Unser Universum - Staffel 2

Unser Universum - Staffel 2

Originaltitel: The Universe
Genre: Dokutainment
Regie: Douglas J. Cohen
Hauptdarsteller: ---
Laufzeit: Ca. 756 Minuten
Label: SUNFILM Entertainment
FSK 0

Unser Universum - Staffel 2   04.03.2011 von derstefan

Das Universum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011, Sternzeit: Weiß ich nicht, ist ja auch egal. Die Dokutainment-Serie „Unser Universum“ geht in die zweite Runde, diesmal geht das Themenspektrum noch mehr in die Tiefe und liefert wieder Futter für Space-Freaks und alle, die ein bisschen klüger sterben wollen. Oder ist es doch nur eine langweilige Aneinanderreihung von öden Theorien, die nur für angehende Astronomie-Studenten spannend sind? Lassen wir uns überraschen…

 

 

In Staffel 1 der Serie gab es einen Mix aus grundlegenden Themen und Fragen zu unserem Sonnensystem und dessen einzelnen Planeten. So wurde zum Beispiel der Urknall näher beleuchtet, die Entstehung von Universen untersucht und Antworten auf Fragen beantwortet wie:  Gibt es nur auf der Erde Leben? In dieser zweiten Staffel wird auch über den Tellerrand unserer Galaxie geschaut und wir erfahren mehr über Kosmische Löcher, dunkle Monde und dunkle Energie sowie generelle Themen wie Astrobiologie und Gravitation. Auch heute noch kennen wir nur einen kleinen Bruchteil der verschiedenen Sternensysteme und die ungeheure Anzahl nicht gelöster Rätsel, die uns die Sternenwelt gibt, lässt uns immer wieder klar werden, wie wenig bis heute eigentlich darüber bekannt ist. "Unser Universum" erklärt uns die Fakten, die Stand heute mit Wissenschaft erklärbar geworden sind und gibt einen Ausblick darauf, was in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch erforschbar sein könnte.

 

Präsentiert wird das Ganze wie eine klassische Wissenschaftsdoku. Jede der insgesamt 18 Folgen à 42 Minuten wird in einer Mischung aus Computeranimationen und realen Aufnahmen präsentiert. Natürlich kommen in Interviews wieder Experten zu den jeweiligen Themen zu Wort und es wird versucht, mit realen Vergleichen das Wissen greifbar und leichter verstehbar zu machen. Das Ganze wirkt zwar manchmal zu sehr vereinfacht, was aber dem Verständnis ungemein helfen. Damit das Ganze auch nicht zu dröge wird, werden größtenteils Computer-Effekte zur Veranschaulichung verwendet. Die Themenblöcke werden zwar von professionellen Sprechern eher ruhig vermittelt, manchmal kann es jedoch passieren, dass man einfach abschweift und die letzten paar Minuten zurückspulen muss,  um noch einmal genau hinzuhören. Schön ist aber, dass wieder offizielles und  faszinierendes NASA-Material gezeigt wird, damit nicht nur die Computer-Optik regiert. Wert wurde vor allem auf möglichst spektakuläre Aussagen und Bilder sowie auf einen 5.1-Sound gelegt. Wer das Glück hat, einen großen HD-Fernseher und eine Surround-Heimkinoanlage zu haben, der kommt in den vollen Genuss und der Größe unseres gewaltigen Universums. Wer die Serie nur am Laptop oder ähnlich kleinen Bildschirmen ansieht, hat wahrscheinlich weniger Spaß daran.

 

BD 1:
1. Die zweite Erde (42 Min.)
2. Kosmische Löcher (42 Min.)
3. Die dunkle Seite des Mondes (42 Min.)
4. Die Milchstraße (42 Min.)
5. Unerforschte Monde (42 Min.)

BD 2:
6. Dunkle Materie und dunkle Energie (42 Min.)
7. Astrobiologie (42 Min.)
8. Reiseziel: Weltraum (42 Min.)
9. Supernovae (42 Min.)
10. Sternenbilder (42 Min.)

BD 3:
11. Unerklärliche Phänomene (42 Min.)
12. Kosmische Kollisionen (42 Min.)
13. Neue Lebenräume (42 Min.)
14. Nebulae (42 Min.)
15. Sturm im All (42 Min.)

BD 4:
16. Galaktische Giganten (42 Min.)
17. Gravitation (42 Min.)
18. Die Apokalypse (42 Min.)


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Wer auf der Suche nach einer Doku-Serie ist, die Wissenschaft und Forschung etwas spannender präsentiert als langweilige Schuldokus, der kann hier zugreifen. Die Reise in die Weiten der Sterne wird auf Blu-ray in knackigen Bildern präsentiert, in dieser Staffel wurde gegenüber Staffel 1 mehr Wert auf eine ordentliche Präsentation gelegt. Auch der Inhalt stimmt auch diesmal wieder, die Experten wurden gut ausgesucht und bleiben nicht farblos. Man bemerkt zwar den amerikanischen Stil (Mein Favorit: Die bauchtanzende und zugepiercte Expertin von der Universität von Hawaii), aber trotzdem werden hier sowohl Fans von wissenschaftlichen Doku-Reihen als auch Nicht-Profiastronomen gut bedient. Gut gemacht!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen