Carnival of Monsters

Carnival of Monsters

Genre: Kartenspiel • Kennerspiel • Deckbuilding
Autor: Richard Garfield
Spieleverlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Empfohlenes Alter: 12
Spieldauer: 45 Minuten
Anzahl Spieler: 2-5

Carnival of Monsters   27.03.2020 von Born2bewild

Das Sammelkartenspiel Magic dürfte jedem ein Begriff sein. Somit auch sein Schöpfer Richard Garfield. Aus seiner Feder Stammt auch Carnival of Monsters, eine der Herbstneuheiten von Amigo. Ob das Spiel uns monstermäßigen Spaß bereitet hat oder wir uns doch lieber mit dem Lasagne fressenden Kater beschäftigt hätten, erfahrt ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Das Spielmaterial von Carnival of Monsters ist sehr umfangreich. Neben einiger Kronen, die erst aus den Stanzbögen herausgetrennt werden müssen, gibt es zahlreiche Karten, Marker, einen Spielplan und einen Punkteblock. Das Material macht einen sehr guten Eindruck, die Spielertableaus könnten aber vielleicht, ähnliche wie der Spielplan, etwas dicker sein.

 

Zur Spielvorbereitung legt man als erstes den Spielplan in die Mitte und verteilt die Spielertableaus an die Spieler. Dann werden die Karten jeweils gemischt. Die Carnivalkarten werden alle auf das zugehörige Feld auf dem Spielplan gelegt. Von den Saisonkarten werden vier zufällig gezogen und auch auf das entsprechende Feld gelegt. Der Rest landet ungesehen in der Schachtel. Dann werden jeweils zwei Startländer an die Spieler verteilt und die Kredite bereitgelegt. Abschließend erhält jeder Spieler vier Kronen. Der Rest der Kronen und Marker wird auf dem Spielplan verteilt.

 

Die Anleitung

 

Carnival of Monsters ist eines der umfangreicheren Spiele von Amigo. Das merkt man auch an der Anleitung, die mit immerhin zwölf Seiten zu Buche schlägt. Davon sind inklusive des Aufbaus acht zu lesen. Dafür sollte man fünf bis zehn Minuten einplanen und es ist hilfreich, die Anleitung bei Unklarheiten parat zu halten. Die Struktur der Anleitung ist sehr gut gelungen, die Regeln werden auch sehr gut erklärt und mit Beispielen und Bildern erläutert.

 

Das Ziel des Spiels

 

Jeder Spieler ist ein sogenannter Monstrologe, dessen Ziel es ist, nach vier Saisons, also einem Jahr, der königlich monstrologischen Gesellschaft beizutreten. Diese nimmt aber nur den Bewerber mit den beeindruckendsten Wesen auf, welche am Ende des Jahres im sogenannten Carnival of Monsters präsentiert werden. Im Spiel findet Jagd auf die Monster durch Kartentauschen statt. Nach vier Saisons, die in jeweils vier Phasen aufgeteilt sind, wird ausgewertet und der Spieler mit den meisten Siegpunkten auf seinen erbeuteten Karten gewinnt.

 

Zieht los in magische Länder zu exotischen Kreaturen…

 

Im Grunde genommen ist Carnival of Monsters ein Kartenspiel. Das Spiel gliedert sich in vier Runden, die Saisons, und jeder dieser Saisons besteht aus vier Phasen:

 

  • Phase 1: Saisonkarte aufdecken
  • Phase 2: Carnivalkarten erbeuten und ausspielen
  • Phase 3: Gefahrenprobe
  • Phase 4: Ende der Saison

 

Zu Beginn einer Saison erhält jeder Spieler acht Canivalkarten. Anschließend folgt die erste Phase, bei der die Oberste der Saisonkarten aufgedeckt wird. Auf der Karte sieht man Boni die man erhält, wenn man das erste Mal ein spezielles Monster ausspielt und die Belohnung die man am Ende der Saison erhält, wenn man die meisten Siegpunkte oder Gefahrenpunkte hat. Dann folgt die zweite Phase, bei der man Karten erbeutet, das heißt man sieht sich seine Karten an, wählt eine Karte aus, die man verdeckt auf sein Tableau legt und gibt die restlichen Karten weiter. Anschließend kann man die Karte für später aufheben und entsprechend auf seinem Tableau verstauen oder ausspielen. Beim Ausspielen gibt es verschiedene Voraussetzungen, wie zum Beispiel Kronen bei Mitarbeitern oder Landpunkte bei Landkarten. Dadurch kann man für die nächsten Runden seine Ausgangslage verbessern um an bessere Monster zu kommen, seine Sammlung an Monstern ausbauen oder geheime Missionen für mehr Siegpunkte sammeln. Außerdem kann man sich für die dritte Phase, die Gefahrenprobe, wappnen. Dabei werden bei jedem Spieler von den in dieser Saison ausgespielten Monstern die Gefahrenpunkte gezählt. Für jeden dieser Punkte muss er einen Jäger vorweisen können. Dabei zählen aber auch die sogenannten Königlichen Jäger, die zu Beginn dieser Phase erwürfelt werden, dazu. Falls man die Gefahr nicht abwehren kann, muss man pro Punkt drei Kronen Strafe bezahlen. Dabei kann es, genauso wie bei den Mitarbeitern, notwendig sein, einen Kredit aufzunehmen. Dieser bringt zwar Kronen, dafür aber am Ende des Spiels Minuspunkte, denn er kann nicht zurückgezahlt werden. Dann wird mit Phase vier das Ende der Saison eingeläutet. Dabei wird als Erstes die Trophäe vergeben. Anschließend werden die erbeuteten Monster in die jeweilige Menagerie auf dem Spielertableau gelegt und die nächste Saison beginnt. Nach vier Saisons ist das Jahr vorbei und das Spiel endet. Dann werden die Siegpunkte für Geheime Ziele, die Monster, Kronen und sonstigen Karten zusammengezählt. Der oder die Spieler mit den meisten Punkten haben gewonnen.

 

Bildergalerie von Carnival of Monsters (7 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 240 Karten
  • 108 Goldkronen
  • 24 Jägermarken
  • 5 Spielertableaus
  • 3 Jägerwürfel
  • 1 Spielplan
  • 1 Punkteblock
  • 1 Spielanleitung


Cover & Bilder © Cover: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Carnival of Monsters ist für mich eine positive Überraschung. Zwar hätte man jetzt auf Grund von Richard Garfield schon von einer gewissen taktischen Tiefe ausgehen können, aber nur, weil sein Name draufsteht, heißt das ja nicht, dass das Spiel auch gut ist. Carnival of Monsters wirkte beim Lesen der Regeln sehr simpel und ich dachte mir, es könnte sehr spaßig sein. Das Spiel bietet aber sehr viele Möglichkeiten und Entscheidungen, die man zu treffen hat. Geht man eher auf die Länder oder auf die Monster. Nimmt man ein Monster das man sich vielleicht später leisten kann oder lieber eins, dass es sich der nächste Kontrahent nicht kaufen kann. Aus meiner Sicht ein ausgezeichnetes Spiel, bei dem aus meiner Sicht ist der einzige Defizit, dass man einen sehr großen Tisch benötigt ;)


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