Hashi

Hashi

Genre: Brettspiel
Autor: Jeffrey D. Allers
Illustrator: Oliver Freudenreich / Sandra Freudenreich
Spieleverlag: N├╝rnberger-Spielkarten-Berlag GmbH
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: 20 min.
Anzahl Spieler: 1-4

Hashi   02.12.2021 von Spielekatze

Eine Insel mit… nicht zwei Bergen, sondern einer Fahne? Und ohne Brücke? Wie soll man denn da hinkommen? Da sind eindeutig kluge Köpfe gefragt, die hier Verbindungen schaffen. Doch welch hohe Kunst dies ist, wird sich mit der Zeit zeigen, wenn die Anforderungen immer mehr werden. Ob alle Inselbewohner am Ende zufrieden zu stellen sind, oder ob doch nur Sackgassen dabei entstehen, lest ihr in meinem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Das Material ist einfach gehalten. Die vier Spielpläne sind beidseitig bedruckt, betitelt mit Seite A und Seite B. Somit stehen den Spielern zwei mögliche Ausgangsarchipels zur Verfügung. Außerdem sind vier Whiteboard-Marker beigelegt, für jeden Spieler ein Stift. Diese lassen sich von den beschichteten Spielplänen mit einem trockenen Tuch einfach abwischen, sodass die Spielpläne für eine weitere Partie weiterverwendet werden können. Die achtzehn Spielkarten finden in der niedrigen Kiste ebenfalls Platz.

 

Das Spielziel

 

Im Laufe des Spiels müssen die Spieler über siebzehn Runden hinweg Brücken bauen. Dabei gibt es drei Ziele, die während des Spielverlaufs erreicht werden können, um Punkte zu erhalten. Nach Runde siebzehn folgt noch eine Endauswertung, welche auf die während des Spielverlaufes erhaltenen Punkte aufaddiert wird. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Partie.

 

Die Anleitung

 

Die Spielanleitung ist in neun Sprachen enthalten. Dadurch erscheint sie im Vergleich zu dem restlichen schlichten Material erst etwas voluminös, umfasst jedoch pro Sprache nur vier Seiten. Diese sind mit einigen Bildern gefüllt, unter anderem auch einer beispielhaften Auswertung eines ausgefüllten Spielplanes. Neben der kompetitiven Spielvariante ist auch eine Solo-Variante enthalten.

 

Der Spielablauf

 

Nachdem jeder Spieler einen Spielplan und einen Stift erhalten hat, trägt jeder wahlweise eine drei oder eine vier in eine Insel ohne Fahne ein. Danach werden die Spielpläne jeweils an den linken Nachbarn weitergegeben. Mit diesem Spielplan werden die Spieler nun das restliche Spiel über arbeiten. Dann werden die achtzehn Spielkarten gemischt, eine zufällige Karte aus diesem Stapel verdeckt entfernt und zur Seite gelegt. Der restliche Kartenstapel ist der Zugstapel für diese Partie und wird in die Mitte gelegt. Das Spiel beginnt.

 

Ein beliebiger Spieler der Runde deckt die oberste Karte auf. Darauf sind eine Zahl und darunter ein bis drei Brücken abgebildet. Diese wird nun von allen Spielern gleichzeitig abgehandelt. Zuerst entscheidet jeder für sich, ob er die Zahl auf eine noch freie Insel eintragen möchte, auf der keine Fahne zu sehen ist. Inseln mit Fahne dürfen in diesem Schritt erst ausgewählt werden, wenn mindestens eine Brücke zu dieser Insel führt. Die Zahl gibt an, wieviel Brücken maximal an dieser Insel anliegen dürfen. Im Anschluss entscheiden sich die Spieler, ob sie die angezeigten Brücken auf ihrem Plan eintragen möchten. Dabei gilt, dass entweder alle angezeigten Brücken eingezeichnet werden oder keine. Die Brücken dürfen auf dem gesamten Archipel eingezeichnet werden, sie müssen nicht an derselben Insel anliegen. Beim Einzeichnen muss bedacht werden, dass Brücken sich nicht kreuzen dürfen, an jeder Insel maximal so viele Brücken anliegen wie die eingetragene Zahl angibt und maximal zwei Brücken parallel liegen dürfen, also bei derselben Insel anfangen und zur selben Insel führen. Ist die erste Karte von allen abgearbeitet, wird die nächste Karte aufgedeckt und ebenfalls abgehandelt. So verfahren die Spieler, bis der Stapel an Karten abgearbeitet ist. Dann beginnt die Wertung. Dabei gibt es Punkte, die bereits im Laufe der Partie erreicht werden können als auch Punkte für jede erfüllte Insel, also Inseln, bei denen Zahl und Anzahl der Brücken übereinstimmen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Bildergalerie von Hashi (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 4 beidseitig bedruckte, abwischbare Tafeln
  • 18 Karten
  • 4 Whiteboard-Marker
  • 1 Anleitung in 9 Sprachen


Cover & Bilder © www.sofahelden.de


Das Fazit von: Spielekatze

Spielekatze

Hashi ist ein schnell erklärtes und auch schnell gespieltes Spiel. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass es doch langweilig werden könnte, da man ja doch immer nur die zwei vorgegebenen Spielpläne zur Auswahl hat. Diese Befürchtung wurde zum Glück nicht bestätigt. Dadurch, dass die Karten jedes Mal in einer anderen Reihenfolge aufgedeckt werden und man während des Spieles nicht weiß, welche Karte denn fehlt, entsteht jedes Mal ein anderer Spielfluss und auch die ausgeklügelsten Strategien müssen immer wieder angepasst werden. Aufgrund des kleinen Formates, des schnellen Einstieges und der kurzen Dauer einer Partie ist Hashi ein gutes Mitbringspiel für jeden Spieleabend und erhält gute 9 von 10 Punkten von mir. Besonders Erwähnenswert finde ich auch der Nachhaltigkeitsgedanke, dass man wiederverwendbare Spielpläne verwendet, die nach jeder Partie mit einem Tuch abgewischt werden.


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