Zombicide

Zombicide

Genre: Survival Brettspiel
Spieleverlag: Sans Editeur
Empfohlenes Alter: 13
Spieldauer: 60-180 Minuten
Anzahl Spieler: 1-6

Zombicide   29.12.2016 von Born2bewild

Nach den durchweg guten Erfahrungen mit Zombicide Season 3 - Rue Morgue kommen wir natürlich auch nicht umhin, die Vorgänger unter die Lupe zu nehmen. Starten wir also beim Beginn der Reihe mit dem allerersten Zombicide (Season 1)

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Zombicide ist identisch zu den anderen Seasons. Sie ist quadratisch, aber ein wenig leichter als Rue Morgue. Auf der Front sind ein paar angriffslustige Zombies abgebildet und auf der Rückseite ein beispielhafter Spielaufbau. Im Inneren findet man die Anleitung auf zwei Kartons und einem Plastikblister, der Stauraum für die Karten, Würfel und die Erfahrungszähler bietet. Im größeren der zwei Kartons befinden sich die vierundsechzig Zombieminiaturen. Im kleineren Karton befinden sich die sechs unterschiedlich farbigen Überlebenden- und die „Monstrum“-Miniatur. Darunter gibt es einen Kartonbogen mit diversen Spielmarkern und die neun Kartenteile. Vor dem ersten Spiel müssen nur die Karten und die Kartenteile mit einem scharfen Messer oder ähnlichem aus der Folie befreit werden. Anschließend muss man noch die Spielmarker aus dem Karton drücken.

 

Zum regelmäßigen Spielaufbau gehört als erstes die Wahl der Mission und der Überlebenden. Es empfiehlt sich erst die Mission zu wählen und anschließend anhand des Schwierigkeitsgrad und der Empfehlung die Anzahl der Überlebenden zu wählen. Nun kann sich jeder Spieler eine oder mehrere Farben aussuchen und nimmt sich den oder die Ausweise mit den Erfahrungszählern und die entsprechende/n Spielfigur/en. Anschließend wird anhand der Missionsbeschreibung der Spielplan mit Hilfe der Kartenteile und den benötigten Pappmarkern zusammengebaut. Hier finden die Spieler auch die Positionen für ihre Überlebenden. Ist alles aufgebaut und die Missionsbeschreibung vorgelesen, gilt es nur noch einen Startspieler zu definieren und diesem das Startspielerplättchen zu überreichen. Und schon kann die Mission beziehungsweise der Kampf gegen die Zombiehorden beginnen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist mit achtzehn Seiten sehr umfangreich, liest sich aber im Gesamten sehr gut. Wirklich regelrelevant sind die Seiten vier bis achtzehn, die neben einem sehr gut zu lesendem Text eine hervorragende Bebilderung bieten. Ab Seite achtzehn gibt es dann eine Übersicht möglicher Figurenfertigkeiten, die nur zum Teil im Spiel relevant sind und für die eine oder andere Fertigkeit als Nachschlagewerk dient. Positiv zu erwähnen ist die berühmt berüchtigte letzte Seite, die gerade Anfängern einen guten Überblick über den Spielablauf gewährt, auch während des Spiels.

 

Das Spielziel

 

Die Spielziele werden in den jeweiligen Missionsbeschreibungen definiert. Hierbei gilt es meistens Zielmarker aufzuheben oder spezielle Gegenstände zu finden, um dann mit den Überlebenden in eine bestimmte Zone zu fliehen.

 

Der Spielablauf

 

Wer ein Zombicide kennt, kennt mehr oder weniger alle. Die Regeln von Season 1 unterscheiden sich nur sehr wenig von denen von Rue Morgue. Die Regeln im Detail können im Artikel zu Rue Morgue nachgelesen werden. Hier nur ein kurzer Überblick: Es gibt ebenfalls die drei Phasen, in denen die Spieler ihre Aktionen durchführen, dann die Zombies, dann die Brutphase der Zombies und schließlich die Endphase, bei der der Spielplan von nicht mehr benötigtem Material bereinigt wird. Somit beginnen die Spieler ihre Überlebenden reihum zu aktivieren und Aktionen durchzuführen wie Bewegen, Räume durchsuchen, Ziele aktivieren, Autos fahren oder Zombies angreifen. Anschließend werden die Zombies mit Bewegungen und Angriffen nacheinander aktiviert, gefolgt von der Zombiebrut, die dazu führt, dass neue Zombies an bestimmten Punkten erscheinen.

 

Die Unterschiede

 

Was es bei Zombicide Season 1 noch nicht gab sind natürlich die Neuerungen in Zombicide Season 3 (vergleiche Kasten im Artikel). Aber auch die Überzombies, die mit Season 2 eingeführt wurden, fehlen hier noch. Somit ist ein Überlebender nach zwei Wunden schlicht und ergreifend tot. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel das Monstrum, aber abgesehen vom Molotov Cocktail keine Waffe, die es töten kann. Das führt dazu, dass der Schwierigkeitsgrad, gerade wenn das Monstrum erscheint, höher ist als bei den Nachfolgern. Zombicide Season 1 enthält auch nur die normalen Zombies, die sich in die einfachen Schlurfer, die schnellen Läufer, die etwas robusteren Fettbrocken und das bereits erwähnte Monstrum gliedern. Das klingt nach wenig, genügt aber meistens auf Grund der Masse für einen sehr kernigen Schwierigkeitsgrad.

 

Bildergalerie von Zombicide (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 9 Kartenteile (Doppelseitig)
  • 6 Überlebenden
  • 40 Schlurfer
  • 16 Läufer
  • 8 Fettbrocken
  • 1 Monstrum
  • 6 Würfel
  • 4 Autoplättchen
  • 6 Zombiebrutplättchen
  • 1 Ausgangsplättchen
  • 42 Zombiekarten
  • 62 Ausrüstungskarten
  • 6 Wundenkarten
  • 6 Ausweise
  • 10 Zielmarker
  • 18 Lärmmarker
  • 12 Türmarker
  • 1 Startspielerplättchen
  • 24 Fertigkeitsmarker
  • 6 Erfahrungszähler
  • 1 Spielregel mit 10 Missionen

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Ich kann es nur wiederholen, Zombicide ist einfach geil. Es ist zwar taktisch nicht so anspruchsvoll wie zum Beispiel die Legenden von Andor, bietet aber ein ausgezeichnetes Spielkonzept mit sehr knackigen Missionen. Soweit ich mich zurück entsinne gab es für uns bei Season 2 und Season 3 kaum oder gar keine Mission, die wir nicht auf Anhieb geschafft haben. Bei Season 1 lief es gleich so, dass wir anfangs gar keine Mission geschafft haben. Häufig haben uns die Brutkarten mit Gullideckeln und die schiere Masse an Zombies das Genick gebrochen. Irgendwann hat man dann doch nicht mehr die Möglichkeit auszuweichen oder steht direkt in einer Zone mit Gullideckeln und kriegt mit einer extra Aktivierung ordentlich eins auf die Mütze. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Fall auf weitere Sessions und auch darauf, die Zombies der einzelnen Erweiterungen miteinander zu kombinieren.

 

Josi:

Koop-Spiele sind eigentlich weniger meins, aber Zombicide spiele ich wirklich gern. Es ist anspruchsvoller als einfach nur durch die Gegend metzeln. Naja, außer man sitzt in einem Auto :D Ich habe mich jetzt außerdem dazu hinreißen lassen, die Figuren anzumalen. Da wir mittlerweile 5 Spiele haben, wird das eine sehr lange Arbeit. Auf der anderen Seite freue ich mich, die Figuren dann „in Action“ auf dem Spielplan zu sehen. Mal sehen, ob ich es halbwegs gut hinkriege, sodass es noch ein wenig mehr Flair gibt. Zombicide Season 1 ist bisher der schwierigste Teil, wenn auch nicht unser erster. Man hat die Möglichkeit verschiedene Serien und Erweiterungen miteinander zu kombinieren. Da kann man an jedem Tag der Woche eine andere Variante spielen. Ich habe bisher kein Spiel kennen gelernt, das so etwas bietet. Der Umfang des Spielmaterials ist ebenfalls gigantisch, wenn man alle Spiele zusammen nimmt. In Season 1 war das noch überschaubar. Was nicht heißt, dass es schlechter ist…


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