Kein Cover vorhanden: upload/articles/76706873_496765787594021_4180537985571225600_n_2BsH7B3oDGvgfFOlVpI2.jpg

The No Budget Passion of the Christ

Originaltitel: The No Budget Passion Christi
Genre: Komödie • Satire
Regie: Klaus Thiel-Klenner
Hauptdarsteller: Klaus Thiel-Klenner
Label: Poor Player Pictures

The No Budget Passion of the Christ   23.11.2019 von MarS

Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Und im Filmgeschäft kann das schon einmal digital ausfallen. Das ist so absurd, dass sich sogar Jesus am Kreuz umdrehen würde. Oder eben der Schauspieler Klaus Thiel-Klenner, der mit seinem Kurzfilm The No Budget Passion of the Christ einfach mal alles sagt - ohne dabei wirklich etwas direkt auszusprechen...

 

Inhalt

 

Ein Mann, ein Kreuz, eine Geschichte so alt wie die Menschheit - naja, zumindest mal ein paar Tausend Jahre alt. Was wäre wohl dabei rausgekommen, wenn sich Jesus mit modernen Problemen wie CGI-Technik und Greenscreens rumschlagen hätte müssen? Nicht zu vergessen die ständige Einmischung eines übereifrigen Regisseurs. Aber was will man machen, wenn man aus Budgetgründen nicht nur die Hauptrolle übernehmen muss, sondern auch für alles andere zuständig ist? Also, nicht ganz alles, aber immerhin. Kleinlich darf man einfach nicht sein in diesem Geschäft...

 

The No Budget Passion of the Christ rechnet ab. Rechnet ab mit überholten religiösen Ansichten und der allzu freien beziehungsweise auch beliebigen Auslegung biblischer Aussagen. Mit Homophobie. Rechnet gleichzeitig aber auch ab mit der Filmindustrie selbst. Kritisiert die Willkürlichkeit und Rücksichtslosigkeit mancher Regisseure, den teilweise schrecklichen Umgang mit den Darstellern. Zeigt auf, dass in der Filmwelt beinahe nichts so ist, wie es zunächst den Anschein macht. Kann man ja alles digital nachbearbeiten. Macht zugleich klar, dass Schauspieler nicht immer millionenschwer sind, sondern gerade im Independentbereich ums eigene Überleben, zumindest aber einen Hauch von Ansehen kämpfen müssen. Überhaupt dafür kämpfen müssen, ernstgenommen zu werden. The No Budget Passion of the Christ geht dabei genau den richtigen Weg, denn die eigentlich ernsten, sehr kritischen Themen werden in eine simple, kurze aber knackige Geschichte verpackt, die sich trotz dem namensgebenden, nicht vorhandenen Budget ins Gehirn brennt und dabei sehr schön den Spagat zwischen anklagenden und humorvollen Worten meistert. Mehrere stilistische und erzählerische Ebenen sowie Stilmittel greifen hier ineinander und vermitteln so die Kernaussagen nicht nur stimmig, sondern auch unterhaltsam.

 

Bildergalerie von The No Budget Passion of the Christ (5 Bilder)

Bild und Ton bleiben auf Grund des vorliegenden Youtube-Streams ohne Bewertung.

 

Wer sich selbst ein Bild machen will, findet The No Budget Passion of the Christ hier


Das Fazit von: MarS

MarS

Mit The No Budget Passion of the Christ setzt Klaus Thiel-Klenner ein Statement und macht klar, dass man sich nicht immer nur auf etwas festnageln lassen muss, sondern ruhig auf mal etwas dazu sagen darf. Das Ganze ist (absichtlich) nicht gerade hochwertig und dadurch nicht wirklich für ein breites Publikum zugänglich, trifft aber den Kern auf den Punkt und macht auf jeden Fall eine Menge Spaß - Selbstredend inklusive den heutzutage obligatorischen Abspann-Gags, also unbedingt dranbleiben.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen