Transformers: Kampf um Cybertron

Transformers: Kampf um Cybertron

Publisher: Activision
Entwicklerstudio: High Moon Studios
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 25.06.2010
USK 12

Transformers: Kampf um Cybertron   05.07.2010 von Panikmike

Schon wieder eine Filmumsetzung? Geht doch gar nicht, es gibt ja noch keinen dritten Teil von Transformers. Doch was ist dann „Kampf um Cybertron“ wirklich? Activision hat es nicht einfach, nach den letzten zwei vermurksten Umsetzungen ein richtig gutes Spiel zu veröffentlichen. Doch eines schon mal vorweg, sie haben es dieses Mal geschafft.

Viele Fans haben die Hoffnung schon aufgegeben, dass es ein vernünftiges Transformers-Spiel geben wird. Da selbst die zwei Filme viele negative Aspekte haben und Megan Fox in diesem Film sowieso deplatziert ist, konnte man nur hoffen, dass der dritte Teil besser wird - egal ob als Film oder eben als Spiel. Hier serviert uns Activision eine Actiongranate, die es in sich hat. Keine Megan Fox, keine Filmumsetzung und kein Murks! Das Spiel ist das, was sich Fans der wandelbaren Roboter schon lange wünschen: Eine gute Story, viel Action, kein Kompromiss und einiges an Abwechslung. Ein Spiel, das kein langweiliger Abklatsch der Filme ist, sondern etwas eigenständiges, welches dem Zocker Spaß bereitet. So zeigten die Programmierer von den High Moon Studios (bekannt durch  „Das Bourne Komplott“), dass sie erneut ein gutes Spiel abliefern können.

So bekommt der Spieler schon nach dem kurzem, aber fetzigem Intro eine Wucht an Action, Kabooom und einen Kugelhagel erster Güte. Worum geht’s? Klare Sache, das Spiel behandelt Konflikt und Machtkampf der zwei bekannten Gruppen Autobots und Decepticons. In jeweils fünf Kapiteln pro Seite muss der Spieler in ca. 14-16 Stunden alles zeigen, was in ihm steckt. Denn wer meint, das Spiel ist einfach mal schnell durchzuspielen, der hat sich gewaltig geschnitten. Die Story selbst wurde sehr gut inszeniert und immer wieder durch schöne Zwischensequenzen weitererzählt. Der Spieler erfährt viel über seine Roboterhelden, den Aufstieg vom Bösewicht Megatron, das Heldentum von Optimus Prime, einer mysteriösen Energiequelle und noch einiges mehr. Fans werden begeistert sein, denn sie erhalten sehr viele Informationen und können aufgrund ihres Vorwissens,alles gut verarbeiten. Ist man ein Neueinsteiger in diesem Bereich, so kommt man trotzdessen sehr gut voran.

Doch worum geht’s im Spiel?
Das Spiel selbst ist wie ein klassischer 3rd Person Shooter aufgebaut. Parallelen mit bekannten Spielen sind nicht zu übersehen, aber warum nicht gute Dinge abschauen oder nachmachen? So schnappt man sich einen der vorgegebenen Roboter und läuft voller Action durch die Levels. Auch wenn alles sehr linear gehalten wurde, so gibt es viele Geheimverstecke und schmale Gassen, die dem Spieler dann am Ende ein Gimmick bescheren. Also lohnt es sich auf alle Fälle, in allen Levels genau zu schauen, um die bestmöglichsten Waffen, Energie und Munition abzugreifen. Fast in jedem Level muss man Gegenstände zerstören, die gegnerischen Roboter plätten, Items sammeln, Schalter drücken und große Endgegner besiegen. Das Spiel ist sehr schnell, wer einfach ohne Hirn durchläuft, wird je nach Höhe des Schwierigkeitsgrades relativ schnell ein GAME OVER am Bildschirm sehen. Ergo sollte man es langsam angehen, mit der Munition sparen und sich eine Deckung suchen, wenn uns gegnerische Horden ins Kreuzfeuer nehmen. Da es kein Deckungssystem gibt, muss man sich Säulen, Kisten oder ähnliches suchen, um nicht direkt in die Kugeln des Feindes zu laufen. Das Spiel schafft es tatsächlich, die Actionkurve ansteigen zu lassen, selten sind ruhigere Momente zum Ausruhen. vorhanden Neben den normalen Actionsequenzen gibt es auch noch Flugeinlagen. Diese ähneln „After Burner“, bringen aber eine frische Brise in das Geschehen. Denkt jedoch nicht, dass diese einfacher als der Rest des Spiels sind, denn das Gesamtwerk „Kampf um Cybertron“ hat schon einen knackigen Schwierigkeitsgrad.

