Space Jam: A New Legacy

Space Jam: A New Legacy

Originaltitel: Space Jam: A New Legacy
Genre: Fantasy-Komödie
Regie: Malcolm D. Lee
Hauptdarsteller: Lebron James • Cedric Joe • Don Cheadle
Laufzeit: DVD (115 Min) • BD (115 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 6

Space Jam: A New Legacy   31.10.2021 von LorD Avenger

Basketball-Superstar LeBron James wird in die Welt der Looney Tunes entführt - wie schon 25 Jahre zuvor Michael Jordan...


Inhalt

 

LeBron James ist einer der größten Basketballer unserer Zeit, was er einem strengen Coach und penible Disziplin in seiner Kindheit zu verdanken hat. Diese Werte trägt er immer noch in sich und versucht sie an seine Kinder weiterzugeben - ob sie nun möchten oder nicht. Gerade sein Sohn Dom hat gar keine Ambitionen Basketballer zu werden, stattdessen entwickelt er mit seinen 13 Jahren bereits ein eigenes Videospiel.

 

Die beiden werden zu Warner Brothers eingeladen, um sich den neusten Pitch für eine Zusammenarbeit anzuhören, die von der künstlichen Intelligenz Al G. Rythm ausgearbeitet wurde. Dieser hochentwickelte Algorithmus möchte sich so die Anerkennung erarbeiten, die er seiner Ansicht nach schon lange verdient. Als James das Angebot allerdings ablehnt und über die Idee herzieht, fährt Rythm aus der Haut und entführt den Basketballer samt seinem Sohn in seine digitale Welt - das Serververse. Angelehnt an das Disneyverse treffen hier sämtliche Marken und Produktionen des Publishers aufeinander - LeBron wird an den Drachen aus Game of Thrones vorbeigeschleudert, an Metropolis und Gotham City, er durchfährt die Matrix und landet letztenendes in Tune World. Getrennt von seinem Sohn durchstreift er die verlassenen, gezeichneten Straßen und trifft schließlich auf Bugs Bunny, der von seinen Freunden verlassen wurde.

 

Al G. Rythm (Don Cheadle) bearbeitet währenddessen Dom James und nutzt das Gefühl des Jungen aus, nicht von seinem Vater wertgeschätzt zu werden. Er ruft einen Wettkampf aus, indem LeBron gegen seinen Sohn in dessen Basketball-Videospiel antreten soll und LeBron hat 24 Stunden, um ein Team zusammenzusuchen und sich und seinen Sohn so zu retten. In einem Multiversum mit Superman und Neo plant der Basketball-Star ein wahrhaftiges Allstars-Team, doch Bugs Bunny, der eine Chance sieht seine Familie wiederzuvereinen, hat andere Pläne...

 

Das neue Space Jam vermischt dieses Mal nicht nur die reale mit der Tunes-Welt, sondern implementiert auch direkt sämtliche andere Marken, die Warner Brothers gehören. Wie oben schon erwähnt gibt es Gastauftritte von berühmten Filmen und Serien, in denen LeBron und die Tunes wichtige Rollen übernehmen, um das Ganze ein wenig zu parodieren. Auch subtilere Anspielungen sind anzutreffen, gerade im Publikum während des großen Spiels - hier tummeln sich u.a. Pennywise, der Horror-Clown, Die Maske, Catwoman und Penguin aus den Tim Burton-Batman-Filmen, der Nachtkönig aus Game of Thrones und viele andere bekannte Gesichter, unter denen man beim wiederholten Ansehen sicher immer noch neue entdecken wird. 

 

Doch das ist nicht das Einzige, das zur Vorlage geändert wurde. Sehr schade ist zum Beispiel, dass LeBron James nach seinem Eintauchen ins Serverversum nahezu die gesamte Zeit bis zum Basketballspiel im Finale nur als Zeichentrickfigur auftaucht. Zugegebenermaßen ist James' Zeit wohl knapper Bemessen als die von Michael Jordan 1995, der nach seinem kurzen Exkurs ins Profi-Baseball für seinen Wiedereintritt in die NBA trainierte, trotzdem geht das Besondere verloren, das Filme wie Space Jam oder Looney Tunes: Back in Action mit ihrem Zusammenspiel aus Zeichentrick und Live Action geschaffen haben. Noch mehr davon geht verloren als die Tunes für das Basketballspiel von ihrer Zeichentrick- in eine animierte 3D-Version verwandelt werden. Ich finde dieses Mischen von 2D und 3D auch in sämtlichen Animes furchtbar und hier ist es nicht anders. Es bekommt zwar eine plausible Erklärung, aber die Figuren - allen voran Bugs - sehen dadurch aus wie seelenlose Plüschfiguren. 

 

Bildergalerie von Space Jam: A New Legacy (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Der Film präsentiert sich den enthaltenen Cartoons entsprechend in angemessener Farbpracht, eine ganze Reihe der Spezialeffekte, ebenso wie die Bildqualität wissen aber nicht sonderlich zu beeindrucken. Gerade bei Letzterer fielen mir überraschend viele Szenen mit einem recht körnigen Bild auf und wieder andere waren mehr als offensichtlich im Greenscreen-Raum gedreht worden.

 

Die Tonqualität hingegen hat ordentlich Wumms und gerade auch im englischen Original ein paar schöne, bekannte Gastsprecher wie Spider-Man-Star Zendaya als Lola Bunny oder Komiker Gabriel Iglesias als Speedy Gonzales. Besonders beeindruckend: Synchronsprecher Jeff Bergman verleiht nicht nur Bugs Bunny seine Stimme, sondern gleich auch noch Sylvester, Yosemite Sam, Fred Flintstone und Yogi Bear, ebenso wie Eric Bauza neben Daffy Duck noch eine ganze Reihe weiterer Tunes spricht.

 

Die Specials sind in die vier Viertel eines Basketballspiels unterteilt und geben einen netten Einblick in die Dreharbeiten, hätten aber gerne noch etwas mehr auf die Hintergründe der Produktion eingehen dürfen. Richtig spannende Eindrücke von der Arbeit oder beeindruckende Fun Facts werden einem hier nicht geboten.



Cover & Bilder © 2021 Warner Bros. Entertainment Inc.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Eine IMDb-Bewertung von 4,4 für Space Jam: A New Legacy kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ja, es ist schade, dass LeBron James einen Großteil der Dreharbeiten übergehen konnte, indem man ihn durch eine Cartoon-Version ersetzt und ja, das Verwandeln der Tunes in 3D-Modelle war eine sehr negative Überraschung, aber nichts davon hat den Film weniger unterhaltsam gemacht. Ich hab das Multiversum mit all seinen Gastauftritten von Warner Brothers-Marken gefeiert, auch wenn die meisten einfach nur so reingeworfen wurden ohne einen wirklichen Sinn oder Zweck zu erfüllen - es hat sich nicht so natürlich angefühlt wie z.B. bei Ready Player One. Dennoch gab es viele schöne Gags und Szenen, die Spaß gemacht haben und der Vater-Sohn-Konflikt ist ein netter neuer Ansatz, um die Geschichte aufzubauen - auch wenn gerade diese rund halbstündige Einleitung ohne jegliche Looney Tunes am Anfang gefühlt genau die halbe Stunde ist, die der Film zu lang geworden ist. Kurzum: Der Film hat sicherlich nicht den Charakter seines Originals, baut aber seinen ganz eigenen auf mit Basketballern, die in den 90ern mit Space Jam und Michael Jorden aufgewachsen sind.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen