Skylanders: Starter Pack

Skylanders: Starter Pack

Publisher: Activision
Entwicklerstudio: Toys for Bob
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Action-Jump ´n´ Run
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 14.10.2011
USK 6

Skylanders: Starter Pack   29.10.2011 von Panikmike

Das Genre Jump ´n´ Run gibt es seit Jahrzehnten im Spielebereich und erfreut heutzutage immer noch viele Kinder und Erwachsene. Mit Skylanders geht Activision einen Schritt weiter und versucht geschickt, ein Action-Jump ´n´ Run mit dem Sammeltrieb zu vereinen. Man kann nicht nur mit der Konsole spielen, sondern auch über 30 Spielzeugfiguren sammeln. Um was es genau in Skylander geht, könnt Ihr hier erfahren…

Eines muss man Activision lassen, das System, wie die Figuren eingesetzt werden können, ist verdammt schlau. Zum einen kann man nämlich die Figuren plattformübergreifend benutzen, zum anderen wird die Sammelleidenschaft fürs Regal gefördert. Der Clou ist, dass die Informationen des Helden nicht auf der Konsole gespeichert werden, sondern auf einem Minichip, der sich in der Figur befindet. So kann man seine Figur zum Beispiel zu seinem Freund mitnehmen und mit diesem dort spielen, obwohl er eine Playstation 3 und man selbst eine Xbox 360 besitzt. Wie geil ist das denn? Vor allem funktioniert dies einwandfrei: Einfach die Figur auf das Portal des Freundes stellen und schon wird der Chip ausgelesen – tolle Idee! Natürlich nutzt Activision auch den Trieb des Sammelns aus, wer stellt sich solche schönen Figuren nicht gerne ins Regal. Kinder sind da noch schlimmer und werden die Erwachsenen sicherlich öfters nerven, ob sie die eine oder andere Figur noch haben dürfen. Nicht nur dass das Regal dann besser aussieht, nein, auch im Spiel bringen diese Figuren etwas.

Doch hier kommt auch der Knackpunkt, denn eigentlich ist das schon eine Frechheit, was vom Spieler hier verlangt wird. Beim Kauf des eigentlichen Spiels bekommt man drei Figuren dazu, mit welchen man im Spiel zocken kann. Alle Figuren werden in acht Bereiche (Feuer, Wasser, Magie, Technologie, usw.) eingeteilt und haben somit verschiedene Vorzüge. Aber es gibt auch Level, die man nur mit einem Helden des jeweiligen Bereichs betreten kann. Hat man die drei Startfiguren, so kann man das Spiel zwar durchspielen, kommt aber in sehr viele Bereiche nicht hinein. Möchte man das Spiel zu 100% spielen, so ist man gezwungen, mindestens fünf Figuren der anderen Bereiche zu kaufen. Bei einem Preis von etwa 8 Euro pro Figur, ist man dann mit dem Basisspiel schon bei etwa 100 Euro. Natürlich kann man auch locker das Doppelte ausgeben, wenn man alle Helden und die zusätzlichen Pakete kaufen möchte. Ist es das wert? In meinen Augen definitiv nicht!

Doch genug gemeckert, worum geht es überhaupt? Mit dem Starterset bekommt man eine Art Portal, welches man bei der Konsole anmeldet (bei der Xbox 360 Version per USB, bei der Wii und der PS3 drahtlos). Auf dieses stellt man dann eine Figur seiner Wahl und kann dann draufloszocken. Spyro, der Held der Geschichte, ist aus den vorherigen Abenteuern bekannt und wird hier als Schlüsselfigur eingesetzt. Mit ihm oder den anderen Figuren rennt man durch eine schöne Fantasie-Welt und muss storytechnisch den Lichtkern wiederherstellen. Nur dadurch kommt alles wieder ins Reine und die Welt der Skylands wird gerettet. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Der Spieler marschiert durch vorgegebene Schlauchlevels, bekämpft Feinde, löst kleine Rätsel, sammelt allerlei Zeugs auf und versucht, Geheimnisse zu lösen. Nebenbei gibt es Schatzkisten und diverse Gimmicks, wie zum Beispiel verschiedene Kopfbedeckungen, die den Helden verbessern. Wie in einer Art Rollenspiel können die Helden auch leveln und somit mit dem eingesammelten Geld verbessert werden.

Die Steuerung der Figuren ist denkbar einfach. Zwei Buttons sind für verschiedene Angriffe reserviert, mit einem kann man mit Personen sprechen und das war es dann eigentlich auch schon. Springen kann man nicht, doch dafür gibt es an gewissen Stellen sogenannte Sprungportale. Später kann man mit bestimmten Helden auch fliegen und schweben lernen, von dem her ist das fehlende Springen nicht tragisch. Hin und wieder muss man diverse Knöpfe drücken oder einfache Rätsel lösen. Meistens bestehen diese aus: Transportiere einen Schlüssel von A nach B oder schiebe irgendwas irgendwohin, sodass man weiterkommt. Viel Grips braucht man nicht, selbst für Kinder sind die Rätsel nicht fordernd.

Die Technik des Spiels ist gelungen, auch wenn man keine Wunder erwarten darf. Die Helden und die Umgebung sehen ganz OK aus, leider sieht man oftmals bei näherem Hinsehen unschöne Texturen und manchmal sogar Clipping-Fehler. Die Musik ist hingegen besser gelungen, sie passt sich gut dem Spiel an und unterhält die meiste Zeit. Ebenso sind die Effekte gut eingebaut, die Dolby Digital Anlage wird gut ausgenutzt.

Das Portal als Zusatzgerät funktioniert einwandfrei. Einfach angesteckt, die Figur draufstellen und los geht es. Übrigens kann man das Spiel auch zu zweit spielen, wenn man zwei Figuren aufs Portal stellt. Leider muss man sich dann aber einen Bildschirm teilen, da die Entwickler keinen Splitscreen-Modus eingebaut haben – Schade, das mindert den Spielspaß für zwei Spieler. Ebenso gibt es keinen Onlinemodus. Warum man diesen nicht eingebaut hat, bleibt mir ein Rätsel!



Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Anfangs war ich sehr skeptisch, was Skylanders angeht. Ein Jump ´n´ Run mit realen Figuren zu kombinieren, ist zwar eine sehr gute Idee, jedoch ist es trotzdem sichtlich eine Maschinerie des Kapitalismus. Da man mit dem Starter-Paket und den darin beinhalteten drei Figuren nicht annähernd in alle Abschnitte des Spiels gelangen kann, ist man quasi gezwungen, sich andere Figuren zu kaufen. Ergo ist man schnell mindestens 100 Euro los, wenn man das Spiel in vollen Zügen genießen will. Doch nicht genug gibt es auch schon verschiedene Pakete, mit denen neue Abschnitte und Levels freigeschaltet werden. Klar, dass es bei anderen Spielen auch DLC´s gibt, jedoch kosten die meistens weniger Geld für mehr Spielspaß. Allerdings muss man bedenken, dass die Figuren selbst auch einen Wert haben und im Regal einfach knuffig aussehen. Ich für meinen Teil find das Spiel auf alle Fälle unterhaltsam und auch gut gelungen, jedoch ist der Preis in meinen Augen zu hoch, für dass, was das Spiel bieten kann. Werden die Preise gesenkt, dann kann ich das Spiel auf jeden Fall Kindern und Familien empfehlen. Doch bei den aktuellen Preisen bekommt Skylanders von mir einen Punkt abgezogen!


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positiv negativ
  • 32 Figuren in acht Klassen verfügbar…
  • Schönes Figurendesign und hübsche Grafik…
  • Level der Charaktere wird auf der Figur gespeichtert
  • Plattformübergreifendes Spielen durch die einzelnen Figuren möglich
  • Viel Extras und viele Geheimnisse
  • Coop-Spiel mit einem Freund…
  • … was allerdings sehr kostspielig ist
  • … allerdings oftmals sehr grobpixelig
  • Kamera nicht frei drehbar
  • Vollständiges Spiel kann man nur spielen, wenn man sich Figuren dazukauft
  • Keine Onlinemöglichkeit
  • … leider nicht per Splitscreen
  • Schwierigkeitsgrad zu niederig
  • Teilweise Clippingfehler





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