Crime Zoom - Sein letztes Blatt

Crime Zoom - Sein letztes Blatt

Genre: Familienspiel • Rätselspiel
Autor: Stéphane Anquetil
Illustrator: Julien Long, Cecilart
Spieleverlag: Aurora
Empfohlenes Alter: 12
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 1-6

Crime Zoom - Sein letztes Blatt   08.07.2022 von Born2bewild

Rätselspiele, wie die Exit-Serie, Unlock oder auch krimiorientiert in Form von Sherlock erfreuen sich größter Beliebtheit. Mit Crime Zoom - Sein letztes Blatt gibt es nun eine Kombination aus einem kompakten Kartenspiel mit einem anspruchsvollen Fall und Tatort. Ob uns die Suche nach dem Mörder zugesagt hat oder wir das Kartenspiel wie eine Tatwaffe direkt entsorgt haben, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Crime Zoom - Sein letztes Blatt wird in einer sehr kompakten und relativ umweltfreundlichen Verpackung ausgeliefert. Lediglich die Verpackung ist in einer Folie eingeschweißt, die Karten sind mit einer Papierbanderole umhüllt. Das Inlay ist aus Pappe und oben auf findet man die Anleitung in kompakter Form vor. Die äußere Verpackung macht durch die Materialdicke und die Beschichtung einen sehr wertigen Eindruck.

 

Für den Spielaufbau benötigt man die Aufbau-Karte „O“, auf der ein paar Anweisungen sowie der Start-Schauplatz aufgedruckt sind. Letzterer setzt sich aus fünfzehn Kartenrückseiten zusammen. Die übrigen Karten werden verdeckt als Hinweiskartenstapel bereitgelegt. Dann können die Ermittlungen mit dem Lesen der Vorgeschichte auf der Rückseite der „O“-Karte auch schon losgehen.

 

Ziel des Spiels

 

Crime Zoom ist ein Krimispiel, bei dem den Ermittelnden ein Tatort mit einer Geschichte vorgesetzt wird. Ziel ist es, gemeinsam den Fall zu lösen und die Fragen am Ende der Anleitung zu beantworten. Anhand der Fehlerquote und der verwendeten Karten erhält man eine Punktzahl, die man auch am Ende der Anleitung eintragen kann. Was hier leider fehlt ist eine Orientierung, wie viele Punkte gut oder schlecht sind.

 

Die Anleitung

 

Mit zwanzig Seiten ist die Anleitung sehr umfangreich. Dennoch ist sie schnell zu lesen, da ungefähr die Hälfte der Anleitung für die Auswertung und den Epilog verwendet wird. Außerdem enthält sie den Spielaufbau sowie ein paar wichtige Hinweise, Bilder und Beispiele. Ein paar Minuten sollte man für das Regelstudium allerdings investieren, auch wenn die Regeln erfahrenen Ermittlern gut von der Hand gehen.

 

Sein letztes Blatt? - Hoffentlich nicht unser letzter Fall…

 

Bei Crime Zoom gibt es keine Spielrunden. Die Ermittelnden entscheiden gemeinsam wie sie vorgehen. Dabei wird das Bild des Tatorts genau unter die Lupe genommen. Jedes Detail, jedes Einschussloch, jede Flasche auf einem Tisch, könnte den entscheidenden Hinweis liefern. Um einem Hinweis nachzugehen, nimmt man die Karte, auf dem der vermeintliche Hinweis abgebildet ist und dreht sie um. Im Idealfall findet man dann weitere Details zum entdeckten Gegenstand oder kann ihn beispielsweise im Labor untersuchen lassen. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die Punktzahl mit jeder aufgedeckten Karte sinkt. Man muss hier also versuchen nur die relevanten Hinweise zu identifizieren und aufzudecken. Ein Kaffeetratsch mit Oma Erna bringt einen wahrscheinlich nicht so viel weiter wie das Verhör eines Verdächtigen. Hierbei ist das Spielprinzip sehr einfach. Auf vielen Karten sind auf den Rückseiten weitere Kartennummern aufgedruckt, die einen zu einer Wohnungsdurchsuchung, dem Labor oder Verdächtigen führen. So kommt man der Lösung immer näher. Eine direkte Lösung gibt es allerdings nicht. Eine solide Ermittlungsarbeit mit guter Kombinationsfähigkeit ist hier vorausgesetzt.

 

Bildergalerie von Crime Zoom - Sein letztes Blatt (8 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 55 Spielkarten
  • 1 Spielanleitung


Cover & Bilder © www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Kurz gesagt: Crime Zoom - Sein letztes Blatt ist genial. Der Spielaufbau des Tatorts und das Spielprinzip finden wir sehr gut gelungen und der Fall hat es in sich. Wir verraten hier nicht zu viel, dass man die Hinweise geschickt kombinieren und auch ein wenig um die Ecke denken muss. Anhand der Lösung wird dann so oder so einiges klar und wir fanden alles absolut logisch nachvollziehbar. Für unerfahrene Ermittelnde könnte es aber eine sehr harte Nuss werden. Wir haben uns am Ende ein Limit an Minuspunkten gesetzt, dann die Fragen beantwortet und waren bei den meisten Fragen sehr dicht dran. In unseren Augen ist das Spiel - auch mit der plastikreduzierten Verpackung - eine klare 10/10. Ein MUSS für jeden Krimifan! Geschichte, Ermittlungsarbeit, Atmosphäre, hier passt einfach alles.


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