Bad Spies

Bad Spies

Originaltitel: The Spy Who Dumped Me
Genre: Komödie • Action
Regie: Susanna Fogel
Hauptdarsteller: Mila Kunis • Kate McKinnon
Laufzeit: DVD (113 Min) • BD (117 Min)
Label: Studiocanal
FSK 16

Bad Spies   03.01.2019 von MarS

Mit ihrer Agentenkomödie Bad Spies beweist Regisseurin Susanna Fogel, wie schnell aus zwei ganz normalen Freundinnen Spione wider Willen werden können. Ob uns The Spy Who Dumped Me (OT, dt.: "Der Spion, der mit mir Schluss gemacht hat") zum Lachen bringen konnte oder wir dem Ganzen lieber selbst ein Ende gesetzt hätten, erfahrt Ihr in unserer Kritik...

 

Inhalt

 

Eigentlich wollte Audrey (Mila Kunis, Bad Moms 1 und 2) nur ihren 30. Geburtstag feiern, doch ohne ihren Ex-Freund Drew will nicht so richtig Stimmung aufkommen. Der steht jedoch am nächsten Morgen unerwartet vor der Tür, oder besser gesagt dem Fenster, und offenbart ihr, dass er eigentlich ein internationaler Agent ist und von diversen Geheimdiensten verfolgt wird. Kurz bevor er während der darauffolgenden Schießerei stirbt, bittet er Audrey darum, seinen Auftrag in seinem Namen zu Ende zu führen und einen brisanten USB-Stick nach Österreich zu bringen. Gemeinsam mit ihrer chaotischen Freundin Morgan (Kate McKinnon, Ghostbuster (2016)) macht sich Audrey auf den Weg, ohne genau zu wissen, wo die beiden Frauen da hineingeraten sind. Erst als ihnen die CIA, Auftragskiller und andere Geheimagenten erbarmungslos auf den Fersen sind, erkennen sie die Tragweite der Ereignisse. Audrey und Morgan bleibt nichts Anderes übrig als zu beweisen, dass auch sie die geborenen Spione sind...

 

Stehen die komödienerprobten Mila Kunis und Kate McKinnon gemeinsam vor der Kamera, dann ist Chaos vorprogrammiert, und genau auf dieses Chaos und den daraus resultierenden, oftmals slapstickhaften Humor stützt sich auch Bad Spies. Prinzipiell keine schlechte Idee für eine Actionkomödie, noch dazu wo die zahlreichen Actionszenen dank unerwarteter Härte und hervorragender Inszenierung richtig Laune verbreiten. Leider jedoch funktioniert das Ganze nur bedingt, denn was daraus entsteht ist alles andere als ein harmonisches Gesamtgebilde. Während die Action nämlich absolut überzeugend ausfällt, wollen die Gags nicht so richtig zünden, was zum einen am schlechten Timing, auf der anderen Seite aber auch am teils unnötigen Fäkal- und Vulgärhumor liegt, der eigentlich gar nicht zum sonstigen Geschehen passt und damit völlig fehl am Platz wirkt. Anscheinend ist es heutzutage schwierig, Komödien zu produzieren, die ohne diese mittlerweile äußerst lästigen, pubertären Gags auskommen. Das größte Problem stellt aber Kate McKinnon dar, die nach dem Reboot von Ghostbusters erneut eine Figur darstellt, die einem bereits nach wenigen Minuten mit ihrer penetranten, völlig überzogenen Art mächtig auf die Nerven geht. Dagegen ist die eher ruhige, besonnene Mila Kunis eine wahre Wohltat, und auch ihre charakterliche Entwicklung im Verlauf der Geschichte wird dadurch deutlich nachvollziehbarer. Zwar strahlen Kunis und McKinnon eine spürbare Harmonie aus, die auch zur langjährigen Frauenfreundschaft passt, letztendlich wäre für den Film selbst aber eine andere Partnerin wohl besser gewesen. So allerdings muss man sich als Zuschauer damit zufriedengeben, dass Bad Spies zwar im Actionbereich alles richtig macht, sich als Komödie aber eher am unteren (Niveau-)Rand bewegt.

 

Bildergalerie von Bad Spies (9 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Technisch präsentiert sich die Blu-ray absolut auf der Höhe der Zeit. Das Bild ist sehr scharf, detailreich und ausgewogen kontrastiert, der Schwarzwert liefert saubere Werte. Die Farbgebung ist natürlich und das Bild im Gesamtbild frei von auffälligem Filmkorn oder Bildrauschen. Ebenfalls sehr gut zeigt sich die Tonspur, die sich dynamisch im ganzen Raum verteilt und wo benötigt mit ihrer kraftvollen Abmischung punkten kann. Auch die Effektboxen werden gezielt mit eingesetzt, während die Sprachausgabe von der guten Kanaltrennung profitiert.


Das Fazit von: MarS

MarS

Bad Spies hinterlässt beim Zuschauer einen äußerst gemischten Eindruck. Zwar punktet der Film in Bezug auf die unerwartet harten, hervorragend choreografierten Actionsequenzen, vergeigt sein Potential aber im humoristischen Bereich. Eine nervende Hauptdarstellerin und schlecht platzierte, teils altbackene Gags reißen wirklich niemanden vom Hocker. Für gänzlich anspruchsfreie Unterhaltung mit tollen Actionszenen ist hier immerhin gesorgt, wirklich witzig ist das Ganze aber nicht.


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