wie zum Beispiel das Absorbieren von Lebensenergie oder auch die Erhöhung der Geschwindigkeit eines Charakters. Mit der Energieanzeige lassen sich Spezialmanöver ausführen, die einen aus brenzligen Situationen befreien können.

Doch nun kommen wir zum Prunkstück des Spiels. Bei der Steuerung kann man sich zwischen der Kombination aus Wii Motion und Nunchuk oder dem Classic-Controller entscheiden. So oft ich auch bei Wii Titeln denn Classic-Controller empfehle, würde euch bei diesem Spiel wirklich was entgehen. Die Bewegungen werden nämlich wunderbar auf die Spielfigur übertragen und auch kleinste Bewegungen werden super erkannt. Über die Knöpfe der beiden Controller wird der Charakter über das Spielfeld gelenkt und die Zaubermoves aktiviert. Alle weiteren Attacken werden über die Bewegung des Spielers direkt übertragen.

Die acht Arenen sind alle liebevoll gestaltet und strotzen nur so von farblicher Pracht und kleinen Details. Was mir etwas gefehlt hat, ist aber die Möglichkeit, Gegner von der Plattform zu stoßen oder auch etwas Abwechslung der Arenenform, da alle immer nur rund sind und keine spielerische Tiefe bieten. Jedoch darf man sich in einem Kampf nie zu sicher sein, denn in jeder Arena gibt es immer wieder kleine Gefahren, die einem das Leben schwer machen.  In der Eishöhle als Beispiel, gibt es einen gewaltigen Eisdrachen, der urplötzlich alle Charaktere angreift. Dies lässt sich nur durch ein kleines Quicktime Event entschärfen und lockert das Geschehen hin und wieder auf. Die Kämpfe erstrecken sich immer über drei Runden, also habt ihr schon was zu tun, bis der Gegner am Boden liegt.

Von der technischen Seite macht dieses Spiel alles richtig. Die Grafik konnte mich von der ersten Sekunde an überzeugen, selbst die Standbilder, die eine kleine Geschichte im Storymodus erzählen, sind sehr schön gemacht.  Der Kampfbildschirm macht farblich wirklich etwas her und auch die Charaktermodelle, die bis ins Details modelliert wurden, sind schön gestaltet. Ebenso kann man schöne Effekte sehen, wie zum Beispiel das Zerspringen von diversen Rüstungsteilen. Gekrönt wird das Ganze noch von dem stimmungsvollen Sound, der bei kleinen Verschnaufpausen im Kampf gut zur Geltung kommt.


Das Fazit von: Maninger

Maninger

Dieses Spiel macht definitiv so gut wie alles richtig, was man von einem Wii Prügelspiel erwartet. Die Steuerung funktioniert hervorragend und lässt einem dadurch immer zu Hundertprozent die volle Kontrolle über seinen Charakter. Die Spielwelt an sich versprüht viel Scharm und ihre Charaktere passen perfekt in die Geschichte. Der einzige große Kritikpunkt ist und bleibt aber leider der nötige Umfang, um den Spieler auf lange Zeit an die Konsole zu fesseln. Denn mit nur einem nennenswerten  Modus und nur 10 Charakteren nutzt sich das Spiel doch schon nach kurzer Zeit ab. Trotzdem werdet ihr auf der Wii momentan kein besseres Beat´em up finden und deshalb gibt es eine klare Kaufempfehlung von mir.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Erfrischende Steuerung
  • Gute Grafik
  • Starkes Gameplay
  • Anpassbare Charaktere
  • Griechische Mythologie
  • Sehr anspruchsvoll
  • Wenige Modi
  • Wenige Charaktere
  • Spiel nur in Englisch
  • Anzeigen überfordern leicht





Kommentare[X]

[X] schließen