8 Millionen Wege zu Sterben

8 Millionen Wege zu Sterben

Originaltitel: 8 Million Ways to Die
Genre: Thriller • Krimi
Regie: Hal Ashby
Hauptdarsteller: Jeff Bridges • Andy Garcia
Laufzeit: DVD (110 Min) • BD (115 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

8 Millionen Wege zu Sterben   15.11.2018 von MarS

Basierend auf dem Kriminalroman "Viele Wege führen zum Mord" und nach einem Drehbuch von Oliver Stone drehte Regisseur Hal Ashby mit dem Thriller 8 Millionen Wege zu Sterben im Jahr 1988 den letzten Film, bevor er seinem Krebsleiden erlag. Nun erschien der Film erstmals auf Blu-ray von Koch Films...

 

Inhalt

 

Der Polizist Matthew Scudder (Jeff Bridges) ist bei der Festnahme eines kleinen Drogendealers dazu gezwungen, diesen zu erschießen. Geplagt von Schuldgefühlen stürzt Scudder in eine tiefe Depression und sucht Trost im Alkohol, was letztendlich dafür sorgt, dass er nicht nur seinen Job, sondern auch seine Frau verliert. Bei den anonymen Alkoholikern lernt er die Prostituierte Sunny kennen, die kurz darauf jedoch ermordet wird. Auf eigene Faust beginnt Scudder zu ermitteln und stößt bei seinen Nachforschungen auf den Drogenbaron Angel (Andy Garcia), der offensichtlich nicht nur hinter diesem Mord steckt. Gemeinsam mit dem Callgirl Sarah (Rosanna Arquette), die für Angel arbeitet, will er dem brutalen Gangster das Handwerk legen...

 

8 Millionen Wege zu Sterben ist ein klassisch aufgebauter Thriller, der stilistisch die Zeit seiner Entstehung perfekt widerspiegelt. Ein Mann am Boden nimmt den Kampf auf, um ein nettes Mädchen vor bösen Buben zu retten, und findet dabei selbst wieder zurück in die Spur. Entsprechend der klischeehaften Geschichte und der daraus resultierenden Vorhersehbarkeit erzeugt die Handlung selbst nur Spannung im überschaubaren Rahmen, kann sich aber auf die sehr gut agierenden Schauspieler verlassen, welche den Film trotz zahlreicher zäher Passagen und Längen unterhaltsam gestalten. Gerade Jeff Bridges und Andy Garcia, auf deren Konfrontation hier der gesamte Fokus lastet, leisten in 8 Millionen Wege zu Sterben ganze Arbeit. Jeff Bridges gelingt es, seiner Figur zahlreiche Facetten zu verschaffen und in jeder Situation glaubwürdig zu bleiben, selbst wenn die Charakterisierung überzeichnet erscheint. Andy Garcia bildet dagegen mit seiner schmierigen, fiesen Darstellung eines Drogenbarons den entsprechend passenden Gegenpol, muss sich dabei aber auch der Tatsache geschlagen geben, dass einige Verhaltensmuster verdächtig stark an Pacinos Scarface erinnern - Witzigerweise stammte hier das Drehbuch ja ebenfalls von Oliver Stone. Der übrige Cast leistet zwar ebenfalls ordentliche Arbeit, bleibt im Vergleich aber letztendlich austauschbar. Zum Verhängnis wird dem Film letztendlich die inhaltliche Ausrichtung, denn wer sich hier große Action erwartet, der wird erst im Finale fündig. Das ist zwar wiederum wirklich packend gefilmt und damit das Highlight des Films, in der Zeit davor fehlt es 8 Millionen Wege zu Sterben allerdings an entsprechend fesselnden Schauwerten, da sich die Erzählung überwiegend auf die verbalen Konfliktsituationen und zu wenig vertiefte Hintergründe beschränkt.

 

Bildergalerie von 8 Millionen Wege zu Sterben (5 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Wirklich überraschend ist die hohe technische Qualität der Blu-ray. Nach dem sehr körnigen, weichen und von Verunreinigungen durchzogenen Intro zeigt das HD-Medium, was bei entsprechender Bearbeitung aus einem Film diesen Alters herausgeholt werden kann. Das Bild ist sehr scharf und weist sowohl kräftige Farben als auch ein sehr gutes Kontrastverhältnis auf. Das leichte Filmkorn macht sich nur selten wirklich bemerkbar und unterstreicht den filmischen Look. Etwas schwächer ist die Tonspur ausgefallen, die auf Grund ihrer Abmischung in 2.0 kaum große Sprünge zulässt. Mangels großen Actionszenen tut dies der Qualität aber keinen Abbruch, denn die Sprachausgabe ist stets klar und sauber abgemischt. 


Das Fazit von: MarS

MarS

8 Millionen Wege zu Sterben ist ein solider (Action-)Thriller, aus dem bei kompakterer, stimmigerer Erzählung durchaus hätte mehr werden können. Auch wenn gerade Jeff Bridges und Andy Garcia hier absolut zu überzeugen wissen sorgen einige Längen und zähe Passagen sowie die geringe Anzahl an Überraschungen für einen zu holprigen Erzählfluss und insgesamt inhaltlich zu schwachen Verlauf. Für Fans des namhaften Casts und routinierter Thrillerkost sehenswert, alle anderen finden bestimmt bessere Alternativen.


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