Wasteland - Das Ende der Welt

Wasteland - Das Ende der Welt

Originaltitel: Wasteland
Genre: Horror • Drama
Regie: Tom Wadlow
Hauptdarsteller: Shameer Seepersand
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (97 Min)
Label: Alive
FSK 18

Wasteland - Das Ende der Welt   16.09.2015 von MarS

Zombies und Infizierte sind immer für einen Horrorfilm gut, doch gerade im Bereich kleinerer Filme mit geringem Budget endet das Ganze meist wie ein postapokalyptischer Alptraum. Dass man sich dennoch ab und an mal auch an einen solchen Film wagen sollte beweist die folgende Review zu Wasteland - Das Ende der Welt...

 

Scott ist einer von wenigen Überleben eines Seuchen-Ausbruchs, der die Menschen zu Zombies mutiert hat. Einsam fristet er sein Dasein in einem kleinen Häuschen auf dem Land und wartet dort auf seine Geliebte Beth, die sich heimlich allein auf den Weg nach London gemacht hat um ihre Eltern zu finden. Sein einziger Kontakt zu anderen Menschen besteht im allabendlichen Kontakt per CB-Funk zu einem älteren Pärchen. Als auch die eines Tages sterben verliert Scott zunächst seinen Mut, doch bald schon kommt es zu einer unerwarteten Begegnung die eine Kette von schicksalhaften Ereignissen auslöst...

 

Wasteland - Das Ende der Welt ist ganz anders, als man im ersten Moment erwarten würde. Coverbild und Text auf der Rückseite lassen zunächst auf einen Film im Stil von I am Legend schließen, bei der Produktion selbst vermutet man einen trashigen, einfallslosen Zombie-Splatterfilm. Doch weit gefehlt, denn Wasteland ist tatsächlich am ehesten zu vergleichen mit der Serie The Walking Dead (Die Review zu Staffel 2 findet ihr hier). Hier stehen nicht die Infizierten und deren möglichst blutiges Ableben im Vordergrund, sondern der Hauptaugenmerk liegt auf den Figuren und deren Schicksalen. Dementsprechend ruhig ist auch die Inszenierung, die größtenteils vom sehr gut agierenden, unbekannten Darsteller Shameer Seepersand und seinen Monologen getragen wird. Aber auch die Dialoge mit den wenigen Menschen die ihm begegnen sind sehr gut und aussagestark, was wohl einem für eine kleine Produktion ungewöhnlich guten Drehbuch geschuldet ist. Wie bei The Walking Dead kommen aber trotz allem auch immer wieder die Splatter-Fans unter uns nicht zu kurz, denn blutige und handwerklich solide gemachte Aufeinandertreffen mit Infizierten sind ausreichend vorhanden.

 

Leider ist auch im Fall von Wasteland - Das Ende der Welt nicht alles Gold was glänzt. Trotz des wirklich tollen Drehbuchs sind einige der Handlungsweisen der Figuren nicht wirklich nachvollziehbar und glaubwürdig. Auch das teilweise sehr plötzliche Auftreten von Infizierten aus dem Nichts scheint stellenweise etwas seltsam und die Effekte sind oftmals zu offensichtlich CGI-lastig. Insgesamt ist der Film aber ein absolut sehenswerter Genre-Vertreter mit einer unerwartet ruhigen, starken Inszenierung.

 

Bildergalerie von Wasteland - Das Ende der Welt (6 Bilder)

Das Bild der DVD ist solide und weist eine gute Schärfe mit recht hohem Detailgrad auf. Stetiges aber dezentes Filmkorn wirkt nie störend. Die Farbpalette ist trist und atmosphärisch. Im Tonbereich kann die DVD ebenfalls punkten und liefert neben stets verständlichen Dialogen auch immer wieder dezenten Surroundeinsatz.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Wasteland - Das Ende der Welt war für mich eine kleine Genre-Überraschung, die in weiten Teilen immer wieder an das Serienhighlight The Walking Dead erinnert. Der Film ist ein Endzeit-Drama, dass viel Wert auf seine Charaktere legt, allen voran den überzeugend auftretenden Hauptdarsteller. Splatter-Fans kommen ebenfalls nicht zu kurz und trotz einiger kleinerer Mankos ist Wasteland für mich ein sehenswerter, ruhiger Film, den man so zu Beginn nicht erwartet hätte. 


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Kommentare

19.07.2017 06:29:33 von MarS


Hallo Boeni, erstmal vielen Dank für deinen wirklich interessanten Kommentar, Klasse Aspekte die du da ansprichst. Mir ging es bei dem Vergleich weniger um Ursachen oder die Infizierten selbst, sondern um die Konzentration auf die Figuren, wobei der Kampf mit den Infizierten in den Hintergrund rückt.

18.07.2017 18:19:11 von Boeni


Also ich würde es ja eher mit '28 days later' und '28 weeks later' vergleichen und sogar den Schritt wagen 'Wasteland' zwischen beiden Teilen anzusiedeln. Hierzu simple Fakten aus allen drei Filmen: - Der Virus bricht in London aus - Es geht hier nur um England, bzw. nur die Insel ist betroffen von dem Virus - Wie in '28wl' Tammi, gibt es auch hier am Ende ein Mädel, das immun gegen den Virus ist und somit durch sie ein Gegenmittel entwickelt werden könnte, so etwas gibt es bei 'TWD' nicht - Die Flucht nach Frankreich, ist auch wie in '28wl' die letzte Hoffnung, da wie schon erwähnt nur die britische Insel von dem Virus betroffen ist

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