Die einzelnen Roboter und ihre Fähigkeiten
Abwechslung gibt es auch bei den verschiedenen Helden, jeder ist für etwas anderes gut. So kann sich einer in einen Panzer verwandeln und somit die Gegner mit einem gewaltigen PADABOOOOM wegblasen, ein anderer hat eine Art Energieschlag, mit dem er Gegner beseitigen kann. So hat jeder Held andere Fähigkeiten und andere Waffen, die er einsetzen kann. Wichtig ist nach wie vor, dass die Munition begrenzt ist und man auch nach der Verwandlung in das Fahrzeug aufpassen muss, denn alles ist nur begrenzt einsetzbar. Hat man mal keine Munition mehr, so sollte man sich im Level umschauen, überall gibt es Munitionskisten, die öfters aber mal ein wenig versteckt sind. Natürlich gibt es auch Medipacks, die ebenso im gesamten Spiel verteilt sind. Sagt man den Maulwürfen trotzdem mal Hallo, dann wird man nach ein paar Sekunden wieder ins Spiel katapultiert. Alles ist sehr fair, bei allen drei Schwierigkeitsgraden hat man auch keinen Stress, wenn man beachtet, dass man alles nicht überstürzt angeht. Einzig und alleine die gigantischen Endbosse sind herausfordernd, doch auch hier ist Ruhe angesagt. Selbst wenn man ein paar Mal draufgeht, so hat man immer den Ehrgeiz, den Boss endlich zu schlagen, denn optisch ist alles eine Augenweide.

Alleine, zu Zweit oder zu Dritt?

Die Frage könnt ihr nur selbst beantworten, jedoch gibt es alle oben genannten Möglichkeiten. Wenn ihr alleine keine Lust habt, Metallschrott zu produzieren, dann schnappt euch ein bis zwei Freunde und los geht’s. Leider gibt es keinen Splitscreen- oder Linkmodus, man  muss auf Onlinefreunde zurückgreifen. Macht aber nichts, denn dafür ist der Online-Koop-Modus unglaublich gut. Die Mitspieler können jederzeit ein- oder aussteigen, doch meistens wird es beim Einsteigen bleiben. Aussteigen möchte hier keiner, dafür ist das Spiel einfach zu gut. Alles läuft super flüssig und macht einfach nur Spaß, vor allem weil man sich per Headset gut absprechen kann und somit das Spiel taktischer wird. Bei den normalen Levels ist dies nicht so wichtig, jedoch bei den Endbossen spielt Taktik eine große Rolle. Einer lockt den Gegner an, ein anderer ballert drauf und ein dritter kümmert sich um ein Schild und um eine Heilung (es gibt ein Heilgewehr!). Klappt Prima.

Die Optik und der Klang
Auch hier haben die Entwickler gute Arbeit abgeliefert. Die Grafik ist schön, auch wenn alles teilweise ein wenig bunt wirkt und der Glanzeffekt der Metalle hin und wieder "too much" ist. Die Areale sind sehr groß, optisch kann man oftmals sehr weit in die Ferne schauen und sieht immer wieder sehr schöne Details. Der Spieler muss durch zerstörte Welten, Wolkenkratzer und nette Science-Fiction-Szenarien, welche durch die exzellenten Soundkulissen abgerundet werden. Der Subwoofer sollte nicht zu laut eingestellt sein, sonst wird der Nachbar schnell die Polizei rufen, weil er nachts nicht schlafen kann. Die Surroundlautsprecher machen ihre Sache gut, an dieser Stelle gibt’s nichts zu meckern.

Der Mehrspielermodus!

Bei den vorherigen zwei Spielen gab es keinerlei Möglichkeiten, einen Blechsalat mit anderen Kumpels zu fabrizieren. Bei diesem Teil wurde endlich ein Mehrspielermodus integriert, der Gott sei Dank auch spielbar ist. Natürlich gibt es die typischen “Jeder gegen Jeden“ und „Teammatches“, doch es gibt noch mehr. Bei „Countdown to Extinction“ muss man die eigene Basis beschützen, jedoch zeitgleich eine Bombe in der gegnerischen Base platzieren. Bei „Eskalation“ müssen die Spieler Welle um Welle bekämpfen, der Modus ähnelt einem bekannten Modus aus „Halo 3 ODST“. Wer es taktischer mag, der kann aber auch „Power Struggle“ spielen, denn hier muss er drei Energiepunkte finden und erobern. Ihr seht schon, es ist viel geboten und funktioniert tadellos ohne Abbrüche und Probleme. Ach ja, nebenbei gibt es auch die so genannten „Perks“, mit welchen man nützliche Spezialfähigkeiten benutzen kann. Alles in allem eine sehr gute Umsetzung - Offl- und Online.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin begeistert. Als ich vor einiger Zeit von dem dritten Teil hörte, dachte ich mir: Oh nee schon wieder ein Transformers-Spiel, welches wahrscheinlich nicht besser als die anderen zwei wird. Doch ich habe mich getäuscht, denn „Kampf um Cybertron“ fetzt und macht unglaublich Laune. Die Grafik ist gut, der Sound passt sich sehr gut an und egal ob alleine, zu zweit oder zu dritt – Es ist einfach nur geil. Da ich selbst kein großer Fan der Roboter bin, kann ich das Spiel jedem empfehlen, der einen guten Shooter möchte, besonders wenn er alles mit seinen Freunden erledigen will. Für Fans ist es natürlich ein Pflichttitel, da es Activision endlich geschafft hat, ein gutes Spiel aus dem Transformers-Universum abzuliefern. Endlich mal wieder ein Spiel ohne Blut, welches trotzdem viel Action und Taktik beinhaltet!


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positiv negativ
  • Gute Grafik, schöne Effekte
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  • Schnell und fetzig
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  • Grandiose Bosskämpfe
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